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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Willy De Ville – Unplugged In Berlin (Meyer Records)


Willy De Ville – Unplugged In Berlin

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Willy De Ville dürfte den meisten immer noch in erster Linie als Kopf seiner Band Mink De Ville ein Begriff sein, tatsächlich gestaltete er den größten Teil seiner Karriere ohne diese Band: Das letzte Mink-De-Ville-Album erschien bereits 1985. Willy De Villes musikalische Karriere war eine mit vielen Höhen und Tiefen, von „Superstar“ bis „kein Plattenvertrag“ war alles dabei. Das Konzert, das hier auf zwei Platten verewigt wurde, gab‘s 2002 in der Berliner Columbiahalle. Willy war damals mit dem Pianisten Seth Farber und dem Bassisten David Keyes unterwegs; die Tour war eine Rückbesinnung auf musikalische Ursprünge und fand anlässlich Willys 25-jährigem Bühnenjubiläum statt. Es gab rein akustischen Blues vom Feinsten, neben Willys rauem, charakteristischem Organ gab’s nur ein wenig Klavier und eine dezente Bassbegleitung. So was geht auf der Bühne nur dann wirklich gut, wenn wirklich gute Musiker am Werk sind, und das war hier ganz zweifelsohne der Fall. Hier wirkt sogar der Phil-Spector-Klassiker „Spanish Harlem“ erfeulich wenig angestaubt, auch Willys großer Hit „Storybook Love“ tönt frisch und agil. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Mitschnitt von diesem Konzert veröffentlicht worden ist, aber bislang hat’s dem Vernehmen nach für kaum mehr als Bootleg-Qualität gelangt.

Fragen Sie mich nicht, wie Werner Meyer es fertiggebracht hat, aus dem Material ein Kleinod wie dieses zu produzieren, aber genau das hat er definitv geschafft: Dieses Album klingt hervorragend. Der Sound ist differenziert, trocken, die Atmosphäre intim und stimmungsvoll, man hört eher wenig Publikum. Es trägt mit Leichtigkeit vom ersten bis zum achzehnten Song, ist vielleicht hier und da ein ganz klein wenig kitschig, aber das ist okay. Die beiden 180-Gramm-Scheiben sind klasse gefertigt, lediglich die Innenlöcher dürften etwas größer sein. Schade, dass es nicht zu irgendetwas gereicht hat, das man „Ausstattung“ nennen könnte. 

Fazit

Akustischer Trio-Blues vom Feinsten, klanglich erstklassig
Willy De Ville – Unplugged In Berlin (Meyer Records)


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 20.12.2011, 11:45 Uhr
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