Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: NAD D3020


Die Legende lebt weiter

Vollverstärker NAD D3020 im Test, Bild 1
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Manche HiFi-Produkte haben es zum Kultstatus gebracht – so zum Beispiel der legendäre Vollverstärker 3020 von NAD. 35 Jahre nach der Markteinführung bringt NAD den neuen D3020 heraus. Ist er ein würdiger Nachfolger der Legende? 

Damit hatte NADs Chefentwickler Björn Erick Edvardsen im Jahr 1978 wohl selbst nicht mit gerechnet, dass der damals eher schlichte und nicht gerade leistungsstarke Vollverstärker 3020 ein echter Verkaufsschlager werden würde. Über zwei Millionen verkaufte Exemplare in den Jahren 1978 bis 1992 sprechen jedoch eine deutliche Sprache und machen den NAD 3020 zum meistverkauften HiFi-Verstärker aller Zeiten. Worin lag das Erfolgsgeheimnis? Zum einen in der wirklich einfachen, überschaubaren und soliden Schaltungstechnik ohne viel technischen „Firlefanz“ und vor allem an den unschlagbar guten musikalischen Eigenschaften. Ausgesuchte Bauteile und sorgfältige klangliche Abstimmung brachten dem eher simpel aufgebauten 3020 den wohlverdienten Ruf einer Verstärker-Legende.

Vollverstärker NAD D3020 im Test, Bild 2Vollverstärker NAD D3020 im Test, Bild 3Vollverstärker NAD D3020 im Test, Bild 4Vollverstärker NAD D3020 im Test, Bild 5
Im 3020 von 1978 liegen bereits die Tugenden der Marke NAD begründet, mehr mit Knowhow und musikalischem Feingefühl als mit einer Materialschlacht sehr guten Klang zu erzielen. Eine Tugend, die zum Glück bis heute bei NAD Bestand hat. 

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D3020


Genau 35 Jahre nach der Vorstellung des ersten 3020 präsentiert NAD im Jahr 2013 den neuen D3020. Wiederum stand das Konzept von vornherein fest: Einen bestmöglich klingenden Verstärker zu bauen, der einfach zu bedienen ist und vor allem allen modernen Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Herausgekommen ist ein überaus spannendes Produkt, das bereits durch seine optische Erscheinung Aufmerksamkeit erregt. Denn der „Neue“ ist kein übliches 42-cm-Gerät, sondern ein schmuckes kleines 18 x 21 x 6-cm-Kästchen, welches liegend oder pfiffigerweise auch hochkant aufgestellt werden kann. In dem mit handschmeichelndem Nextel bezogenen Gehäuse finden sich neben einem Lautstärkeregler scheinbar keine weiteren Bedienelemente. Aber nur scheinbar, denn bei sanfter Berührung der hochglänzenden Oberfläche der Frontpartie werden beleuchtete Tastenfelder sichtbar. Mit diesen lassen sich alle Eingänge auswählen, die dann zusammen mit der aktuellen Lautstärke auf dem nun sanft leuchtenden Display angezeigt werden – sehr chic! Den Anforderungen an moderne, zeitgemäße Musikwiedergabe wird der D3020 durch seine digitale Schaltungstechnik gerecht, die aus dem kleinen Gehäuse unverzerrte, satte 65 Watt Leistung pro Kanal zaubert. Natürlich bietet dieser Verstärker digitalen Quellen wie CD-Player, DVD- bzw. Blu-ray-Spielern und Mediastreamern reichlich Zugangsmöglichkeiten in Form von drei digitalen Eingängen (USB, optisch, koaxial), beim USB-Anschluss sogar im asynchronen Modus mit bis zu 24 Bit bei 96 kHz. Dadurch wird eine direkte Verarbeitung hochauflösender Musiksignale ohne weitere Beeinträchtigung vom D3020 verarbeitet. Für noch mehr Komfort sorgt ein Bluetooth-Empfänger mit dem klanglich einwandfreien aptXProtokoll, der eine hochwertige, kabellose und kinderleichte Übertragung der Musik vom Smartphone ermöglicht. Sollte dennoch mal ein analoges Gerät angeschlossen werden, stehen ein Cinch-Eingang und eine Miniklinkenbuchse zur Verfügung. Auch bietet der D3020 einen Sub-out für den Anschluss von Aktiv- Subwoofern. 

