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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Ludwig van Beethoven – Konzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester David Oistrach, Mstislaw Rostropowitsch, Svjatoslav RichterBerliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (EMI/HI-Q Records)


Ludwig van Beethoven – Konzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester David Oistrach, Mstislaw Rostropowitsch, Svjatoslav RichterBerliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

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Ich muss sagen, dass ich diese Wiederveröffentlichung mit einer gewissen persönlichen Genugtuung betrachte, zähle ich die Original-Aufnahme schon seit langer Zeit zu einem meiner absoluten Klassikfavoriten und ziehe sie auch immer wieder zu Klangbeurteilungen heran. Also werde ich an dieser Stelle einmal herangehen und den von verschiedener Seite immer wieder geforderten Vergleich zwischen Original und Re-Issue anstellen, zumindest mal im Kleinen. In Sachen Informationspolitik geht die Sache klar zugunsten der Originalscheibe aus: Klappcover mit ausführlichen Angaben zum Werk, zu den Protagonisten und vor allem zur Aufnahmegeschichte, die fast schon ein eigenständiges Werk ist: Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie kompliziert es für die EMI gewesen sein muss, sämtliche terminlichen und politischen Probleme zu überwinden, um den damals weltweit quasi überall gleichzeitig beschäftigten Herbert von Karajan („Fahren Sie mich einfach irgendwo hin – ich werde überall gebraucht!“) und drei Künstler von jenseits des eisernen Vorhangs zu einem gemeinsamen Aufnahmetermin zusammenzubringen. Da waren die Freigaben durch die unterschiedlichen Plattenfirmen nur noch eine Randnotiz, genauso wie die Anekdote vom Gärtner, der sich erst mit einer Zigarre von Karajan bestechen ließ, um vom störenden Rasenmähen hinter der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem abzulassen.

Diese Kirche ist übrigens mitnichten ein historisches Gebäude, das eher zufällig über ein gute Akustik verfügt, sondern ein bereits beim Bau akustisch „designtes“ Gotteshaus, das nach wie vor für Aufnahmen genutzt wird. Diese hervorragende Akustik kann man beiden Platten natürlich anhören. Gerade das große Orchester, das oftmals in zu großen Aufnahmeräumen in einem undefinierten Hallbrei unterzugehen droht, wird hier auf den Punkt genau wiedergegeben – auf der alten wie der neuen Aufnahme. Zähneknirschend muss ich allerdings zugeben, dass die Wiederveröffentlichung tatsächlich noch etwas präsenter und konturierter klingt als die ohnehin schon sehr gute Originalproduktion. Das Orchester ist noch weiter aufgefächert, ohne im Mindesten an den Rändern zu zerfasern, während die Streichersolisten absolut fantastisch herausgearbeitet werden. Vor allem der am Anfang sein Cello fast wie ein Blasinstrument spielende Rostropowitsch ist absolut perfekt eingefangen – die Balance zwischen Saiten und Korpus sitzt perfekt. Oistrach hat naturgemäß einen etwas spitzeren, engeren Ton, ist aber genauso sauber platziert. Lediglich der Konzertflügel ist im Stereopanorama und in der Tiefe etwas indifferent, auf der neuen Version aber noch etwas greifbarer als auf der alten.

Ludwig van Beethoven – Konzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester David Oistrach, Mstislaw Rostropowitsch, Svjatoslav RichterBerliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (EMI/HI-Q Records)


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 19.07.2011, 11:39 Uhr
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