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Kategorie: All-in-one-System

Einzeltest: Lyngdorf TDAI-1120


All-in-one-System Lyngdorf TDAI-1120

All-in-one-System Lyngdorf TDAI-1120 im Test, Bild 1
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Kompakte All-in-one-Systeme gibt es mittlerweile einige, doch viele Hersteller scheitern an der Aufgabe, Fähigkeiten und Qualität zu einem wirklich attraktiven Preis anzubieten. Mit Lyngdorf nimmt ein weiterer Hersteller Anlauf, in dieser schwierigen Geräteklasse durchzustarten.

Das mit dem kompakt nehmen die Dänen schon einmal ernst bei ihrem neuesten Modell. Zwar ist er mit 30 Zentimetern Breite sicher nicht der schmalste Verstärker der Welt, doch der neue TDAI-1120 wirkt einfach erstaunlich klein. Über die Vorteile muss man sich natürlich nicht lange unterhalten. Die Geringen Abmessungen machen die Platzierung enorm einfach und das Gerät passt problemlos ins Regal, ins Rack oder auf ein Sideboard. Wie üblich legt Lyngdorf auch bei seinem Winzling Wert auf ein ansprechendes Design nach dänischem Stil. Darum wirkt der Verstärker wie eine komprimierte Version der großen TDAI-Modelle. Ein Display nimmt praktisch den gesamten linken Teil der Front ein, während zwei Drehregler die andere Hälfte der Vorderseite dominieren. Gerade der große Lautstärkeregler mit seiner, ihn umschlingenden Beleuchtung, macht durchaus etwas her. Der kleinere Regler dient dann zur Auswahl einer der unzähligen Quellen, die jeweils durch ihr eigenes, leuchtendes Symbol auf der Anzeige dargestellt werden. Stilvoll und ohne viel Spielerei übersetzt Lyngdorf hier seine elegante Designsprache gut in das Kompaktformat. Die Kunst ist es nun aber, ein kleines Gerät auch mit den nötigen Fähigkeiten auszustatten, von denen die meisten heute prinzipiell mit nur einer Verbindung erledigt sind. Bindet man den TDAI-1120 per WLAN oder Ethernet in ein Netzwerk ein, steht einem die Tür zur Welt der Musikwiedergabe schon einmal sperrangelweit offen. Mit vTuner ist ein umfangreicher Internetradiodienst mit an Bord, während Spotify mit der üblichen Connect Verbindung genutzt werden kann.