Labor und Praxis


Im Messlabor liefert der D3020 saubere 65 Watt pro Kanal und legt mit einem Rauschabstand von 114 dB(A) sogar fast einen neuen Rekordwert hin. Auch liegt der Dämpfungsfaktor mit Werten um 120 für einen Digitalverstärker auf erstaunlich hohem Niveau – gute Voraussetzungen für optimale Kontrolle der angeschlossenen Lautsprecher. Im Hörraum untermauert der NAD D3020 seine guten Labornoten mit hörbaren Ergebnissen. Tatsächlich spielt der D3020 straff und kontrolliert, lässt Lautsprecher nur das tun, was die Musik ihnen vorgibt. Knackige, staubtrockene Bässe und glasklare, transparente Mitten sowie seidige Höhen sind das klangliche Ergebnis der ausgeklügelten Digitaltechnik im D3020. Auch ausgewachsene Standlautsprecher treibt der kompakte Vollverstärker souverän an, selbst bei dem bass- und dynamikgewaltigen Album „N.E.W.S.“ von Prince schüttelt der D3020 spielfreudig aber immer akkurat Soundgewitter aus dem Ärmel. Wie schon sein berühmter Vorgänger, versteht es auch der neue D3020 den Zuhörer mit reiner Musikalität und Durchzugskraft zu begeistern. Am meisten überzeugt der D3020 naturgemäß bei direkter Zuspielung hochaufgelöster Musik vom Musikstreamer bzw. vom PC über die Hochbit-USB-Buchse – hier zeigt er sein volles Potenzial und arbeitet Klangdetails wunderschön auf.

Fazit

So klein, so hübsch und so unscheinbar – doch der neue NAD D3020 ist ein ausgewachsener Vollverstärker, der es faustdick hinter den Ohren hat. Sein einfaches und intuitiv bedienbares Konzept ermöglicht es, neben klassischen Medien auch moderne digitale Musikquellen inklusive Mediaplayer mit hochaufgelöster 24/96 Musik wiederzugeben. Dazu liefert er eine absolut überzeugende Klangqualität und verblüfft mit einem moderaten Preis von 500 Euro. 35 Jahre nach Einführung des Urahn NAD 3020 – die Legende lebt weiter ...

Preis: um 500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Vollverstärker

NAD D3020

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

12/2013 - Michael Voigt

Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Dynaudio, Rosengarten 
Telefon 04108 41800 
Internet www.nad.de 
Messwerte
Abmessungen (B x H x T in mm) 58/186/219 
Gewicht (in Kg) 2.1 
Leistung (8 Ohm) 2 x 53 W 
Leistung (4 Ohm) 2 x 65 W 
Rauschabstand (A) 114 
Kanaltrennung (A) (in dB) 89 
Klirrfaktor (1 kHz, 0dB) (in %) 0.01 
Dämpfungsfaktor 120 
Stromverbrauch (Standby/Aus/Betrieb) (in Watt) 0,3/0/27 
Ausstattung
Ausführung: Schwarz 
Anschlüsse 1 x Cinch-Eingang, 1 x Miniklinke, 1 x Sub-out, 3 x Digital-Eingänge (opt., koax. USB) Bluetooth (aptX) 
Sonstiges Fernbedienung 
Labor
+ asynchroner USB-Eingang (24/96) 
+ pfiffiges Format 
+ Bluetooth-Empfang 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
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Datum 26.12.2013, 10:20 Uhr
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