Kategorie: Beamer

Test UHD-HDR-DLP-Laser-Projektor · Hisense XR10


Modernes Heimkino

Beamer Hisense XR10 im Test, Bild 1
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Wir kennen sie noch, die amtlichen Beamer fürs ebenso amtliche Heimkino, und zwar als große, zumeist schwarze Boliden mit Motor-Optik zum Einstellen von Zoom, Bildlage und Schärfe bequem vom Sessel aus. Nicht, dass diese Zeiten vorbei sind, nur einige Beamer sehen weniger nach Boliden aus, sind mittlerweile Smart-TV-fähig und meistens sogar bedeutend heller als die Altvorderen. Zumindest der neue XR10 von Hisense erfüllt all diese Bedingungen problemlos und bringt noch einige zusätzliche technische Innovationen mit.

Das quaderförmige Gehäuse des XR10* mit seiner unübersehbaren Optik hat bewusst Ähnlichkeit mit einer klassischen Kamera vom schwedischen Hersteller Hasselblad. Vielleicht hat man sich deshalb bei Hisense dazu entschlossen, ein nicht nur optisch passendes Stativ als Zubehör anzubieten.

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Beamer Hisense XR10 im Test, Bild 8
Der schöne Rollkoffer verstaut den XR10 sicher beim Transport, er gehört standardmäßig zum Lieferumfang
Wir bekamen den Beamer zum Testen ohne Stativ, dafür wird das Gerät standardmäßig im massiven Rollkoffer mit Echtleder-Applikationen ausgeliefert. Dank Rollen und ausziehbarem Griff lässt sich der XR10 darin auch auf Reisen mitnehmen. Obwohl wir sein Einsatzgebiet eher im ambitionierten Wohnzimmer- oder gar im Heimkino sehen. Tatsächlich verbergen sich im bronzefarbenen Gehäuse im Retrolook einige technische Highlights, die man bislang im Beamer vergeblich suchte. Zwar sind würfelförmige Gehäuse bei Beamern längst keine Seltenheit mehr, und auch ausgewachsene Smart-TV-Systeme findet man immer häufiger, einen Laser mit Flüssigkeitskühlung als Lichtquelle zu nutzen war uns bislang allerdings noch nicht untergekommen. Wenn man genau hinschaut, kann man die entsprechenden Röhren sogar durch die wenigen transparenten Gehäuseteile hindurch erkennen.

Hightech im Verborgenen


Beamer Hisense XR10 im Test, Bild 5
Das passende Stativ gibt es optional zum XR10 dazu
Das Stativgewinde auf der Unterseite des XR10 hatten wir bereits erwähnt, der solide anmutende Objektiv-Ring ist dagegen reine Attrappe, oder eher Design-Applikation. Die Optik ist bündig ins Gehäuse eingebaut und verfügt über eine komplette Motorsteuerung. Das heißt, dass sich sowohl der Zoom als auch der Fokus und sogar der Lensshift komplett über die Fernbedienung steuern lassen. Die Motor-Optik umfasst einen Zoom-Bereich von 1:2.38 und zeigt sich dadurch besonders flexibel was den Abstand zur Leinwand betrifft. So lässt sich ein Bild von zwei Metern Breite aus einer Entfernung zwischen 1,70 bis vier Metern realisieren. Zwei Meter Bildbreite entsprechen der Bilddiagonalen eines 90-Zoll-Fernsehers!
Durch den weiten Zoombereich eignet sich der XR10 sowohl für kleinere Räume als auch für das große Heimkino, und zwar ohne Einbußen in der Auflösung beispielsweise durch digitalen Zoom oder rein digitale Bildkorrekturen. Damit das Bild bei allen Abständen und bis in die Ecken hinein scharf bleibt, hat Hisense eine besonders aufwändige Optik komplett mit Glaslinsen eingesetzt. Trotz oder gerade wegen dieses enormen Aufwandes, arbeitet die Technik weitgehend im Verborgenen, denn ob Flüssigkeitskühlung oder motorisierte Glasoptik, wir staunen allenfalls über das besonders helle Bild, die leise Lüftung und die smoothe Bildkorrektur.

