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Kategorie: Beamer

Einzeltest: Epson EH-TW9400W


„W“ wie weiß und wireless

Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 1
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Hier ist es nun, das Flaggschiff aus dem Hause Epson. Der EH-TW9400W in Weiß und mit einer kleinen Box zur drahtlosen Übertragung von 4K-Inhalten und noch so einiges mehr. Der Beamer basiert natürlich auf dem bewährten 9000er-Chassis, das schon einige Entwicklungen mitgemacht hat. Wir waren also gespannt, wie viel Modellpflege Epson an dieser bewährten Grundlage betrieben hat; eines ist allerdings schon mal sicher, der UVP ist gegenüber dem Vorgänger noch mal gesunken.

Viel hat sich gegenüber dem Vorgänger, dem EH-TW9300 nicht geändert, weder offensichtlich noch versteckt. Einzig das Menü hinterlässt einen überarbeiteten Eindruck, ansonsten liegen die Änderungen eher im Detail, nicht mal die Lampenleistung wurde aufgebohrt, was allerdings auch nicht notwendig war. Wenn man überhaupt von Verbesserungen sprechen kann, ist der TW9400W noch mal einfacher abzustimmen und das Farbmanagement arbeitet noch akkurater, als das beim Vorgänger der Fall war.

Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 2Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 3Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 4Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 5Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 6Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 7Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 8Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 9Beamer Epson EH-TW9400W im Test, Bild 10
 

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UHD Wireless


Neben dem weißen Gehäuse, steht das „W“ beim 9400W auch für wireless. Dazu legt Epson dem W-Modell schon seit Längerem ein Kästchen bei, welches es in sich hat, mit jeder Generation mehr. Zu Zeiten der Full-HD-Projektion war es schon sehr praktisch, eine drahtlose Übertragung des HDMI-Signals von gleich vier Quellen zum Beamer realisieren zu können. Box und Beamer haben mittlerweile dazugelernt, seit einiger Zeit ist nun auch die zuverlässige Übertragung größerer Bandbreiten, wie sie für 4K und HDR erforderlich sind, möglich. Die kleine Box ist dabei der Sender, der mit bis zu 4 x 4K-Quellen verbunden werden kann. Im Beamer befindet sich als Gegenstück der Empfänger, an den die kleine Box die Videosignale weiterreicht. Die Eingangs-Taste „WirelessHD“ auf der Fernbedienung des Beamers schaltet das Signal aus der Sendebox zu. Nun wird auch klar, wozu die Klappe an der Rückseite des Beamers gut ist, denn die deckt die Anschlüsse komplett ab, ohne auch nur den Durchlass für ein einziges Kabel zu bieten. Wenn die WiHD-Box zum Einsatz kommt, werden quasi sämtliche Schnittstellen des Beamers auf die Funkstrecke verlegt und aus dem Beamer ausgelagert. Zu den Schnittstellen, die jetzt in der Wireless-Box sind, gehören neben den HDMI-Eingängen auch der VGA-Eingang, der Triggerausgang, die RS-232C-, sowie die USB-2.0-Type-B- (nur für Service) und -Typ-A-Buchsen. Eine Einschränkung gibt es allerdings doch; die Box kann nur Datenraten bis 10,5 Gbps verschicken, das reicht nicht für UHD-Inhalte mit 60 Hz, wie sie beispielsweise vom Amazon- oder Netflix-Streamingdienst angeboten werden. Hierzu muss der Beamer wieder direkt verkabelt werden. Dennoch kann die Wireless-Box gerade im Wohnzimmer für aufgeräumte Verhältnisse sorgen, zumal dann die Rückseite des Beamers mit den Anschlüssen komplett unter der Abdeckung verschwinden kann.

