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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: KEF Reference 3


Die Luft wird dünn

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Ein Traditionshersteller wie Kef tut sich mit der geballten Erfahrung einer  seit Jahrzehnten eingenommenen Spitzenposition in Sachen Lautsprecherbau eher leicht mit einer Neuentwicklung. Umso mehr ehrt es eine  solche Firma, wenn sie es sich eben NICHT leicht macht

Ein Modell der aktuellen Reference- Serie hatten wir bereits im letzten Jahr hier zum Test, nämlich die Reference 1, das Kompaktmodell. Und auch, wenn ich die Blade 2 aus der Flagship-Serie desselben Herstellers natürlich in ihrer einmaligen Formgebung absolut hinreißend erotisch fand, so hat mich die deutlich günstigere, kleinere und sachlichere Reference 1 mindestens ebenso beeindruckt, brachte sie das Thema Lautsprecherbau in technischer Perfektion absolut auf den Punkt. Das war messtechnisch und klanglich so ausgereift, dass der wirklich einzige Kritikpunkt (wenn man es denn so sehen möchte) der war, dass irgendwo knapp unter Disco-Pegel dynamisch Schluss war. Aber wozu gibt es denn Standboxen? Auftritt KEF Reference 3: Mit einem zusätzlichen Bass auf der Front und einem entsprechend gewachsenen Volumen ist sie das mittlere Modell der Reference-Serie – die größere Reference 5 kommt mit zwei weiteren Tieftönern und entsprechender Baugröße. Die Gehäuse sind im Inneren aufwendig versteift wie in den Werksbildern gut zu erkennen ist – so bekommt man auf jeden Fall Gehäuseresonanzen wirkungsvoll in den Griff. Die Seiten unserer Testbox sind in Rosenholz furniert und aufwendig mehrschichtig lackiert und poliert – die Schallwand in Silber metallic ausgeführt.

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Vor noch nicht allzu langer Zeit hat KEF die neueste Generation des Uni-Q-Chassis vorgestellt – sozusagen die Perfektion des bewährten, aber konventionellen kleinen Koax von KEF. Symmetrisch positionierte Sicken versteifen die Aluminium-Magnesium-Membran und bilden gleichzeitig die geometrische Fortsetzung des „Tangerine Waveguide“, der harten Metallkalotte im Zentrum des Chassis, die für ein extrem gleichmäßiges Abstrahlverhalten sorgt. Durch eine zwar nicht extreme, aber eben doch unterstützende Schallbündelung kann die Übernahmefrequenz abgesenkt werden – gut für ein einheitliches Bündelungsmaß. Die beiden Tieftöner, die den Koax unterhalb von etwa 350 Hertz unterstützen, befinden sich spiegelsymmetrisch ober- und unterhalb des zentralen Treibers. Die Bass- Spezialisten haben einen Durchmesser von 165 Millimetern. Die Verdoppelung der Tieftonmembranfläche gegenüber der Reference 1 wird in Wirkungsgrad umgesetzt – annähernd 89 Dezibel sind es im Bass- und Grundtonbereich, um dann ganz sanft und linear bis auf 86 Dezibel im Hochton abzufallen. Dieses Verhalten behält die Reference 3 streng unter 15 und 30 Grad Messwinkel bei – ein exzellenter Auftritt vor dem Messmikrofon, aber das sind wir ja von KEF jetzt schon gewohnt.

Preis: um 10000 Euro

KEF Reference 3


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Autor Thomas Schmidt
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Datum 29.06.2016, 14:58 Uhr
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