Kategorie: Beamer

Einzeltest: BenQ TH535


Heller Geselle

Beamer BenQ TH535 im Test, Bild 1
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Manchmal muss es einfach heller sein. Insbesondere, wenn im hellen Wohnzimmer oder gar draußen projiziert werden soll, geht allerdings die zusätzlich erforderliche Lichtausbeute schnell zu Lasten der Farbtreue. Nicht so beim BenQ TH535, der bleibt immer nah am Normfarbraum und liefert selbst im Sparmodus noch eine enorme Lichtausbeute. Grund genug für uns, da mal genauer hinzuschauen.

Der TH535 kostet gerade mal die Hälfte eines günstigen 4K-fähigen Projektors. Der hat dann zwar eine deutlich höhere Auflösung, sieht aber im Vergleich ziemlich düster aus, ist also eher was fürs dunkle Wohnzimmer oder gar das Heimkino. Der TH535 kommt mit FullHD Auflösung aus und kann damit selbst auf der Terrasse ordentlich punkten, zumindest abends. 

Anschlussfreudig


Der TH535 ist recht schnell eingerichtet, mit dem 1,2-fachen optischen  Zoom lässt sich die gewünschte Bildgröße ohne Auflösungsverluste einstellen. Der ebenfalls verfügbare digitale Zoom erweitert zwar den Einstellbereich, das geht aber zu Lasten der Auflösung.

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Zur Einstellung der korrekten vertikalen Neigung gibt es vorn ein Rändelrad, mit dem diese justiert werden kann. Darüberhinaus sind auch die beiden hinteren Füße leicht in der Höhe verstellbar. Auf der Rückseite findet sich eine ganze Reihe Anschlussbuchsen, darunter auch viele für analoge Geräte. Neben zwei HDMI-Eingängen stehen ebenfalls zwei VGA-Eingänge zur Verfügung, außerdem gibt es einen VGA-Ausgang. Hier kann man für einen zweiten Beamer oder einen Monitor das durchgeschleifte Video-Signal abzweigen. Der BenQ wird damit zu einer kleinen aber gut ausgestatteten Schaltzentrale, selbst der Ton kann separat eingespeist und auch abgenommen werden. Dem Einsatz im Wohnzimmer oder draußen sind damit kaum Grenzen gesetzt, an den verfügbaren Schnittstellen mangelt es jedenfalls nicht, für die Lichtausbeute und die Bildqualität gilt das gleiche. 



Setup und Bildqualität


Schon beim ersten Einschalten wird klar, worin die Stärke des TH535 besteht: er ist hell, sehr hell, die Lichtausbeute beträgt auf dem Papier satte 3500 ANSI Lumen und das nimmt man ihm beim ersten Blick auf die Leinwand ohne weiteres ab, das hinzugezogene Mess-Equipment bestätigt dann auch diesen ersten Eindruck. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken, das Bild hat einen starken Blaustich, den wollen wir allerdings nicht habe, damit macht noch nicht einmal das Verfolgen eines Fußballspieles auf der Leinwand Spaß. Flugs wird der Bildmodus des Beamers von Präsentation auf Kino umgestellt, mit Erfolg; das Bild wird natürlich etwas dunkler, dafür kommen nun mehr Farben als grün und blau ins Spiel. Im nächsten Schritt stellen wir die Lampe vom Smart Eco in den Sparbetrieb um. Der Smart Eco ist eine dynamische Einstellung, hier wird die Lampe bei überwiegend hellen Bildinhalten hochgeregelt, während sie bei eher düsteren Bildern heruntergeregelt wird. Das spart zum Einen Strom, zumindest im Vergleich zum hellen Standardbetrieb, ist jedoch bei der Projektion von Filmen oder Sportereignissen eher lästig. Zu Häufig muss die Lampe hin und her regeln, vor allem bei schnellen Umschnitten kommt sie da kaum mit. Um das zu vermeiden, haben wir im nächsten Schritt die Lampe in den Sparmodus gestellt, was eine konstante Bildhelligkeit zur Folge hat, und außerdem den Lüfter geräuschmäßig im Zaum hält, der bleibt dann knapp unterhalb von 30 dB. Genug Licht liefert der BenQ trotzdem, mit über 1200 ANSI Lumen ist man selbst im kaum abgedunkelten Wohnzimmer auf der sicheren Seite. Dem immer noch vorhandenen Blaustich, der aus einer Farbtemperatur von 7300 Kelvin resultiert, kommen wir mit der Einstellung „warm“ für die Farbtemperatur bei. Die Farbreproduktion kann sich nun schon sehen lassen, unser Calman Messsystem bestätigt unseren Eindruck; die Farbtemperatur ist mit 6700 Kelvin nur knapp über dem Soll von 6500 Kelvin. So muss das sein, denn an der Abdeckung des Normfarbraumes ändert sich auch mit den anderen vorgenommenen Einstellungen nicht viel; die leichte Tendenz von Grün in Richtung Gelb ist spezifisch für Beamer, die besonders hell projizieren, und gleichzeitig das Budget nicht überstrapazieren sollen. Ansonsten liefert der TH535 auf Wunsch ein knallhelles Bild mit natürlichen Farben, da ist sogar noch Luft für eine kontrastreiche 3D-Performance drin.

Fazit

Die hohe Lichtausbeute des BenQ TH535 geht mit einer akkuraten Farbdarstellung einher, was keine Selbstverständlichkeit ist. Darüberhinaus bietet er ein Anschlussfeld, welches keine Wünsche offen lässt, weder digital noch analog. Er zeichnet sich damit als echter Problemlöser aus, weder helle Räume noch exotische, analoge Quellen stehen einem Großbilderlebnis im Wege.

Bezugsquellen

Amazon
Conrad
notebooksbilliger.de
BenQ Shop
BenQ Produktseite

Preis: um 580 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

BenQ TH535

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

06/2019 - Thomas Johannsen

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 580 
Vertrieb Benq, Oberhausen 
Telefon 0208 409420 
Internet www.benq.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 3500 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1265 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.66/1265 
ANSI-Kontrast 172:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 1917:1 
Ausleuchtung (in %) 94 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.74/3.28 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,37 - 1,64:1/1.2 
Gamma (D65) 2.22 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 33.3/9.9/21.5/2.42 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,5 W/255 W / 200 W (Sparmodus) 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 203 W 
Preis Ersatzlampe 125 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 5000 / 10000 (Smart Eco) / 15000 (Lamp Save)/3 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP 0.65’’ DC3 
Native Auflösung 1920 x 1080 
3D-Verfahren Frame-Packing, Side-by-Side, Top-and-Bottom, Frame Sequential 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x cinch/1 x Hosiden 
...Komponenten/ SCART 1 x (Sub-D 15 pin)/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 2 x Sub-D 15 pin/ Ja / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Nein / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Vertikal +/- 40°‎ 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Nein 
Formatumschaltung Natives 16:9 (5 Einstellungen für das Seitenverhältnis wählbar)‎ 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Nein 
Signalkompatiblität 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p, 2160p‎ 
Besonderheiten analoge Eingänge, VGA-Ausgang 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hohe Lichtausbeute 
+ sehr gute Farbreproduktion 
-
Klasse Oberklasse 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 06.06.2019, 10:50 Uhr
Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
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  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
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