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Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Yamaha A-S1100


Schnörkellos

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Heutzutage bekommt man ja alles – All-in-one-Geräte mit Bluetooth und Netzwerkfähigkeit mit Internetanbindung und Multiroom und DSP-Steuerung und wie das Zeug alles heißt. Alles schön und gut – aber wehe, Sie versuchen, einen ganz normalen Vollverstärker zu bekommen.

Klar – im Bereich der oftmals esoterisch bepreisten High-End-Gerätschaften findet sich der eine oder andere Verstärker – der ist aber dann in der Regel extrem spartanisch ausgestattet und hat nichts mit den opulent ausgestatteten Boliden zu tun, mit denen die Generation der heute 45- bis 60-Jährigen aufgewachsen ist. Ein paar Hersteller halten die Fahne der komfortablen Schaltzentralen aber noch hoch: Accuphase und Luxman fallen mir da spontan im hochpreisigen Segment ein – und eben Yamaha, die sich seit einigen Jahren auf ihre große Tradition der 70er- und 80er-Jahre besinnen und Verstärker anbieten, die sind „wie früher“. In erster Linie bedeutet dies: Eine üppige Eingangs- Sektion, an die sich diverse Hochpegel- Geräte, Rekorder und – ja! – ein Plattenspieler anschließen lassen. Auch hier setzt Yamaha seine Tradition der großartigen Phono-Sektionen fort. Und es gibt auch eine Klangregelung. Bevor selbsterklärte Puristen jetzt die Nase rümpfen: Ich bin der Meinung, es ist gut, diese Möglichkeit an Bord zu haben, wenn es denn im Bass mal zu wenig oder zu viel ist – oder um matt klingende Aufnahmen etwas aufzufrischen. Abschalten kann man den Equalizer immer noch. Entsprechend der zahlreichen Wahlmöglichkeiten geht es auch auf der Rückseite des Yamaha opulent zu: Die Anzahl der Buchsen würde sogar einem Surround-Receiver alle Ehre machen.

Beim Hersteller legt man Wert darauf, dass pro Kanal zwei Lautsprecherausgänge vorhanden sind – für den Bi-Wiring Betrieb. Ich würde eher zwei unterschiedliche Paar Lautsprecher anschließen, um Klangalternativen im Hörraum zu haben, sehe aber ein, dass das nicht der Realität der meisten Wohnzimmer entspricht. Optisch hat man sich eher an den späten 70er- bis frühen 80er-Jahre orientiert – besonders die silberne Ausführung lehnt sich deutlich an die Klassiker dieser Zeit an – die Knebelschalter und die VU-Meter tun das ihrige hinzu. Aufgewertet wird der edle Eindruck noch durch die hochglanzlackierten Holzseitenteile, die – für mich etwas unverständlich – komplett hinter der massiven Frontplatte verschwinden, aber das ist wie immer Geschmackssache. Die inneren Werte können vollauf überzeugen: Der Verstärker ist komplett diskret aufgebaut – die Leistungsendstufe arbeitet symmetrisch erdfrei mit MOSFETS. Unsere Messungen können bestätigen, dass sich das auszahlt: Der Klirrfaktor und die Störabstände liegen sehr niedrig – Leistung ist dagegen mehr als ausreichend vorhanden: Schon an 8 Ohm stehen über 100 Watt pro Kanal zur Verfügung. Der A-S1100 wurde übrigens für den deutschen Markt noch einmal fein neu abgestimmt – keine dramatischen Eingriffe, aber ein paar kleine Anpassungen, die mehr der hiesigen als der japanischen Klangerwartung entsprechen.

Preis: um 1700 Euro

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Yamaha A-S1100

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 14.09.2015, 15:00 Uhr
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