Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: TV-Soundsystem

Einzeltest: Geneva Cinema+


Clever gelöst

18782149_18782_2

Erst ein kraftvoller Filmsound macht bewegte Bilder am Fernseher zum authentischen Kinoerlebnis. Die Schweizer Geneva bieten mit ihrem Cinema+ ein intelligent gemachtes TV-Soundsystem an, das sich durch sein elegantes Erscheinungsbild und der einfachen Bedienbarkeit vom Gros der Soundbarlösungen abhebt. Wir haben´s getestet.

Die Idee, die hinter dem Soundsystem Cinema+ von Geneva steckt ist eigentlich sehr simpel: man kombiniere eine TV-Halterung mit einem aktiven Lautsprechersystem und fertig ist die optisch unauffällige Soundlösung für Fernseher unterschiedlicher Größen. Der Entwurf von Geneva ist clever, da sich das Soundsystem optisch dem Fernseher unterordnet und kaum als solches wahrzunehmen ist. Einmal aufgestellt oder an der Wand montiert, fällt nur ein etwa 30 Zentimeter breiter und zwölf Zentimeter hoher Zusatzlautsprecher auf, der mittig unter dem Fernseher positioniert ist. Wer jetzt vermutet, dass aus einem solch kleinen Gehäuse kein Bass herauskommen kann sieht sich getäuscht. Der wesentlich größere Teil des Cinema+-Gehäuses sitzt nämlich versteckt hinter dem TV und verschwindet komplett aus dem Blickfeld der Zuschauer. Wer hinter den Fernseher blickt, entdeckt ein 55 Zentimeter hohes und 8,5 Zentimeter tiefes Gehäuse, das mehrere Funktionen inne hat: Zwei nach vorn strahlende Breitbandlautsprecher und ein auf der Rückseite eingebauter Subwoofer finden hier ihre Plätze. Der Korpus dient als Träger für die TV-Halterung und die Elektronik inklusive aller Anschlüsse und Bedientasten sind hier integriert. Drei Möglichkeiten bietet das Cinema+ zur Aufstellung an. Es kann wandhängend montiert, mit einem Tischstandfuß verschraubt, oder wie bei unserem Testmodell, an einem Bodenständer befestigt werden. Alle drei Lösungen sind optisch elegant gelungen und ermöglichen es, das Soundsystem harmonisch in Wohnräume zu integrieren.




Technik


Was bietet das Cinema+ von Geneva? Nun, neben der Möglichkeit einen TV zu montieren geht es hier in erster Linie natürlich um die klangliche Verbesserung desselben. Im etwa 7,5 Kilogramm schweren Soundsystem arbeitet ein Class-D-Verstärker, der die beiden Breitbänder und den Subwoofer antreibt. Für ordentlichen Tiefgang des 16er Tieftöners sorgt das recht große Gehäusevolumen und die Bassreflexbauweise. Zwei abgerundete Rohre münden an der Gehäuseoberseite und können dadurch auch bei einer Wandmontage des Cinema+ einwandfrei arbeiten. Rechts im Gehäuse sitzen auf Höhe der, geschützt hinter einem feinen Lochblechgitter eingebauten, Frontlautsprecher drei Bedientasten: Plus, Minus und Learn. Etwas darüber sind die Anschlüsse zu finden. Das Cinema+ bietet die Möglichkeit Quellen digital via HDMI-ARC und Toslink oder analog per 3,5-mm-Klinke und einem Paar RCA-Buchsen anzuschließen. Wahlweise ist das Zuspielen der Quelle via aptX-Bluetooth möglich. Damit das Cinema+ vom Sitzplatz aus gesteuert werden kann, liegt eine schlanke Fernbedienung bei. Diese ist elegant und übersichtlich gestaltet, so dass jedem Nutzer die sichere Bedienung ohne große Eingewöhnungszeit gelingt. 13 eindeutig beschriftete Tasten, angeordnet nach Funktionen, machen eine Fehlbedienung nahezu unmöglich.