Installation und Bedienung


Hat man einmal das Bild auf die Leinwand ausgerichtet, geht der Rest quasi von alleine. Trapezkorrektur und Fokus, also Bildschärfe, kann man nämlich wahlweise automatisch korrigieren lassen oder aber in feinsten Schritten per Hand über die Fernbedienung. Allein zur Einstellung der Bildgröße und der Bildlage, muss man etwas tiefer ins Menü einsteigen, was durchaus schwierig sein kann, vor allem, wenn man die Menüpunkte nicht so leicht findet, weil sie sich eben noch außerhalb der Leinwand befinden. Das war es allerdings auch schon an Kritik, denn darüber hinaus erlaubte sich der XR10 in unserem Test keine Schwächen. Beim installierten Smart-TV-System bedient sich Hisense im eigenen Haus und zwar in der TV-Abteilung. Beim XR10 kommt VIDAA U9 OS zum Einsatz. Der Homescreen ist wie gewohnt übersichtlich, und weicht erfrischend vom üblichen Android-Einerlei ab, ohne dass man als Anwender mit der Oberfläche fremdelt. Dienste wie Netflix, Disney+, Prime Video und Youtube sind bereits vorinstalliert und lassen sich sogar ohne Umschweife per Direkttasten auf der Fernbedienung abrufen. Als Sprachassistenten stehen sowohl Alexa als auch der Google Assistant zur Verfügung, oder man nutzt die hauseigene VIDAA Voice. Weitere Apps können jederzeit aus dem VIDAA-Pool nachinstalliert werden.

Setup und Bildqualität


Bereits bei anderen Beamern von Hisense konnten wir die akkurate Bildwiedergabe bewundern, der XR10 ist da keine Ausnahme. Dabei passen die Voreinstellungen in den meisten Fällen bereits alle wichtigen Parameter, wie Farbtemperatur Farbraum und auch die Auflösung an die Umgebung an. Genau dafür wurden sie unmissverständlich benannt. Aus den Presets Standard, Filmmaker, Kino Tag, Kino Nacht, Dynamisch, Sport wählen wir den Modus Kino Nacht aus, da es am ehesten den Lichtverhältnissen in unserem Messraum entspricht. Automatisch ändern sich sämtliche Bildmodi bei entsprechenden Inhalten in die HDR-Pendants, was wir natürlich ebenfalls messtechnisch erfassen. Ohne weitere Einstellungen vornehmen zu müssen, präsentiert uns der Hisense eine absolut normgerechte Farbtreue. Selbst der erweiterte BT.2020 Farbraum, der bei HDR-Inhalten gefordert wird vom XR10 perfekt abgebildet. Die Abbildung des HDTV-Normfarbraumes BT.709 schüttelt er dann quasi locker aus dem Ärmel. Lediglich die Gammakurve entspricht bei der HDRWiedergabe nicht ganz den Anforderungen, sie müsste deutlich steiler verlaufen. Frappierend ist nicht nur die tolle Farbwiedergabe, sondern auch die Lichtausbeute, die damit einhergeht. Zwar bringt der Hisense nominell schon stattliche 6000 Lumen an die Leinwand, dennoch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass bei farboptimierten Einstellungen immer noch um die 3000 Lumen ankommen. Eine mehrstufig arbeitende Iris, die ebenfalls in der Optik sitzt, sorgt auf der anderen Seite dafür, dass die dunklen Bildanteile auch wirklich dunkel bleiben, was dann wiederum für enorme Kontrastwerte sorgt. Das tut sie in der Tat nahezu unhörbar.

Beamer Hisense XR10 im Test, Bild 9
Im Standard-Bildmodus und Laserhelligkeit 7 von 10 liefert der XR10 auf jeden Fall schon ein helles, sehr farbtreues Bild. Die Farbtemperatur liegt allerdings deutlich unter der Norm von 6500 Kelvin, nämlich im Schnitt gerade einmal bei 5700 Kelvin A. Der Farbraum steht im Menü auf den erweiterten Einstellungen, und prompt deckt der Hisense auch den erweiterten BT.2020 nahezu komplett ab B. Die Farbabweichungen mit einem DeltaE von fast 17 fallen ziemlich hoch aus C. Die Gammakurve liegt dagegen mit 1.92 gar nicht mal so weit vom Soll entfernt D.
Beamer Hisense XR10 im Test, Bild 10
Im Bildmodus „Kino Nacht“, der extra für das dunkle Heimkino gedacht ist, und damit zu unserem Messraum passt, bleibt die Laserhelligkeit auf 7, die Farbtemperatur stellen wir auf „warm1“ ein. Die Farbtemperatur liegt nun mit 6585 Kelvin im Schnitt absolut im Soll, die wenigen Ausreißer kann man getrost vernachlässigen A. Der HDTV-Normfarbraum BT709 wird nun zu 100 Prozent abgedeckt B. Die Farbabweichungen mit einem DeltaE von 4,04 fallen kaum ins Gewicht C. Der Gammawert liegt wie nach Lehrbuch bei 2.23, und folgt der gewünschten Kurvenform D.
Beamer Hisense XR10 im Test, Bild 11
Schließlich aktivieren wir den HDR-Modus unseres Bildgenerators, der Hisense XR10 stellt sich automatisch in den HDR Kino Nacht Modus um, die Laserhelligkeit wandert automatisch auf 10 und der Gammawert ist nun nicht mehr beeinflussbar. Die Farbtemperatur bleibt bei knapp 6000 Kelvin leicht unterhalb der geforderten 6500 Kelvin A. Als Farbraum haben wir wiederum den erweiterten BT.2020 im Menü ausgewählt, den der Hisense auch anstandslos zu 100 Prozent abdeckt B. Die Farbabweichungen liegen nunmehr bei einem DeltaE von über 10, was jedoch hauptsächlich dem Weißwert zuzuschreiben ist C. Der Gammawert liegt bei 0,66, allerdings ist die Kurve deutlich zu fl ach, hier ist selbst die Konkurrenz aus eigenem Hause besser, wie wir am C1 schon sehen konnten D.

