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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Analogis Résumé


Mit Bodenhaftung

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Ein Glück – wieder einmal eine Phonovorstufe, für deren Anschaffung keine Eigentumswohnung in Zahlung gegeben werden muss. Und dazu auch noch eine hübsch verchromte

Falkensee ist ein kleiner Ort in der Berliner Peripherie und Sitz der umtriebigen „Phono-Zubehör-Vertrieb GmbH“. Hinter der eindeutig korrekten, aber nicht sehr romantischen Firmierung stecken ein paar ernsthaft Analogverrückte, die den Markt schon seit Jahren unter anderem mit Zubehör bedienen, das unter der Eigenmarke „Analogis“ firmiert. Da giebt’s jede Menge nützliches Zeug, von diversen Tonarmwaagen über Vinylpflegeprodukte, diverse Headshells (gibt’s in dieser Menge kaum anderswo) und vieles mehr. Und seit einiger Zeit gibt’s auch einen eigenen Phonoentzerrer namens „Résumé“. Das ist nun beileibe kein irgendwo zugekauftes und mit einem eigenen Label versehenes Großseriendings, sondern eine waschechte Eigenentwicklung, an der solche Messgeräte wie „Ohren“ eine tragende Rolle gespielt haben sollen. Dass bei der Entwicklung des 500 Euro teuren Gerätchens auch handfeste Ingenieurskunst im Spiel war, beweist der Labordurchgang: Das Ding misst sich hervorragend. Der Résumé ist eine ganz normale Phonovorstufe. Keine, für die das Rad neu erfunden wurde oder eine, die mit mehr oder weniger geheimen Zaubermitteln in bis dato unerreichte klangliche Sphären katapultiert werden sollte. Er ist ein grundsolides Werkzeug, das alles kann, was ein solches Werkzeug können muss. Er verstärkt Signale von MM-Abtastern mit rund 40 Dezibel und solche von MC-Tonabnehmern mit etwa 60 Dezibel.

Das ist praxisgerecht und funktioniert so ziemlich immer. Und ein steinaltes Extrem-MC von zum Beispiel Ortofon mit 80 oder so Mikrovolt Ausgangsspannung werden Sie ja wohl nicht mit diesem Gerät verbandeln wollen. Auf der sauber verchromten, nur elf mal fünfeinhalb Zentimeter kleinen Front gibt’s eine Leuchtdiode, die Betriebsbereitschaft signalisiert. Die ist immer dann gegeben, wenn das dazugehörige Steckernetzteil eingestöpselt ist. Einen Netzschalter gibt’s nicht, was bei einem Stromverbrauch von unter zwei Watt einen verschmerzbareren Verzicht darstellt. Das Netzteil liefert 24 Volt und ist eine moderne schaltende Variante – da wird nix warm und „öko“ isses auch noch. Der Verstärker selbst steckt in einem stabilen Blechgehäuse aus Stahlblechboden und Aludeckel. Letzterer ist hübsch profiliert, das Ganze liegt gut in der Hand und macht einen sehr wertigen Eindruck. Und eine sieben Millimeter dicke Front ist für so ein kleines Kistchen mal richtig fett. Die vier Cinchbuchsen auf der Rückseite sind erfreulicherweise keine billigen Platinentypen mit begrenzter Halbwertszeit, sondern solide, mit der Rückwand verschraubte Ausführungen. Schrauben darf man auch an der Erdungsklemme, und zwar die entsprechende Leitung vom Plattenspieler darunter.

Preis: um 500 Euro

Analogis Résumé


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 25.11.2014, 14:54 Uhr
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