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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Avid Volvere


Passionierter Dreher

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Ein seltsamer Titel? Nun, ich habe mir einfach in Internet- Vokabel-Datenbanken alle möglichen Übersetzungen des englischen „Avid“ und des spanischen „Volvere“anzeigen lassen. Irgendwie haben die beiden Begriffe in dieser Kombination aber etwas für sich …

Viel Passion muss wohl dabei gewesen sein, als Conrad Mas 1996 seine Firma Avid gründete, in einer Zeit, als der Markt für höchstwertige Analogtechnik doch recht überschauber war. Zwei Jahrzehnte Forschung und Experimentieren haben ihn aber zu der Überzeugung gebracht, genau das Richtige zu tun, die Zeit gibt ihm ein Jahrzehnt später Recht: Avid hat sich für seine konsequent mit Subchassis konstruierten Laufwerke einen hervorragenden Ruf erworben, der kommerzielle Erfolg ist darüber nicht ausgeblieben. Im Moment sieht man daher verständlicherweise nicht die Notwendigkeit dramatisch geänderter Neukonstruktionen, sondern widmet sich intensiver Modellpflege - der Volvere der vierten Generation für 4.300 Euro ist die momentan letzte Evolutionsstufe der Dreher aus Huntingdon, England. Warum aber ein Subchassis-Dreher? Es handelt sich dabei immerhin um ein Konzept, das sich seit seiner Blütezeit in den 60er- und 70er-Jahren etwas überlebt zu haben scheint. Ok, zwei Legenden, der schottische Dauerläufer und der Schönling aus Kanada haben in der Xten Generation überlebt - in letzter Zeit gibt es sogar einige Neuentwicklungen mit Feder zu bewundern. So konsequent wie Avid hat aber kein anderer Hersteller ausschließlich auf die althergebrachte Technik gesetzt - Conrad Mas hat dafür seine Gründe.

Er argumentiert, wo keine Resonanzen sind, da müssen sie auch erst gar nicht durch große Massen in thermische Energie umgewandelt werden. Nicht ganz zu Unrecht: So lange ein Subchassis perfekt funktioniert, erreichen schädliche Schwingungen die relevanten Teile eines Plattenspielers gar nicht. Ebenfalls etwas unkritischer ist bei der gefederten Konstruktion die Beschaffenheit des Untergrunds. Ok, einigermaßen gerade und wackelfrei sollte er schon sein - bleischwere Basen auf speziell entkoppelnden Unterbauten sind dagegen nicht unbedingt erforderlich. In Gegensatz zu den Klassikern, deren Gros in Holzzargen eingebaut ist, zeigen die Avids selbstbewusst ihre Technik. Ihr Subchassis ruht nicht auf den Federn, das tragende Element der Dreher ist vielmehr an den Federn aufgehängt. Nun macht es physikalisch erst einmal keinen Unterschied, ob eine Feder durch Zug oder Druck belastet wird, die so genannte Federkonstante, die zusammen mit der aufgehängten Masse die Resonanzfrequenz bestimmt, bleibt in beiden Richtungen gleich. Konstruktiv macht die Avid-Variante der Aufhängung durchaus einen Unterschied, ermöglicht sie doch die einfache Umsetzung eines genialen Prinzips zur Justage des Subchassis für jeden erdenklichen Tonarm. Allen Avid-Spielern gemein ist eine Art Schraube, die in den Windungen der Subchassisfeder sitzt.

Preis: um 4300 Euro

Avid Volvere


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 08.11.2009, 13:53 Uhr
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