Audio geht extra


Bei solch einem Bild kann es für die Tonabteilung zur echten Herausforderung Herausforderung werden, qualitativ mitzuhalten. Das Potential hat der Hisense allemal, schließlich ist ein potentes 2.1-Lautsprecherset eingebaut. Insgesamt 31 Watt verteilen sich auf insgesamt zwei 8-Watt- und einem 15-Watt-Treiber. Dolby Audio und DTS Virtual:X werden unterstützt, so dass der XR10 auch tontechnisch weitgehend autark agieren kann.

Beamer Hisense XR10 im Test, Bild 7
Wie beim Fernseher: Drei HDMI-Schnittstellen, mit eARC und Gaming-Kompetenz
Darüber hinaus lässt er sich auch problemlos mit externen Lösungen verbandeln. Hierzu stehen neben einer digitalen und einer analogen Schnittstelle auch eine HDMI-Schnittstelle mit eARC-Unterstützung zur Verfügung. Dort lässt sich eine Soundbar oder Ähnliches anschließen, um dann beide Geräte mit nur einer Fernbedienung zu steuern. Dadurch passt der Hisense XR10 sowohl mit dem Bild, als auch soundmäßig ins Heimkino.

Fazit

Hightech, die man nicht sieht, die aber ein ganz besonderes Heimkino-Erlebnis hervorzaubern kann. Genau das ist Hisense mit dem XR10 gelungen. Wie eingangs bereits angedeutet, sehen wir den XR10 tatsächlich im Heimkino, obwohl einige Features auch für einen mobilen Einsatz stehen. Eigentlich ist er dafür aber viel zu schade. 


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Kategorie: Beamer

Produkt: Hisense XR10

Preis: um 5000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


7/2026
4.5 von 5 Sternen

Referenzklasse
Hisense XR10

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Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

5 von 5 Sternen

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie UHD-HDR-DLP-Laser-Projektor 
Vertrieb Hisense Gorenje Germany, Garching 
Telefon 089 502070 
Internet www.hisense.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 6000 
Lumen (gemessen im Eco-Modus) 3170 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.1/3170 
ANSI-Kontrast 390:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 31700:1 
Ausleuchtung (in %) 97 
Betriebsgeräusch (0,5 m/dB(A), in dB) < 30dB (eco) 
min. / max. Abstand (bei 2 m Bildbreite, in m) 1.68/4 
Projektionsverhältnis / Zoomfaktor 0,84-2,0:1 /2.38 
Gamma 2,23 / 0,66 (HDR) 
Abmessungen B x H x T (in cm) 29.3/21.3/27.3 
Gewicht (in kg) 10.6 
Stromverbrauch 270 W, 197 W (Laser7) 
Lampenart / Lampenleistung (in Watt) Laserdiode (TriChroma RBG) 
Preis Ersatzlampe nicht notwendig, da Laser 
Lebensdauer Lampe (in Std) Standard / Eco / Kosten pro Std (in Cent) 20.000 / 25.000 
Kosten pro Std (in Cent)
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP 0.47” SST 
Native Auflösung 1920 x 1080 (3840 x 2160 E-Shift) 
Anschlüsse:
HDMI 3 (HDMI 2 ARC, 2 und 3 ALLM) 
Audio / 12 Volt Trigger / RS-232C Ja / Nein / Nein 
Full HD Ja 
Motorischer Zoom / Fokus Ja / Ja 
Rückpro / Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich ert.: +/-130% Hori.: +/-46% 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Ja 
Formatumschaltung – 
Fernbedienung / beleuchtet Ja / Nein 
Signalkompatiblität Pal, SECAM, NTSC, HDTV 720p, 1080i, 1080p, 4K UHD, EDTV 480p, 576p 
Besonderheiten VIDAA U9 OS (Google Voice Assistant), dynamische Iris, 
+ akkurate Wiedergabe des erweiterten Normfarbraumes 
+ vollmotorisierte Optik, großer Zoom-Bereich 
+ vollmotorisierte Optik 
Klasse High End 
Preis/Leistung sehr gut 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 31.07.2026, 14:53 Uhr
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