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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: MBL C31


Kronjuwelen

D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 1
7010

Die Corona-Serie von MBL hat sich in den USA und in Asien bereits einen Namen gemacht und ist nun endlich auch hierzulande erhältlich. So ein bisschen gekribbelt hat‘s bei mir ja schon im Vorfeld ...

Peripherie:

Externe Quellen:

Apple MacBook Pro, OSX 10.8.2, iTunes 10.7, Sonic Studio Amarra 2.4.2
Apple MacBook Pro, Bootcamp mit Windows 7 Home, Foobar2000
Mini PC mit Intel Atom D425 1,8 GHz Atom, 2GB RAM, Ubuntu 11.11,
Music Player Daemon

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Vorstufe:

Lindemann 830

Endstufen:

Lindemann

Lautsprecher:

Audio Physik


MBL-Produkte sind immer etwas ganz besonderes. Berühmt geworden ist das Berliner Unternehmen mit seinen rundstrahlenden Schallwandlern, deren Funktionsprinzip und Klang absolut einzigartig sind. Die dazu passenden Elektronik-Komponenten wurden seinerzeit entwickelt, um das Potenzial der „Melonen“ voll auskosten zu können. Limitierungen müssen ausgeschlossen werden, um den freien, innigen Klang transportieren zu können, der die Marke MBL weltweit bekannt gemacht hat. Die Corona-Line ist noch recht jung und stellt die Einstiegsserie des Berliner Nobelherstellers dar. Bei knappen 6.000 Euro geht’s los, dafür bekommt man die Vorstufe C11, der hier getestete CD-Player C31 wechselt für 6.200 Euro den Besitzer. Das ist natürlich eine Menge Geld, doch dafür wird auch eine Menge geboten. MBL-Elektronik strahlt immer ein hohes Maß an Exklusivität aus. Man kann sich sicher sein, ein bis ins Detail durchdachtes, modernes Produkt zu erhalten. Ich war unlängst dort und habe mir die Fertigung dort ansehen dürfen. Das ist eine hochprofessionelle Mischung aus liebevoller Hand- und moderner Maschinenarbeit, die dort vonstatten geht. Im brandenburgischen Eberswalde entstehen sowohl die Radialstrahler als auch die exquisite Elektronik in liebevoller Arbeit.

D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 2D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 3D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 4D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 5D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 6D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 7D/A-Wandler MBL C31 im Test, Bild 8
Jedes Formteil, jede Blende, jeder Knopf wird dort von penibel genau arbeitenden Maschinen gefräst, anschließend poliert und veredelt. Selbst bei den Zukaufteilen sucht sich MBL fast ausschließlich Zulieferer aus der Umgebung, um das Prädikat „Made in Germany“ mit voller Inbrunst tragen zu können. Das ist man den betuchten Kunden schließlich schuldig.

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Rundgang



Von der hohen Fertigungsqualität ist man schnell überzeugt. Das leicht geschwungene Gehäuse ist in seiner Stabilität kaum zu übertreffen und keine Nut, keine Fuge zeigt Fehler wie Grat-Reste oder sonstige Ungereimtheiten. Jedes noch so kleine Detail ist perfekt. Das ganz zarte, matte Weiß steht dem Player sehr gut zu Gesicht und passt sehr gut zu der vorne und oben angebrachten, penibel polierten Blende. Diese umrahmt das Slot-in-Laufwerk, das Display und die fünf Bedienknöpfe. Deren Funktion wird im Display angezeigt, damit unschöne Beschriftung von der fein verarbeiteten Blende ferngehalten werden kann. Die jeweilige Funktion eines Knopfes steht abhängig von der gewählten Quelle direkt unterhalb. Wenn man das hübsch beleuchtete MBL-Logo auf der Oberseite drückt, dimmt man das Display – auch so etwas gehört dazu, wenn man den Anspruch hegt, ein ganz besonderes atmosphärisches Produkt zu schaffen. Wer eine andere Optik bevorzugt, hat mehrere Freiheitsgrade: Das Chassis ist wahlweise matt oder glänzend weiß erhältlich, außerdem ist die Blende auch in Gold-Optik zu haben. Das klingt im ersten Moment ein wenig protzig, doch ich muss sagen, dass es hier irgendwie perfekt passt. Unnötig zu erwähnen, dass MBL auch ausgefallenere Kundenwünsche hinsichtlich Optik erfüllen kann.


