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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Komponist: Ludwig van Beethoven · Interpret: Elisabeth Schwarzkopf, Elsa Cavelti, Ernst Heaf- liger, Otto Edelmann, Luzerner Festspielchor, Philharmonia Orchestra, Wilhelm Furtwängler - Symphonie IX (Audite)


Komponist: Ludwig van Beethoven · Interpret: Elisabeth Schwarzkopf, Elsa Cavelti, Ernst Heaf- liger, Otto Edelmann, Luzerner Festspielchor, Philharmonia Orchestra, Wilhelm Furtwängler - Symphonie IX

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Furtwängler und Beethovens Neunte sind eine Geschichte für sich. Seine Aufnahme aus dem Jahre 1942 gilt vielen heute noch als Meilenstein der  Interpretationsgeschichte des Werks – wobei das natürlich auch im historischen Kontext der damaligen Zeit zu sehen ist und in der persönlichen  Geschichte des Dirigenten, der sich im steten Spannungsfeld zwischen dem Widerwillen gegen den Zwang der deutschen Führung und dem unbedingten Wunsch befand, einfach seine Musik dirigieren zu können. In Sachen Aufnahmetechnik (klar) und Souveränität der Interpretation kann  die Kriegsaufnahme nicht mit späteren Produktionen des Werks mithalten – irgendwie klingt das ganze Werk wie komplett auf Anschlag gedreht. Die vorliegende Aufnahme vom Luzern Festival 1954, der Wahlheimat Furtwänglers, ist da aus anderem Holz geschnitzt: Breit angelegt, aber nicht  zu langsam, gibt der Dirigent dem viersätzigen Meisterwerk den Raum und die Zeit, seine einmalige Wirkung zu entfalten, die Entwicklung bis  hin zum jubilierenden, im positivsten aller Sinne weltumschlingenden Schlusschor auch dynamisch aufzubauen. Die langsamen Sätze dirigiert er  teils sehr getragen, mit Raum für jede Menge dynamischer Entwicklung – insgesamt ist diese Neunte auch von der Länge her sehr imposant.

Das  Philharmonia Orchestra zeigt zu Beginn ein paar Schwächen in Sachen Eleganz, findet sich dann aber und wächst in das Werk hinein, während sich  der Chor und die prominenten Solisten hervorragend aufgelegt zeigen. Im Schlusssatz bilden sie dann eine magische Einheit, die alles an Emotion  in die Interpretation hineinlegt und trotzdem immer auch aus heraushörbaren Individuen besteht.  Die vorliegende Neuveröffentlichung von Audite hat sich der Monoaufnahmen des Schweizer Rundfunks liebevoll angenommen und das Bestmögliche aus den Bändern herausgekitzelt. Wie bei den Sibelius-Symphonien gilt auch hier: Es ist immer wieder erstaunlich, welche Räumlichkeit  auch eine Mono-Produktion entfalten kann. Die Aufnahmen sind sehr klar und gut erhalten – ein würdiges Vermächtnis Furtwänglers, der nur drei  Monate nach dieser Aufnahme starb.  Die Ausstattung der Audite-Platte ist sehr gut – ergänzt wird das Tonmaterial durch rare Bilder und  Informationsmaterial aus den Beständen des Schweizer Fernsehens.

Natürlich ist auch die die Qualität des Remasterings und der Pressung einwandfrei – hier hat man  sich durch die Bank wirklich viel Mühe gegeben, dem Hörer nur die bestmögliche Qualität zu bieten.  Die Platte ist Teil einer ganzen Serie herausragender Aufnahmen vom Luzern Festival, die in näherer  Zukunft fortgesetzt wird – wir können uns da auf einige Meilensteine freuen!

Fazit

Episch angelegte Neunte – der würdige Abschluss einer großen Dirigenten-Karriere.  Gute Ausstattung und guter, restaurierter Klang machen aus dieser Aufnahme ein  schönes Gesamtpaket.
Komponist: Ludwig van Beethoven · Interpret: Elisabeth Schwarzkopf, Elsa Cavelti, Ernst Heaf- liger, Otto Edelmann, Luzerner Festspielchor, Philharmonia Orchestra, Wilhelm Furtwängler - Symphonie IX (Audite)


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 24.04.2016, 12:02 Uhr
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