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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Symphonic Line Phono Reference HD


Das doppelte Lottchen

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Na klar, „analog“ hat er schon immer als das Maß der Dinge angesehen. Und seine CD-Spieler sind der Ausdruck seines Bemühens, dem Analogen möglichst nahe zu kommen. Andererseits könnte man ja auch gleich mal wieder neues Analoges machen. Hat er gemacht. Und wie

Bei „ihm“ handelt es sich zweifellos um eine der schillerndsten Gestalten aus dem deutschen HiFi-Manufakturwesen: Rolf Gemein, Eigentümer und Lenker des in Duisburg ansässigen Unternehmens Symphonic Line. Berühmt für seine fast immer exzellent klingenden Vorführungen auf HiFi-Veranstaltungen jeglicher Couleur, berüchtigt für seine Vorliebe für deutliche Worte. So richtig Duisburg eben. Der klangliche Charakter seiner Schöpfungen allerdings hat mit hemdsärmeligem Haudrauf- Charme nichts zu tun. Rolf Gemein ist akribisch auf der Suche nach musikalischer Wahrheit, nach dem letzten Quäntchen Information, der hintersten Nuance, der Summe aller Dinge, die Musik erst zu einem Gesamterlebnis macht. Bei der Wahl seiner Mittel ist Gemein nicht zimperlich: Meist werden strukturell einfache und damit fürs Signal „minimalinvasive“ Schaltungskonzepte mit verschiedensten Maßnahmen an der Peripherie bis ans absolute Limit ihres Leistungsvermögens gedrängt – die Ergebnisse sprechen für sich. Jetzt gibt’s nach längerer Zeit eine neue große Phonovorstufe von Rolf Gemein. Natürlich nicht die erste – der Mann baut seit 1980 kommerziell Verstärker. Allerdings handelt es sich hier um eine komplette Neukonstruktion und solcherlei Tun dauert bei Symphonic Line ein Weilchen. Zuerst zur Nomenklatur. Es gibt das Gerät in zwei Ausführungen.

Die schlichtere Variante heißt sinnigerweise „Phono-Vorstufe“ und ist für 6.200 Euro zu haben, das Flaggschiff hört auf den Namen „Phono Reference HD“ und kostet einen Aufpreis von erstaunlich moderaten 600 Euro – bei der Typenbezeichnung wäre weit Schlimmeres zu befürchten gewesen. Die Unterschiede zwischen beiden Geräten beschränken sich denn auch auf einen einzigen Umstand: Im Basismodell steckt ein Paar Verstärker, im Topmodell derer zwei. Sonst sind beide Maschinen identisch. Der Reference HD bietet sich natürlich nur für Leute an, die gewillt sind, zwei Tonabnehmer zu betreiben. Die allerdings bekommen keine halbgare Lösung mit zwei umschaltbaren Eingängen, sondern die volle Dosis Gemein’scher Kompromisslosigkeit: Wenn du zwei Phonoeingänge brauchst, dann nimmst du einfach zwei komplette Phonovorstufen und schaltest per Kippschalter die Ausgangssignale jeweils einer auf das Ausgangsbuchsenpaar. So einfach geht das. Und bei dem Netzteil, das Rolf Gemein hier verbaut hat, ist es definitiv egal, ob einer oder zwei Verstärker ihren Bedarf daran stillen. Das Gerät steckt im schwergewichtigen Blechkleid nach Symphonic-Line-Standard. Und ich verkneife mir jetzt mal jegliches Bemühen von Analogien aus der schwerindustriellen Duisburger Vergangenheit – Stabilität gehört bei Symphonic Line halt zum Funktionsprinzip dazu.

Preis: um 6200 Euro

Symphonic Line Phono Reference HD


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 10.01.2015, 15:01 Uhr
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