Fakten



Auch wenn er zunächst wie ein klassischer CD-Player aussieht, ist der C11 sowohl innen als auch in seinen Möglichkeiten ein höchst moderner Zeitgenosse. Eigentlich ist er als D/A-Wandler zu verstehen, dem man als Extra-Zückerchen ein CD-Laufwerk spendiert hat. Je eine optische und elektrische Verbindung steht zur Verfügung, außerdem dürfen Computer per USB direkt angeschlossen werden. Ich bin ja ganz ehrlich, diese kleine Buchse machte für mich zunächst den größeren Reiz aus, da ich ja mittlerweile ein großer Fan rechnerbasierter Musikwiedergabe bin. Es ist für mich immer wieder eine interessante Geschichte, eine gutes CD-Laufwerk gegen einen per USB angeschlossenen Rechner im fairen Direktvergleich, also durch denselben Wandler verlaufend, gegeneinander antreten lassen zu können. Wie dieser Wettbewerb ausgeht, erzähle ich Ihnen später, ich bin noch ein paar Details zur Technik und den weiteren Anschlüssen schuldig. Ganz oben rechts beispielsweise befinden sich zwei RJ45-Buchsen, die die Beschriftung „SmartLink“ tragen und rein dem Komfort dienen. Dieser proprietäre Bus sorgt dafür, dass die verschiedenen Geräte der Corona-Line miteinander kommunizieren können. So kann eine komplette Anlage, bestehend aus CD-Player, Vollverstärker und Endstufe, mit einem Tastendruck eingeschaltet werden, außerdem synchronisieren die Einzelkomponenten Displayhelligkeit und den gewählten Eingang. So wird sichergestellt, dass Vollverstärker oder Vorstufe in der Lage sind, beispielsweise auch auf die am CD-Player angeschlossene Peripherie direkt zuzugreifen. Und wenn irgendwann ein weiteres Mitglied in die Corona-Familie aufgenommen wird, kann die Kette per SD-Karte auf den neuesten Stand gebracht werden, damit der hohe Komfort immer gegeben ist. Auch wenn den Besitzer nur die Bedienung, Anmut und Klang interessieren sollen, war ich natürlich gespannt, wie die ganze Sache auf technischer Seite umgesetzt wurde. Überrascht war ich wenig, denn ich hatte schon erwartet, dass mir nur feinster Stoff geboten wird. Das sehr üppige Netzteil mit seinem feinen, großen Trafo sitzt vom Rest der Schaltung abgeschirmt am rechten Rand des C38, auf der großen Hauptplatine findet hauptsächlich die Wandlung statt. Mehrere voneinander isolierte Abgriffe am Trafo versorgen Analogteil, Digitalteil, Display und Laufwerk. Letzteres ist übrigens eine Kombination bester Zutaten namhafter Spezialisten. Die Mechanik stammt von Sanyo, Sony steuerte Laser und Dekoder bei, von Philips wiederum kommen die Steuer-ICs. Um ein Signal zu liefern, das so rein wie nur möglich ist, werden die vom Laser empfangenen Daten von einer PLL gelockt und in einen FIFO-(First- In-First-Out-)Buffer geschoben, von dem aus sie mit stabilem Mastertakt weitergegeben werden. Sobald externe Quellen im Spiel sind, beispielsweise wenn der Computer die Musik macht, wird alles, was mit CD-Wiedergabe zu tun hat, vom Rest getrennt, sogar der Taktgeber wird abgeschaltet, damit nur das Töne erzeugt, was gerade dran ist. Bei mir war das natürlich erst mal der Rechner. Der sofort nach dem Auspacken durchgeführte Test der USB-Verbindung mittels Analyse-Tool lieferte einen obere Grenze von 96 kHz für die abspielbare Abtastfrequenz. Vorteil: Dem Kunden muss keine Treiberinstallation zugemutet werden, denn bis zu dieser Abtastrate arbeitet jedes Betriebssystem anstandslos. Egal, ob PC oder Mac, sie werden per Plug&Play verbunden, der Corona-DAC steht sofort zur Verfügung und kann seinen Dienst aufnehmen. Die geradzahligen Vielfachen von 44,1 und 48 kHz werden nativ unterstützt, die empfangenen Daten können also naturbelassen in den C38 geschickt werden, ohne vom Computer auf eine andere Abtastrate umgesetzt werden zu müssen. Wer möchte, kann also ASIO4All- oder WASAPI-Treiber einsetzen, ohne Fehlermeldungen bei inkompatiblen Samplingraten zu befürchten. Welche Abspielmöglichkeit man auch nutzt, in einem S/PDIF-Receiver kommt alles zusammen und wird in einen Wandlerbaustein von Cirrus Logic gegeben. Der CS4398 ist ein ganz heißer Geheimtipp und glänzt mit hoher Bandbreite, niedrigem Rauschniveau und komfortabler Integrierbarkeit in den Rest der Schaltung. Sein differenzielles Ausgangssignal wird nach der Gleichtaktunterdrückung einmal auf die Tochterplatine gegeben, wo eine fein bestückte Ausgangsstufe das symmetrische Signal für die XLR-Ausgänge aufbereitet. Unterhalb dieser Schaltung erzeugen Operationsverstärker die desymmetrierte Spannung für den Cinch-Abschluss. Welches Bauteil man sich dabei auch immer ansieht, es ist von höchster Güte und sauber auf der Platine platziert und verlötet.


