Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Beamer

Einzeltest: BenQ TH535


Heller Geselle

17948140_17948_2

Manchmal muss es einfach heller sein. Insbesondere, wenn im hellen Wohnzimmer oder gar draußen projiziert werden soll, geht allerdings die zusätzlich erforderliche Lichtausbeute schnell zu Lasten der Farbtreue. Nicht so beim BenQ TH535, der bleibt immer nah am Normfarbraum und liefert selbst im Sparmodus noch eine enorme Lichtausbeute. Grund genug für uns, da mal genauer hinzuschauen.

Der TH535 kostet gerade mal die Hälfte eines günstigen 4K-fähigen Projektors. Der hat dann zwar eine deutlich höhere Auflösung, sieht aber im Vergleich ziemlich düster aus, ist also eher was fürs dunkle Wohnzimmer oder gar das Heimkino. Der TH535 kommt mit FullHD Auflösung aus und kann damit selbst auf der Terrasse ordentlich punkten, zumindest abends. 

Anschlussfreudig


Der TH535 ist recht schnell eingerichtet, mit dem 1,2-fachen optischen  Zoom lässt sich die gewünschte Bildgröße ohne Auflösungsverluste einstellen. Der ebenfalls verfügbare digitale Zoom erweitert zwar den Einstellbereich, das geht aber zu Lasten der Auflösung. Zur Einstellung der korrekten vertikalen Neigung gibt es vorn ein Rändelrad, mit dem diese justiert werden kann. Darüberhinaus sind auch die beiden hinteren Füße leicht in der Höhe verstellbar. Auf der Rückseite findet sich eine ganze Reihe Anschlussbuchsen, darunter auch viele für analoge Geräte. Neben zwei HDMI-Eingängen stehen ebenfalls zwei VGA-Eingänge zur Verfügung, außerdem gibt es einen VGA-Ausgang. Hier kann man für einen zweiten Beamer oder einen Monitor das durchgeschleifte Video-Signal abzweigen. Der BenQ wird damit zu einer kleinen aber gut ausgestatteten Schaltzentrale, selbst der Ton kann separat eingespeist und auch abgenommen werden. Dem Einsatz im Wohnzimmer oder draußen sind damit kaum Grenzen gesetzt, an den verfügbaren Schnittstellen mangelt es jedenfalls nicht, für die Lichtausbeute und die Bildqualität gilt das gleiche. 



Setup und Bildqualität


Schon beim ersten Einschalten wird klar, worin die Stärke des TH535 besteht: er ist hell, sehr hell, die Lichtausbeute beträgt auf dem Papier satte 3500 ANSI Lumen und das nimmt man ihm beim ersten Blick auf die Leinwand ohne weiteres ab, das hinzugezogene Mess-Equipment bestätigt dann auch diesen ersten Eindruck. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken, das Bild hat einen starken Blaustich, den wollen wir allerdings nicht habe, damit macht noch nicht einmal das Verfolgen eines Fußballspieles auf der Leinwand Spaß. Flugs wird der Bildmodus des Beamers von Präsentation auf Kino umgestellt, mit Erfolg; das Bild wird natürlich etwas dunkler, dafür kommen nun mehr Farben als grün und blau ins Spiel. Im nächsten Schritt stellen wir die Lampe vom Smart Eco in den Sparbetrieb um. Der Smart Eco ist eine dynamische Einstellung, hier wird die Lampe bei überwiegend hellen Bildinhalten hochgeregelt, während sie bei eher düsteren Bildern heruntergeregelt wird. Das spart zum Einen Strom, zumindest im Vergleich zum hellen Standardbetrieb, ist jedoch bei der Projektion von Filmen oder Sportereignissen eher lästig. Zu Häufig muss die Lampe hin und her regeln, vor allem bei schnellen Umschnitten kommt sie da kaum mit.

Um das zu vermeiden, haben wir im nächsten Schritt die Lampe in den Sparmodus gestellt, was eine konstante Bildhelligkeit zur Folge hat, und außerdem den Lüfter geräuschmäßig im Zaum hält, der bleibt dann knapp unterhalb von 30 dB. Genug Licht liefert der BenQ trotzdem, mit über 1200 ANSI Lumen ist man selbst im kaum abgedunkelten Wohnzimmer auf der sicheren Seite. Dem immer noch vorhandenen Blaustich, der aus einer Farbtemperatur von 7300 Kelvin resultiert, kommen wir mit der Einstellung „warm“ für die Farbtemperatur bei. Die Farbreproduktion kann sich nun schon sehen lassen, unser Calman Messsystem bestätigt unseren Eindruck; die Farbtemperatur ist mit 6700 Kelvin nur knapp über dem Soll von 6500 Kelvin. So muss das sein, denn an der Abdeckung des Normfarbraumes ändert sich auch mit den anderen vorgenommenen Einstellungen nicht viel; die leichte Tendenz von Grün in Richtung Gelb ist spezifisch für Beamer, die besonders hell projizieren, und gleichzeitig das Budget nicht überstrapazieren sollen. Ansonsten liefert der TH535 auf Wunsch ein knallhelles Bild mit natürlichen Farben, da ist sogar noch Luft für eine kontrastreiche 3D-Performance drin.

