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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Reußenzehn Tube Phono


Der eigene Weg

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Über das Verstärker-Urgestein Thomas Reußenzehn wurde ja schon viel geschrieben. Nicht unumstritten ist er – sicher. Aber auch alle kritischen Stimmen müssen ihm eins zugutehalten: Er bleibt unbeirrt seiner eigenen Linie treu

Das galt und gilt seit vielen Jahren für den Bereich Instrumentenverstärker, deren eigenständiges Aussehen und teils sehr ungewöhnliche Funktionalität mich schon als jungen Hobbymusiker immer fasziniert haben. Inzwischen spiele ich sogar einen kleinen Reußenzehn-Gitarrenverstärker – sozusagen die Erfüllung eines Jugendtraums und ganz nebenbei eine Geschichte, die mich klanglich und technisch voll überzeugt. Aber wir wollen uns ja hier einer ganz anderen Stelle der musikalischen Kette widmen: Der hochwertigen Musik-Reproduktion. Und auch hier hat sich Thomas Reußenzehn schon seit etlichen Jahren engagiert und kann mittlerweile eine vollwertige Wiedergabekette anbieten. Genau genommen, sind es sogar unzählbar viele Wiedergabeketten, die sich aus den einzelnen Komponenten zusammenstellen lassen – werfen Sie mal einen Blick auf die Webseite. Allen Verstärkern gemein ist der konsequente Einsatz von Röhrentechnik und der händische Aufbau in der eigenen Werkstatt. Reußenzehn möchte das nicht aus der Hand geben – kann man verstehen, eine Erfahrung von über 30 Jahren in Sachen frei verkabelter Aufbau von Röhrenverstärkern findet man nicht an jeder Straßenecke, und auf platinenbasierte Schaltungen wird der Altmeister in diesem Leben wohl nicht mehr umsteigen. So verwundert es nicht, dass auch der Tube Phono Preamp eine Konstruktion mit durchaus eigenen Ideen ist.

Das geht los bei der Netzteil-Sektion, die doppelt ausgelagert ist. Was aussieht wie ein handelsübliches Steckernetzteil, ist in Wahrheit nur ein Trafo, der seine Ausgangsspannung an das nächste kleine Kästchen weiterreicht, das mit einem Schalter seine Funktion als eigentliches Netzteil verrät. Hier werden alle für den Betrieb nötigen Gleichspannungen erzeugt. Eine solche Verteilung der Spannungsversorgung ist vielleicht etwas unangenehm bei der Aufstellung, hat aber den unbestreitbaren Vorteil, dass man eine solide räumliche Trennung der signalverarbeitenden Schaltung und potenziellen Störquellen realisieren kann. Und tatsächlich kann der Reußenzehn Phono Tube Preamp in unserem Messparcours mit soliden Werten in Bezug auf Fremdspannungsabstand und Brummeinstreuung überzeugen. Der eigentliche Phonovorverstärker ist dann auch eine eher übersichtliche Angelegenheit: In einem typischen Reußenzehn- Metallgehäuse, das wie immer einen leicht angeschrägten Pyramidenstumpf bildet, sitzen in diesem Fall drei Doppeltrioden vom Typ ECC83. Öffnet man das Gehäuse, erkennt man die ebenfalls typische von Hand gelötete freie Verdrahtung, deren Signalwege so kurz wie nur irgendwie möglich gehalten werden.

Preis: um 899 Euro

Reußenzehn Tube Phono


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 27.11.2014, 10:02 Uhr
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