Klang



Die Erwartungen sind natürlich hoch, wenn man es sich im Hörraum bequem macht, um ein so exklusives Produkt auf dessen klangliche Fähigkeiten zu prüfen. Im ersten Schritt habe ich sofort den stationär bei uns installierten Musikserver per USB verbunden. Dank treiberloser Anbindung musste ich keine Konfigurationen vornehmen und konnte sofort das erste Stück anspielen. Leichte, duftende Kost sollte es zu Beginn sein, weshalb meine Wahl auf Martin Vatters „Klangbilder 2“ fiel, ein Album, das das Gemüt beruhigt, wohl aber die volle Dynamik eines Klaviers beinhaltet. Außerdem lag mir für den Test sowohl das 96-kHz-Studio-Master als auch die CD vor, was ideale Voraussetzungen schuf, um den Quercheck zwischen internem Laufwerk und Computerschnittstelle machen zu können. Das Einlegen der CD verrät auch schon, dass es sich hier um ein Laufwerk höchster Güte handelt, denn die Compact Disc wird sanft entgegengenommen und das allein vermittelt schon das Gefühl, dass sie gut behandelt wird – von der exquisiten digitalen Singalverarbeitung mal ganz abgesehen. Und ich gebe es ja ungern zu, doch über das Laufwerk abgespielte CDs werden etwas druckvoller wiedergegeben, wenn auch mit minimal weniger Hochtonenergie, als der CD-Rip über den Computer. Das Laufwerk klingt etwas analoger, während der Computer es schafft, jedes noch so kleine Detail herauszuarbeiten. Ich lege die Entscheidung ins Auge des Betrachters, denn das fällt in die Kategorie „Geschmackssache“. So oder so ist es in seiner Gesamtheit ein absolut beeindruckender Klang, der sich dem Hörer bietet. Die Musik fließt einfach, außerdem habe ich schon immer den untenrum schön rhythmischen, sonoren Bass gemocht, den alle von mir gehörten MBL-Geräte zu produzieren imstande waren. Entwickler Jürgen Reis weiß halt, was seine Kunden wollen. Sie wollen genießen. Und er weiß ganz genau, wie er seinen Geräten den dazu nötigen Klang einhaucht. Diese gelungene Mischung aus packender Direktheit und völlig entstressendem Fluss hat mich jedenfalls in die Hörraum-Couch genagelt. Großartig.

Fazit

Der C31 ist ein Traum in Weiß. Er versprüht die Exklusivität der Marke, ermöglicht dem Besitzer einen CD-Klang, der betört und bietet ein ebenso exzellent klingendes DAC-Abteil für die Freunde von computerbasierter Musikwiedergabe.

Preis: um 6200 Euro

MBL C31


-

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 6200 
Vertrieb: MBL, Berlin 
Telefon: 030 23005840 
Internet www.mbl.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 450/145/470 
Gewicht (in Kg) 15,5 
Garantie (in Jahre)
Eingänge 1 x USB 
Ausgänge: 1 x S/PDIF RCA 
checksum
Preis: 6200 
Vertrieb: MBL, Berlin 
Telefon: 030 23005840 
Internet www.mbl.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 450/145/470 
Gewicht (in Kg) 15,5 
Eingänge 1 x USB 
Ausgänge: 1 x S/PDIF RCA 

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Autor Christian Rechenbach
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Interessante Links:
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