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Kategorie: Musiksystem

Einzeltest: Thrax Ares


Großer Gott

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Göttlichen Beistand hat man bei Thrax kaum nötig, doch dort benennt man die produzierten Geräte gerne nach den Bewohnern des Olymp. Wir schauen uns an, was der Kriegsgott des Herstellers zu bieten hat.

Spricht man von All-inone, gehen manche Audiophile gleich auf die Barrikaden. Wie kann man nur so etwas Edles und technisch Aufwendiges wie eine HiFi-Anlage in ein simples einzelnes Gerät stecken? Wie soll ein Verstärker arbeiten, wenn die digitale Elektronik gleichzeitig läuft? Wie soll der DAC präzise bleiben, wenn der Strom auch für die Endstufen genutzt wird? Vorbehalte gibt es viele, und wahrscheinlich wird man den einen oder anderen mit keinem noch so guten Argument der Welt für Multifunktionssysteme begeistern können. Der bulgarische Hersteller Thrax bietet mit seinem Ares aber genau das, auch wenn er den „bösen“ Begriff des Allin- one durch den etwas exklusiveren Namen „Modular Audiophile System“ ersetzt. Zugegeben, das klingt besser und trift die Sache beim Ares auch sehr präzise. Grundsätzlich handelt es sich beim Ares um einen Vollverstärker, doch durch verschiedene Zusatzoptionen lässt sich aus dem Gerät eine Komplettlösung für den Hörraum machen, bei der man nur noch Lautsprecher benötigt. Unser Testgerät verfügte über den USB-Eingang für das DAC-Board, die RIAA-Phonostufe für MM- und MC-Systeme und das Streamingmodul. Was braucht man da noch mehr, wenn Thrax hier bereits ein feines Paket geschnürt hat? Damit ist die komplette Anlage platzsparend untergebracht, auch wenn der Ares alles andere als klein ist.

Eine Tiefe von 40 Zentimetern und eine Höhe von rund 12 Zentimetern, kombiniert mit der gängigen Breite anderer HiFi-Systeme, bilden ein doch recht üppiges Maß an benötigtem Raum. Auch das Gewicht von mehr als 20 Kilogramm ist durchaus beachtlich, sodass man den Ares nur mit der nötigen Vorbereitung anheben sollte. Allerdings sprechen diese Werte auch dafür, dass wir uns von den Vorurteilen über schnöde kleine Allin- one-Geräte schon einmal ziemlich weit entfernt haben. Hier geht es äußerst ernst zur Sache. Das merkt man beim Ares an jeder Ecke. Auch wenn es sich um ein prinzipiell leichtes Aluminiumgehäuse handelt, kommt das Gewicht auch durch die enorme Materialstärke des Gehäuses zusammen. Wandstärken zwischen zwei und drei Zentimetern bei aus dem Vollen gefrästen Segmenten ergeben in der Summe eben auch ganz schön Masse. Gut sichtbar wird der beinahe schon verschwenderisch wirkende Umgang mit hochwertigen Materialien, wenn man von oben auf das Gerät hinunterschaut, denn so kann dank der abgeschrägten Front ein Blick auf die Oberkante des Displays geworfen werden. Selbst die Scheibe vor der Anzeige sieht so aus, als hätte man sie aus einem Glasbodenboot herausgeschnitten. Dem Gewicht und der Menge der verbauten Werkstoffe zum Trotz, wirkt das Design des modularen Audiosystems erfrischend freundlich.

Preis: um 10000 Euro

Thrax Ares


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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 26.02.2019, 10:01 Uhr