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Weitere Apps zur Medienwiedergabe lassen sich per AirPlay2 oder dem integrierten Chromecast-Empfänger mit dem TDAI-1120 nutzen. Dazu wird außerdem das Streaming per UPnP unterstützt und letztlich ist der kleine Lyngdorf auch noch Roon Ready zertifiziert. Damit kann er, zusammen mit anderen kompatiblen Geräten, auch mit dem umfangreichen Musikprogramm und dessen Remote App genutzt werden. Dennoch sollte man auch die herstellereigene Lyngdorf Remote App nutzten, um alle Fähigkeiten des Gerätes zentral steuern zu können. Diese ist ebenso modern gestaltet, wie das Gerät das sie bedient. Ein schmales Seitenmenü erlaubt Zugriff auf die unterschiedlichen Quellen. Im Hauptbildschirm wird der laufende Titel, inklusive Playerfunktionen angezeigt, während die Lautstärkereglung mit einem simulierten Rädchen umgesetzt ist, das erfreulich präzise Einstellungen erlaubt. Von der App gelangt man auch unkompliziert in das umfangreiche Browsermenü des TDAI-1120. Hier lassen sich zahlreiche Einstellungen bezüglich der Inputs, der Ausgabe, der Klangregelung und dem Netzwerk vornehmen. Dort ist man auch richtig, um die Vorzeigefunktion des kleinen Lyngdorf zu nutzen. Selbst bei seinem kleinsten System haben die Dänen nämlich ihre bekannte RoomPerfect Technologie verbaut. Die Raumkorrektur nimmt Veränderungen im Frequenzgang und dem Timing der ausgegeben Signale vor, so dass Beeinflussungen durch Raummoden, Wände und Möbel bekämpft werden sollen. Dabei wird selbstverständlich nicht einfach geraten, sondern gemessen. Lyngdorf geht dabei erneut in die Vollen und legt dem TDAI-11200 ein hochwertiges, kalibriertes Messmikrofon, inklusive passendem Ständer bei. Bei einem Gerät dieser Kategorie und Preisklasse ein Novum. Über einen eigenen Eingang wird das Mikro mit dem Gerät verbunden, woraufhin man per App den Messvorgang starten kann. Dazu werden etwa zwei Minuten lang unterschiedliche Testsignale von den Lautsprechern ausgegeben, bevor das System eigenständig ein korrigierte Signal errechnet. Bis zu fünf Hörpositionen können dabei als Fokuspunkt festgelegt und auf Wunsch abgerufen werden. Im Playerbildschirm der App besteht anschließend zu jeder Zeit die Möglichkeit, RoomPerfect zuzuschalten, oder zu umgehen und so das ursprüngliche Signal wiedergeben. Selbst in unserem, akustisch recht gut angepassten Hörraum, merkte man beim Umschalten einen deutlichen Unterschied zum ursprünglichen Klang. Nochmals druckvoller, präziser und mit mehr Tiefe präsentierte sich das All-in-one-System bei aktivierter Klangregelung. Zwar gibt es eigentlich kaum Grund, den TDAI-1120 ohne das Feature zu nutzen, doch auch im Bypass Modus bietet der kleine enorm engagierten Sound. Die Klänge von Alexis Ffrenchs „Evolution“ verteilten sich weit im Raum und ließen den Lyngdof deutlich größer aufspielen, als man es von einem Kompaktsystem erwartet. Feine Klänge von Harfen boten tolle Mikrodynamik, während das sachte Gleiten von Bögen über die Saiten der Streicher mit schönem Timbre aufwartete. Das Klavierspiel profitierte dann von der tollen Präzision des TDAI. Schnelle Anschläge, aus der Stille heraus, wirkten wunderbar plastisch und trafen stets genau auf den Punkt. Auch bei Musik der etwas härteren Gangart spielte das All-inone System frisch und lebendig auf. „Villains“ von Queens of the Stone Age überzeugte mit einer ordentlichen Portion Power im Bass, die erneut mit dem richtigen Maß an Präzision kombiniert wurde. Auch hier machte sich die gute Räumlichkeit und generelle Größe der Bühne wunderbar bemerkbar. Dank toller Transparenz entgeht einem kein Detail, egal ob von weiter hinten, oder direkt vor dem Hörplatz. So ist der TDAI-1120 durchaus in der Lage, auch größere Systeme mit Einzelkomponenten in die Tasche zu stecken. Lebendige Hintergrundbeschallung ist hier ebenso möglich wie konzentriertes Hören. Umso erstaunlicher ist es dabei, dass Lyngdorf hier auf eine klassische Konstruktion mit DAC-Chips verzichtet. Genau wie bei den anderen Geräten der TDAI-Serie auch, wird stattdessen auf eine vollständig digitale Signalverarbeitung gesetzt. Erst mit der Weitergabe der Signale an die Lautsprecher, wird es analog, da erst die Endstufen selbst, angetrieben vom Datenstrom des Systems, die eigentliche Konvertierung vornehmen. Auf diese Weise ist die Wiedergabe von Musikdateien in gängigen Formaten und mit Abtastraten von bis zu 192 kHz bei 24 Bit möglich. Da bieten moderne DAC-Chips tatsächlich noch etwas mehr, doch realistisch gesehen gibt es darüber hinaus eh kaum verfügbare Musik. Neben ihrer Fähigkeit zur Signalwandlung müssen die Verstärker aber eben auch Leistung liefern. Dabei hat Lyngdorf sein Kompaktsystem in dieser Hinsicht gut aufgestellt. Die Werksangabe von maximal 120 Watt bei 4 Ohm, wurde an unserem Messsystem merklich überboten. Beinahe 135 Watt standen am Ende auf der Anzeige, bevor der Grenzwert für Klirr überschritten wurde. Ganz linear entfaltete sich diese Leistung allerdings nicht, denn am unteren Ende passierte zunächst wenig. In der oberen Hälfte der Skala legte der TDAI-1120 dann aber richtig los. Größere Regallautsprecher und selbst kleinere Standboxen sollten dem kompakten Dänen keine Mühe bescheren. Beim TDAI-1120 bekommt man ein modern gestaltetes und bedienbares System, das für jede Form digitaler Musikwiedergabe geeignet ist. Dank HDMI mit ARC lässt sich sogar der Fernsehton über das Gerät ausgeben. Dabei profitieren alle Quellen von der aufwändigen Technik der Raumkorrektur, die es möglich macht, die Anlage genau dort aufzustellen wo man möchte, ohne mit klanglichen Einbußen leben zu müssen. Ein Paar Lautsprecher reicht hier aus, um ein vielseitiges und hochwertiges System auf wenig Raum entstehen zu lassen. Damit hat Lyngdorf die Messlatte für hochwertige Kompaktsysteme neu festgelegt.

