Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Selbstbauprojekt

Einzeltest: Monacor K+T GT6


Auf großer Fahrt

8989

Eigentlich war das hier einfach als Nachfolger zur „GT“ gedacht, weil die Hochtonkalotte zu dem erfolgreichen Bausatz nicht mehr lieferbar ist. Wie gesagt: eigentlich ... 

Die Praxis sieht etwas anders aus. Nach der vollmundigen Ankündigung des GT-Nachfolgers im letzten Heft fiel uns nämlich auf, dass es sich beim Urmodell um eine Box mit 15-Zentimeter- Bass handelt – wie man sich täuschen kann, auch wenn man tagtäglich auf die Box guckt (das Prototypen-Pärchen steht auf meinem Schreibtisch). Das ist für ein Projekt, das zwingend einen Siebzehner vorschreibt, natürlich ungünstig. Was tun? Ganz einfach: Den Tieftöner einfach eine Nummer größer machen. Aus fünf Zoll werden sechs Zoll. Kein Problem, ein solches Chassis gibt’s aus der gleichen Baureihe. Konsequenz für die Typenbezeichnung der Box? Aus „GT“ wird „GT6“ – ganz einfach. 

Treiber


In der Ur-GT verrichtete ein SPH-5M seinen Dienst, in der GT6 ist’s der – kann man drauf kommen – SPH-6M. Die konstruktive Verwandtschaft zum kleineren Modell ist offensichtlich: Beide verfügen über einen soliden Gusskorb mit sechs Befestigungsbohrungen und einen kräftigen Antrieb konventioneller Bauart. Die Membran besteht aus resonanzarmem Polypropylen, die auf einen Aluminiumträger gewickelte Schwingspule mit 37 mm Durchmesser erlaubt vier Millimeter linearen Hub in jede Richtung. Die TSP-Messungen weisen einen praxistauglichen Parametersatz aus. Auffällig ist die recht hohe Membranmasse von 20 Gramm. Der Treiber läuft in kompakten Bassreflexgehäusen, bei zehn Litern sind bereits unter 50 Hertz drin. Der Wirkunsgrad liegt in der Gegen von knapp 87 Dezibel, der Frequenzgang sieht bis auf eine Senke um 1,5 Kilohertz gut aus. Letzterer ist nicht ohne Weiteres beizukommen, deshalb werden wir sie auch in der fertigen Box wieder begrüßen dürfen. Die Klirrmessungen weisen ebenfalls drauf hin, dass der Treiber an der Stelle nicht vollends sauber läuft. Davon abgesehen ist das Verzerrungsniveau erfreulich niedrig. Als Hochtöner setzen wir die neue „große“ Metallkalotte von Monacor ein. Mit 73 Euro liegt der Einzöller noch im bezahlbaren Rahmen und macht einen exzellenten Eindruck: Der Frequenzgang verläuft vorbildlich linear, erste Unregelmäßigkeiten gibt’s erst ab rund 15 Kilohertz. Die solide Konstruktion mit Metallfrontplatte und Doppelmagnetsystem verfügt über eine recht niedrige Eigenresonanz, was dem großen Koppelvolumen zu verdanken ist. Die Verzerrungsmessungen lassen einen Einsatz ab rund zwei Kilohertz sinnvoll erscheinen. Der Treiber ist mit knapp 92 Dezibel Wirkungsgrad ziemlich laut, das Wasserfalldiagramm offenbart keinerlei Schwächen beim Ausschwingen. Das ist ein exzellenter Hochtöner, der sicherlich zu Höherem berufen ist. 

Preis: um 180 Euro

Monacor K+T GT6


-

Holger Barske
Autor Holger Barske
Kontakt E-Mail
Datum 29.01.2014, 15:54 Uhr
Folgen Sie uns:
  • facebook - follow us
  • twitter - follow us
  • google - follow us
Interessante Testportale:
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.spielwaren-check.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Nubert electronic GmbH