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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Komponist: Benjamin Britten / Interpret: Peter Pears, Tenor - Nocturne, Four Sea Interludes, Passacaglia (London, ORG)


Komponist: Benjamin Britten / Interpret: Peter Pears, Tenor - Nocturne, Four Sea Interludes, Passacaglia

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Benjamin Britten ist DER britische Komponist des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine Musik stand nicht für radikale Erneuerung, sondern für behutsame Vereinigung alter Komponisten mit der Moderne, wenn er auch durchaus in der Lage war, auch die neue Tonsprache zu sprechen. Auf dem vorliegenden Doppelalbum sind Brittens Nocturne sowie die Four Sea Interludes und Passacaglia aus der Oper Peter Grimes enthalten, mithin also einige der wohl populärsten Stücke des 1976 verstorbenen Komponisten. Das London Symphony Orchestra ist unter der Leitung des Komponisten selbst zu hören. Die Nocturne ist ein Liederzyklus, den Britten zu Ehren von Alma Mahlers komponiert hat. Im Nachtlied sind die zentralen Bestandteile natürlich die allumfassenden Themen Dunkelheit und Schlaf, die mit Flöte, Englischhorn, Klarinette, Fagott, Harfe, Horn, Pauke und Streichern, also einem auch eher weich und dunkel abgetönten Ensemble realisiert werden. Davor steht hervorragend greifbar der wunderbare Tenor Peter Pears´, der nicht nur auf der Bühne der Partner Benjamin Brittens war und für den der Komponist etliche seiner Vokalwerke geschrieben hat. Peter Grimes ist eine Oper in drei Akten, neben Billy Budd wohl sein berühmtestes Bühnenwerk, hier eingespielt mit dem Orchester des Royal Opera House, Covent Garden. Vor allem die „Four Sea Interludes“ gehören ja zum Standardrepertoire – die Passacaglia ist nur unwesentlich weniger bekannt.

Die Interpretation der drei Stücke durch den Komponisten selbst ist natürlich eine interessante Angelegenheit – man kann ja hören, zumindest glaubt man das, wie der Komponist das Stück gemeint haben könnte. Ich persönlich finde das Dirigat Brittens in Ordnung, wenn er das Orchester auch recht weit hinter den Solosänger zurücknimmt und dramatische Wendungen im Klangkörper nur selten extrem akzentuiert. Peter Pears macht seine Sache sehr gut – er kann die mitunter sperrigen Gesangparts ohne Probleme mit seinem Charisma tragen – lediglich manchmal verfällt er zu sehr in ein aufgesetztes Posieren. Dennoch ist das Album wegen seiner exzellenten Klangqualität eine Empfehlung wert – die auf zwei 45-RPM-Scheiben mit 180 Gramm gepresste Aufnahme ist atmosphärisch extrem dicht und kann wirklich Gänsehaut erzeugen. Die schweren Scheiben liegen bretteben auf dem Teller – Nebengeräusche treten einfach nicht auf.

Fazit

Vielleicht nicht die aufregendste Interpretation der Stücke, aber immerhin vom Komponisten selbst dirigiert und in einer exzellenten Klang- und Pressqualität wiederveröffentlicht.
Komponist: Benjamin Britten / Interpret: Peter Pears, Tenor - Nocturne, Four Sea Interludes, Passacaglia (London, ORG)


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 15.12.2015, 12:03 Uhr
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