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Lyngdorf TDAI-1120


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Ausstattung & technische Daten 
Preis in Euro: etwa 2.000 Euro 
Vertrieb: Drei H, Hamburg 
Telefon: 040 37507515 
Internet: www.3-h.de 
B x H x T: 300 x 101 x 260 mm 
Eingänge: 1 x Ethernet, WLAN, Bluetooth, 2 x S/PDIF koaxial, 2 x Toslink optisch, 1 x USB-A, 1 x HDMI (ARC), 2 x RCA Stereo (davon 1 x Phono), 1 x XLR Mikrofon (nur Messung) 
Unterstützte Formate: Gängige PCM-Formate 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x Lautsprecher Stereo, 1 x RCA Stereo 
Leistung: etwa 69 Watt an 8 Ohm, etwa 134 Watt an 4 Ohm 
checksum „Kleines Gerät, großer Sound. Lyngdorf bietet mit dem TDAI-1120 eines der besten Kompaktsysteme auf dem Markt. Modernes Design und aufwändige Technik, bieten in jedem Raum und von jeder Quelle ein tolles Musikerlebnis.“ 
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
Kontakt E-Mail
Datum 23.10.2020, 14:59 Uhr
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Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
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Jüngst veröffentlichte die gfu den HEMIX Home Electronics Martkt Index für die ersten drei Quartale 2021. Demnach hat der Markt für Home Electronics sich weiter positiv entwickelt und zum Vorjahr 6,9 Prozent zugelegt. Hauptumsatzbringer waren dabei neben der weißen Ware die privat genutzten IT-Produkte mit +8,1 % und die Telekommunikation mit +7,1 %. Bei den TV-Geräten sank die Stückzahl zwar um 14,9 %, doch durch den stark gestiegenen Durchnittspreis (+16,8 %) blieb der Umsatz im TV-Segment nahezu konstant auf hohem Niveau (-0,6 %).
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Elmar Michels - Ressort Car Hifi
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Ressort Car Hifi
Car Hifi 1/2022

Sie werden es beim Download nicht gemerkt haben, doch diese CAR&HIFI ist die dickste seit langem. Neben jeder Menge Tests enthält diese Ausgabe wieder die im letzten Jahr eingeführte Preisverleihung an die besten Geräte des Jahres. Unter der Rubrik Product of the Year finden sie auf 25 Extraseiten die bestklingenden, leistungsfähigsten und highendigsten Geräte aus unserem Testfuhrpark oder auch Produkte, die uns durch ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, Einsteigerfreundlichkeit oder Cleverness aufgefallen sind.
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Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
Ressort
High-End
LP 01/2022

Wir begrüßen Sie herzlich zur neuen Ausgabe unseres Analogmagazins "LP". Der Titel verrät bereits, dass wir uns für dieses Heft mit dem neuen luftgelagerten Bergmann-Plattenspieler auseinandergesetzt haben. Hinzu gesellen sich Testberichte zu zwei sehr exklusiven Verstärkerkombinationen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Grandinote aus Italien verblüfft mit einem exotischen Halbleiterkonzept, Air Tight legt die Messlatte in Sachen Röhrentechnik höher. Hinzu gesellen sich zwei interessante Phonovorstufen, ein weiterer extremer Röhrenvollverstärker und eine ganze Reihe anderer Komponenten, die Sie bestimmt interessieren werden.
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Klang & Ton 1/2022

In dieser Ausgabe geht es tief hinunter: Zum ersten Mal in einem langen Zeitraum gibt es mal wieder einen Subwoofer von der Klang+Ton. Und deswegen haben wir es auch gleich richtig gemacht: Ein mächtiger 21-Zoll-Treiber und dazu ein DSP-Verstärkermodul mit gut 1000 Watt in schlanken 150 Litern: So gehen im Heimkino 19 Hertz und im Musikbetrieb unkomprimierte 120 Dezibel - dass sollte fürs erste reichen.
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