Funktion


Vier verschiedene Sound-Presets (Music, Voice, Neutral und Film) können auf der Fernbedienung auf simplen Knopfdruck zur Anpassung des Film- oder Fernsehtons genutzt werden. Zusätzlich kann jederzeit der Basspegel erhöht oder abgesenkt werden, wozu eigene Bedientasten zur Verfügung stehen. Die vier Quellen können ebenfalls direkt angewählt werden, was die Benutzung sehr einfach macht. Ein Display am Cinema+ gibt es keines, dafür gibt eine dezent leuchtende Front-LED Feedback bei der Bedienung. 

In der Praxis


Die Montage des Cinema+ an Fernseher und Standfuß gelingt in wenigen Schritten dank gut bebilderter Bedienungsanleitung problemlos. Zu Beginn werden zwei mitgelieferte Schienen mit der Gehäusevorderseite verschraubt. Zwei weitere Halterungen finden an den Vesa-Halterungen des Fernsehers ihren Platz. Die so vorbereitete Cinema+ wird dann mit Gummi-Distanzhaltern am soliden Aluminium-Standfuß befestigt. Vier Schrauben und der Inbusschlüssel sind im Lieferumfang selbstverständlich dabei. Wird die Cinema+ an der Wand befestigt, müssen alternativ die vier beiliegenden Gummifüße als Distanzhalter auf der Rückseite eingedreht werden. Der 330 Euro teure Bodenständer aus gebürstetem Aluminium ist rund 95 Zentimeter hoch. Dank solider Bauweise und der schweren, 500 Millimeter durchmessenden, Bodenplatte dürfen Fernseher bis zu einem Gewicht von 25 Kilogramm und einer Größe von 65-Zoll befestigt werden. Der Tischstandfuß (Kostenpunkt 250 Euro) mit 400-mm-Bodenplatte bringt es auf eine Höhe von 684 Millimetern. Alle Anschlusskabel können innerhalb des Standfußrohres unauffällig integriert werden. Zur Montage unseres 60-Zoll-Testfernsehers am Standfuß hat sich ein zweites Paar Hände als sehr hilfreich erwiesen. 

Klang-Check


Wir koppeln unseren Test-Fernseher mit Bluetooth an das Geneva Cinema+, was innerhalb kürzester Zeit gelingt. Die Fernbedienung des Fernsehers übernimmt dabei die Lautstärkeregelung des Systems – sehr schön. Wer lieber die Geneva Fernbedienung verwenden möchte, kann dies natürlich weiterhin tun und hat dann zudem alle Klangfunktionen zur Hand. Unsere Filmtrailer und Demostücke haben uns am besten im Modus „Film“ und „Music“ gefallen. Hiermit erzeugt das Cinema+ ein beachtlich weiträumiges Klangfeld, das auf einem erstaunlich festen Tieftonfundament aufbaut. Im Modus „Neutral“ klingt es ein wenig unspektakulärer, was sich je nach Filmmaterial (Dokumentationen etwa) als genau richtig herausstellen kann. Die Voice-Funktion bringt Sprache deutlicher zur Geltung, bei gleichzeitig reduziertem Tieftonvolumen. Genevas Cinema+ meistert die Wiedergabe von Musik ebenfalls sehr ordentlich, wobei wir hier das Preset „Music“ bevorzugen. So klingt das TV-Soundsystem druckvoll und doch sehr ausgewogen mit natürlicher Stimmenwiedergabe. Wirklich erstaunlich ist der weiträumige Klangeindruck, den das Soundsystem aus seinem sehr schmalen Gehäuse erzeugt.

Fazit

Sehr elegant ist es geworden, das TV-Soundsystem Cinema+ von Geneva. Ganz gleich ob es an der Wand montiert oder mit Tisch- oder Bodenständer verwendet wird, macht das System eine hervorragende Figur. Dank seiner dezenten Optik lässt es sich perfekt im Wohnraum integrieren und verwöhnt dort mit bestem TV-und Filmklang – klasse!


