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Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Prima Luna Dialogue Two


Ansteigende Formkurve

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Für Gitarristen gibt es seit längerer Zeit ausgefeilte Schaltungen, so genannte Emulatoren, die auf Knopfdruck den Klang verschiedenster Gitarrenverstärker erzeugen können, und das ziemlich überzeugend. So etwas sollte es auch für die heimische Stereoanlage geben, meinen Sie? Und das ganz ohne Digitaltechnik? Gibt es ...

So mühelos wie es aussieht, ahnt man gar nicht, dass es unheimlicher Anstrengung und Planung bedurft hat, bis es endlich ein Röhrenverstärkerhersteller geschafft hat, ein zweckmäßiges und gleichzeitig formal ansprechendes Schutzgitter für die frei stehenden heißen Glaskolben zu erschaffen. Aber Scherz beiseite: Die wunderbar gestaltete Abdeckung ist tatsächlich das Erste, was beim Prima Luna Dialogue Two auffällt: Zwei Metallbögen an den Seiten des klassischen Pultgehäuses tragen in regelmäßigen Abständen Querstreben und bilden so insgesamt ein elegant geschwungenes Dach bis hin zur Höhe der Abdeckungen über den Transformatoren. Seitlich gibt es sogar Scheiben! Querstreben machen übrigens nicht dick, auch wenn man das auf den zweiten Blick vermuten könnte, nein, Prima Luna verwendet statt der verbreiteten EL-34-Endröhren die größeren KT88 mit einem deutlich dickeren Kolben. Prima Luna - da war doch schon mal etwas? Richtig, in Ausgabe 2/2007 haben wir schon einmal Geräte des Herstellers getestet - damals war dies eine schnuckelige kleine Vollröhren-Vor-Endverstärker- Kombination, die durch exzellente Messwerte, hervorragende Verarbeitung und nicht zuletzt durch ihre wunderbar leichtfüßige Art zu musizieren überzeugt hatten.

Die beiden preislich sehr interessanten, nein, ausgesprochen billigen Geräte stammen aus der Prologue-Serie, während wir uns heute mit einem Vollverstärker aus der in der Nomenklatur Prima Lunas höher angesiedelten Dialogue-Serie befassen. Aus dieser Serie gibt es zwei Exemplare, einmal den Dialogue One, einen optisch fast identischen Vollverstärker mit EL-34- Bestückung in der Endstufe und unser Testgerät, den Dialogue Two, der neben den wuchtigeren KT88 noch über qualitativ hochwertigere Solen-Kondensatoren und ultraschnelle Dioden als Gleichrichter verfügt. Das Gerät wird - ein Blick auf das Preisschild verrät‘s - in China gefertigt, 2.400 Euro sind für die gebotene Qualität sicher nicht zuviel. Die Entwicklung des Geräts fand allerdings in Holland statt, wo Prima Luna auch ihren Firmensitz haben und nach wie vor die komplette Gerätekonzeption, -veredelung und Endkontrolle abwickeln. Um sich vom asiatischen fernöstlichen Produzenten nicht allzu tief in die Karten schielen zu lassen, wird vor allem die einzigartige Autobias-Schaltung erst in europäischen Gefilden nachgerüstet - umständliche Ruhestromeinstellungen durch den Benutzer beziehungsweise der Servicestelle seines Vertrauens gehören damit der Vergangenheit an.

Preis: um 2400 Euro

Prima Luna Dialogue Two


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 12.11.2009, 10:41 Uhr
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