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Setup und Bildqualität


Der EH-TW9400W wird im Bildmodus „Helles Kino“ ausgeliefert. Die Lampe lässt sich bei den Epson-Beamern mittlerweile in drei Stufen betreiben, ab Werk ist hier die mittlere Helligkeitsstufe aktiv; der Beamer leuchtet dann mit mittlerer Helligkeit und bringt dann eine Lichtleistung von weit über 1500 Lumen. Da sich die Lüftergeräusche selbst im Standardbetrieb kaum oberhalb der 30-dB-Schwelle bewegen, wird das ohnehin meistens vom Filmton kaschiert. Also beließen wir den Epson vorerst im leisen und recht hellen mittleren Lampenbetrieb, stellten aber den Bildmodus auf „Natürlich“, was uns bereits auf den ersten Blick mit einem brillanten Bild belohnt. Die anschließenden Messungen mit der CalMAN-Software bestätigen den Eindruck. Mehr noch, die Farbtreue, die der Epson mit nur einem Handgriff erreicht, ist schlicht beeindruckend; nicht nur in den Sättigungsspitzen liegen sämtliche Farben auf dem Punkt, auch bei 25-, 50- und 75-prozentiger Sättigung sitzen die Messwerte perfekt. Die Farbtemperatur liegt etwas oberhalb von 6500 Kelvin, allerdings schnurgerade über alle Helligkeitsstufen hinweg. Die Farbabweichungen liegen unterhalb eines Delta E von eins, sind also kam mehr messbar und schon gar nicht sichtbar. Keine Frage, dass auch die Gammakurve sich eng ans Soll anschmiegt, der Epson liefert also ein Spitzenbild, und das bei einer Helligkeit von fast 1400 Lumen und dem enormen Schwarzwert von 0,4. Im Eco-Betrieb geht die Helligkeit auf immer noch beachtliche 1100 Lumen runter, der Schwarzwert ändert sich kaum und auch die Reproduktion des Normfarbraumes berührt das nur wenig. Das Delta E steigt nur wenig über eins, lediglich die Farbtemperatur ist jetzt einen Hauch kühler abgestimmt. Wir befinden uns immer noch im Normfarbraum BT.709, der nach wie vor für Full-HD-Inhalte maßgeblich ist. Bei UHD-Content stehen höhere Anforderungen an; eigentlich sollen Bildgeräte den Farbraum BT.2020 abdecken können, wozu aktuell aber keines wirklich in der Lage ist. Hier behilft man sich quasi mit dem im Kino realisierten Farbraum DCI P3, der ist weiter als der BT.709 und liegt vor allem auch eher im Bereich des technisch Machbaren als der BT.2020. Der Bildmodus „Digitales Kino“ sollte uns nun zeigen, inwieweit der EH-TW9400W in der Lage ist, den DCI-P3-Farbraum abzudecken; wieder ist es nur ein einziger Handgriff, und der Epson beschert uns eine Farbraum-Reproduktion wie aus dem Lehrbuch. Wie so oft, hat auch dieses Ding zwei Seiten, denn um den erweiterten Farbraum so akkurat darstellen zu können, bedarf es eines Filters, der beim EH-TW9400 auch hörbar in den Lichtweg geschoben wird. Die Lichtausbeute sinkt nunmehr auf 612 Lumen (Lampe auf Mittel) beziehungsweise auf 525 Lumen (Lampe auf Eco) herab, was immer noch ordentlich ist, in vielen Wohnzimmerkinos aber den Kontrast stark beeinträchtigen dürfte. Allerdings sind das für die gut abgedunkelte Heimkino-Installation hervorragende Helligkeitswerte. Wenn Sie dann noch auf die Wireless- Option verzichten können, kommt tatsächlich der EH-TW9400 in Schwarz infrage, der passt sowieso besser ins Kino und ist obendrein noch 400 Euro günstiger, weil die Drahtlos-Box wegfällt.

Fazit

Epson hat mit dem EH-TW9400W auch die aktuelle Generation des 9000er-Chassis nochmals aufgebohrt und ganz nebenbei ist sogar der UVP gesunken. Wieder einmal beweist Epson, dass der 9000er eine hervorragende Grundlage bildet, hoffentlich in absehbarer Zeit auch für 4K-Vergnügen ohne eShift.

Preis: um 3200 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

Epson EH-TW9400W

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 3200 
Vertrieb Epson, Meerbusch 
Telefon 01805 239110 
Internet www.epson.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 2600 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1122 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.3/1122 
ANSI-Kontrast 379:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 3740:1 
Ausleuchtung (in %) 97 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.7/5.68 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,35 - 2,84:1/2.1 
Gamma (D65) 2.39 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 52/17/45/11 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/280 / 270 (Medium)/ 245 (Eco) 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 250 W 
Preis Ersatzlampe 150 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 3500/5000/3 
Ausstattung
Projektionsprinzip 3 LCD, 0,74 Zoll mit MLA (D9) 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) HD4K 4096 x 2160 komprimiert 
3D-Verfahren Frame-Packing, Side-by-Side, Top-and-Bottom, Frame Sequential 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video Nein / Nein 
...Komponenten/ SCART Nein / Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 1 x Sub-D 15 pin/ Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Nein / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Ja / Ja 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Vertikal +/- 96,3 %, Horizontal +/- 47,1 % 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Ja 
Formatumschaltung Nein 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität Pal, SECAM, NTSC, HDTV 720p, 1080i, 1080p EDTV 480p, 576p 
Besonderheiten 4K- und HDR kompatibel, MHL kompatibel, Ethernet-Schnittstelle 
Preis/Leistung hervorragend 
+ hervorragende Bildqualität 
+ sehr leise adaptive Iris 
- Nein 
Klasse Referenzklasse 
Testurteil überragend 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 20.05.2019, 09:57 Uhr
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Topthema: AMTlich
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
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