Bezugsquellen

Enzinger GmbH
bosto-design.de

Preis: um 400 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Geneva Cinema+

Mittelklasse

4.5 von 5 Sternen

-

 
Bewertung 
Klang: 50%

Praxis: 50%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 400€, (optional: Tischstandfuß 250 €, Bodenstandfuß 330 €) 
Vertrieb: TAD-Audiovertrieb, Aschau im Chiemgau 
Telefon: 09941 9084210 
Internet: www.tad-audiovertrieb.de 
Ausstattung:
Ausführunge: schwarz, Wandmontage , Tischstandfuß (silber), Bodenstandfuß (silber) 
Abmessungen (BxHxT): BxHxT in mm: 311x550x85; Tischstandfuß: 684mm Höhe (400mm Fußdurchmesser); Bodenstandfuß 948mm Höhe (500mm Fußdurchmesser) 
Gewicht: 7,4 kg, Tischstandfuß: 5,2 kg, Bodenstandfuß: 7,9 kg 
Tiefmitteltöner: 2 x Breitbänder, 1 x Subwoofer 
Hochtöner: Nein 
Verstärker: Class-D-Verstärker 
Abmessungen (H x B x T): integriert 
Eingänge: 3.5 mm line in, 1 x HDMI, 1x ARC, 1x optisch TOS; 1 x RCA, aptX Bluetooth 
Ausgänge: Nein 
+ elegantes Design + einfache Bedienung 
- Nein 
Klasse: Mittelklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
Neu im Shop:

"Vinyl Sounds Better" Basecap. Zwei Farben zur Auswahl.

>> Mehr erfahren
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Markt für Consumer Electronics und Hausgeräte wächst trotz Pandemie

In diesen turbulenten Zeiten gibt es auch noch gute Nachrichten, wie eine aktuelle Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH) belegt. Demnach entwickelt sich der Home Electronics Markt (Consumer Electronics und Elektrohausgeräte) entgegen früherer Prognosen durchaus positiv. Entsprechend erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzzuwachs um rund drei Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die erste Prognose vom Jahresanfang 2020 belief sich auf rund 43 Milliarden Euro. Gemäß der aktuellen gfu Prognose wird die Consumer Electronics-Sparte um rund vier Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro (zuvor knapp 28 Mrd. Euro), der Elektrohausgeräte-Bereich (Elektro-Groß- und -Kleingeräte) um knapp zwei Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen.
>> Alles lesen

Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
No-Name vs. Marke

Preisgünstige Produkte müssen nicht zwingend schlecht sein. In der Lebensmittelbranche beispielsweise kommt es vor, dass ein und dasselbe Produkt unter einem teuren Markenlabel sowie deutlich günstiger als No-Name im gleichen Supermarkt-Regal stehen. Doch wie verhält es sich bei Elektronik-Geräten?
>> Alles lesen

Dirk Weyel
DAB+, Digitales Fernsehen
DAB+ beliebt wie nie

Das Digitalradio DAB+ erfreut sich weiter sehr großer Beliebtheit. Nach den jüngsten Zahlen von WorldDAB wurden weltweit mehr als 82 Millionen DAB+-Empfänger verkauft. In Deutschland ist DAB+ bereits für über 1,5 Millionen Haushalte der Empfangsweg Nummer 1.
>> Alles lesen

Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Wohnmobil-Entertainment

Wohnmobile sind schwer angesagt und auch das Thema Entertainment wird bei Campern immer wichtiger. Daher ist die Nachrüstung von Campern auch hier bei uns ein Thema.
>> Alles lesen

Philipp Schneckenburger
Ressort Hifi und digitales Hifi
Kabellos guter Klang

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden langsam aber sicher wieder zurückgefahren und das schöne Wetter zieht die Menschen nach draußen. Ob im Garten, beim Joggen, oder im Park darf bei vielen Leuten die Musik per Bluetooth-Kopfhörer oder Lautsprecher nicht fehlen. Auf einige Dinge sollte man aber achten.
>> Alles lesen

Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Hoer an Michael Imhof
Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 11.11.2019, 12:18 Uhr