Fazit

Die hohe Lichtausbeute des BenQ TH535 geht mit einer akkuraten Farbdarstellung einher, was keine Selbstverständlichkeit ist. Darüberhinaus bietet er ein Anschlussfeld, welches keine Wünsche offen lässt, weder digital noch analog. Er zeichnet sich damit als echter Problemlöser aus, weder helle Räume noch exotische, analoge Quellen stehen einem Großbilderlebnis im Wege.

Bezugsquellen

Amazon
Conrad
notebooksbilliger.de
BenQ Shop
BenQ Produktseite

Preis: um 580 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
BenQ TH535

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

-

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 580 
Vertrieb Benq, Oberhausen 
Telefon 0208 409420 
Internet www.benq.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 3500 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1265 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.66/1265 
ANSI-Kontrast 172:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 1917:1 
Ausleuchtung (in %) 94 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.74/3.28 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,37 - 1,64:1/1.2 
Gamma (D65) 2.22 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 33.3/9.9/21.5/2.42 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,5 W/255 W / 200 W (Sparmodus) 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 203 W 
Preis Ersatzlampe 125 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 5000 / 10000 (Smart Eco) / 15000 (Lamp Save)/3 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP 0.65’’ DC3 
Native Auflösung 1920 x 1080 
3D-Verfahren Frame-Packing, Side-by-Side, Top-and-Bottom, Frame Sequential 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x cinch/1 x Hosiden 
...Komponenten/ SCART 1 x (Sub-D 15 pin)/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 2 x Sub-D 15 pin/ Ja / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Nein / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Vertikal +/- 40°‎ 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Nein 
Formatumschaltung Natives 16:9 (5 Einstellungen für das Seitenverhältnis wählbar)‎ 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Nein 
Signalkompatiblität 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p, 2160p‎ 
Besonderheiten analoge Eingänge, VGA-Ausgang 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hohe Lichtausbeute 
+ sehr gute Farbreproduktion 
-
Klasse Oberklasse 
Neu im Shop:

Raumakustik, Schallabsorber: 15% Rabattaktion

>> Mehr erfahren
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Markt für Consumer Electronics und Hausgeräte wächst trotz Pandemie

In diesen turbulenten Zeiten gibt es auch noch gute Nachrichten, wie eine aktuelle Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH) belegt. Demnach entwickelt sich der Home Electronics Markt (Consumer Electronics und Elektrohausgeräte) entgegen früherer Prognosen durchaus positiv. Entsprechend erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzzuwachs um rund drei Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die erste Prognose vom Jahresanfang 2020 belief sich auf rund 43 Milliarden Euro. Gemäß der aktuellen gfu Prognose wird die Consumer Electronics-Sparte um rund vier Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro (zuvor knapp 28 Mrd. Euro), der Elektrohausgeräte-Bereich (Elektro-Groß- und -Kleingeräte) um knapp zwei Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen.
>> Alles lesen

Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
No-Name vs. Marke

Preisgünstige Produkte müssen nicht zwingend schlecht sein. In der Lebensmittelbranche beispielsweise kommt es vor, dass ein und dasselbe Produkt unter einem teuren Markenlabel sowie deutlich günstiger als No-Name im gleichen Supermarkt-Regal stehen. Doch wie verhält es sich bei Elektronik-Geräten?
>> Alles lesen

Dirk Weyel
DAB+, Digitales Fernsehen
DAB+ Angebot wächst

Das Angebot an DAB+-Radiosendern wurde mit dem Start des zweiten bundesweiten Multiplexes um acht zusätzliche Programme erweitert. Damit sind neben den regionalen Angeboten via DAB+ nun 21 Radioprogramme bundesweit zu empfangen.
>> Alles lesen

Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Wohnmobil-Entertainment

Wohnmobile sind schwer angesagt und auch das Thema Entertainment wird bei Campern immer wichtiger. Daher ist die Nachrüstung von Campern auch hier bei uns ein Thema.
>> Alles lesen

Philipp Schneckenburger
Ressort Hifi und digitales Hifi
Kabellos guter Klang

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden langsam aber sicher wieder zurückgefahren und das schöne Wetter zieht die Menschen nach draußen. Ob im Garten, beim Joggen, oder im Park darf bei vielen Leuten die Musik per Bluetooth-Kopfhörer oder Lautsprecher nicht fehlen. Auf einige Dinge sollte man aber achten.
>> Alles lesen

Thomas Schmidt
Chefredakteur Hifi-Lautsprecher Testjahrbuch
Lautsprecher-Selbstbau 2020

In meinen Jugendzeiten war das Hauptargument für den Lautsprecher-Selbstbau der Kostenfaktor: Ausgewachsene Hifi-Boxen konnten wir uns nicht leisten, also schraubten wir billige Chassis von der Resterampe in irgendwelche Spanplattenkisten und nannten ein paar zufällig zusammengewürfelte Bauteile Frequenzweiche. Die Endergebnisse von damals möchte ich heute nicht vor dem Messmikrofon haben - Spaß gemacht hat es trotzdem.
>> Alles lesen

Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Heimkino Aktuell
Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 06.06.2019, 10:50 Uhr