Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: YBA WD202


Abgehoben

D/A-Wandler YBA WD202 im Test, Bild 1
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YBA – ich wiederhol‘s noch mal – steht für die Initialen des Firmengründers Yves-Bernard André und ist seit 1981 mit einer kleinen Unterbrechung am Markt. Nach dem Relaunch 2012 ging‘s dann auch mit „digitalen“ Produkten los, und ein ganz nettes habe ich jetzt eine Weile hiergehabt.

Peripherie:


 Apple MacBook Pro, OSX 10.8.3, Sonic Studio Amarra
 Apple MacBook Pro, Arch Linux, Music Player Daemon
 2 x Intel-i3-PC, Windows 7, JRiver Media Center 19, JPLAY (Hybernate-Modus)
 Request Audio „The Beast“
 Endstufe: Dan D‘Agostino Momentum
 Lautsprecher: Klang+Ton „Nada“
 Kopfhörer: Furutech H118
 USB-Kabel Audioquest Diamond DBS
 iPod-Kabel Audioquest Forest
 Netzwerkkabel Audioquest Diamond
 Netzleiste Phonosophie

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Die Franzosen sind nun seit Kurzem wieder verstärkt auf dem deutschen Markt vertreten und haben mir mit dem Heritage MP100B vor ein paar Monaten einen feinen Netzwerkplayer in die Hand gedrückt, der einfach etwas anders ist als der Mainstream und richtig feine Töne ausspuckte. Der kompakte Wandler DW202 DAC aus der Design-Serie von YBA ist nun das nächste moderne Medien bedienende Produkt von Yves-Bernard André und kommt in einer recht kompakten, schwarzen Behausung.

D/A-Wandler YBA WD202 im Test, Bild 2D/A-Wandler YBA WD202 im Test, Bild 3D/A-Wandler YBA WD202 im Test, Bild 4D/A-Wandler YBA WD202 im Test, Bild 5
Und wenn die Serie schon „Design“ heißt muss ich natürlich was über das Design sagen. Angenehm schlicht, übersichtlich und durch die „Lasche“ an der Frontseite, in die das YBA-Logo gedruckt wurde, noch etwas interessanter gemacht. Der Alustreifen, der über die ganze Länge der Frontplatte gezogen wurde, ziert ihn noch ein bisschen mehr. Er scheint in der Luft zu schweben Was Sie auf den Bildern nicht sehen können, ist sein Gewicht, und das ist beachtlich. Wenn man den hochhebt weiß man, dass man was fürs Geld kriegt. Und wenn man ihn schon mal in der Hand hat, kann man ihn auch genauer ansehen und sich freuen, dass man, wenn er im Rack steht, keine Schraube sehen kann und die Fugen absolut passgenau sind. Handwerklich ist das einwandfreie Arbeit. Die Bedienung am Gerät ist einfach: Vorn gibt’s einen Taster, der die einzelnen Quellen sequenziell umschaltet, die Plus- und Minustasten stellen die Lautstärke ein. Die LED-Kette daneben gibt Aufschluss über den gerade genutzten Eingang und die Lautstärke. Das kapiert man schnell und stellt keinen vor Probleme. Apropos Quellen: Konkret können das S/PDIF-Quellen über optische und elektrische Verbindung sein, AES/EBU ist sicherheitshalber auch dabei. USB-Anschlüsse gibt’s gleich zwei, eine „herkömmliche“ vom Typ B und noch die flachere A-Buchse für iDevices wie iPod oder iPad. Hier wird natürlich gewissenhaft digital ausgelesen, so dass man, wenn man AIFF oder ALAC einsetzt, eine ganz kompakte, moderne und klanglich einem CD-Player ebenbürtige Kette erhält. Ich muss schon sagen, ich habe mit der Onkyo-HD-Player-App und hochaufgelöster Musik von einem iPhone jedenfalls Ergebnisse erzielt, die einen staunen lassen. Am Computer sieht auch alles einwandfrei aus. Linux und OSX erkennen den DAC sofort und zeigen „XMOS USB Audio“ als neue Soundkarte an, Windows-Nutzer finden den Treiber-Download unter www.ybahifi.com. Ist ja keine große Sache. Auf der Homepage wird übrigens die Unterstützung von 176,4 kHz verschwiegen, was speziell Besitzern von Reference- Recordings-Hochbitdateien wichtig ist. Geht aber, hab‘s ausprobiert. Reinkommen tut schon mal alles, es wird zudem für die Wiedergabe gewissenhaft aufbereitet. Jitter wird durch das Platinendesign, gute Bauteileauswahl und vor allem durch den Upsampler reduziert, der Abtastratenumsetzer rechnet alles, was reinkommt, auf 192 kHz und gibt den Daten einen stabilen Takt mit. Im PCM-1796-DAC wird schlussendlich alles gewandelt und in die Ausgangsstufe gegeben. Die symmetrischen Analogausgänge sind zu bevorzugen, da sie ziemlich unmittelbar aus den Stromausgängen des Wandlerchips versorgt werden, für die Cinchbuchsen muss erst noch in einem OP desymmetriert werden. Groß sind die Unterschiede allerdings nicht, wer keine XLR-Buchse am Verstärker hat, muss sich nicht ärgern. 

Klang


An unserer Hörraum-Anlage spielte das gute Stück wie der Teufel los. Aus irgendeinem Grund war ich gedanklich auf weiche, warme Berieselung vorbereitet, doch stattdessen spielte hier ein dynamischer, spielfreudiger und nach vorne marschierender Wandler, der der Hörkette ordentlich Leben einhauchte. Den Kopfhörerausgang möchte ich noch mal isoliert betrachten und ein Lob geben. Ich bin derzeit großer Kopfhörer-Fan und höre so privat eigentlich die ganze Zeit. Der DW202 versorgte meine Ohrhörer absolut fürstlich, das hat richtig Spaß gemacht. Er schiebt untenrum souverän, bildet sauber ab und schält Details sehr überzeugend heraus. Obendrein hat der spaßfördernde Pegel zwischenzeitlich für Grinsen gesorgt. Insgesamt bestätigt das klangliche Ergebnis das, was ich mir nach dem Spielen, Betrachten und Befingern des DW202 schon gedacht hatte. Wer gern sauberen und dynamischen Sound in der Wohnung hat und auf schlichtes Design steht, kriegt hier genau, was er will.

Fazit

Das ist ein Geheimtipp. Hübsch, sehr gut klingend und mit netten und sinnvollen Features ausgestattet.

Preis: um 840 Euro

D/A-Wandler

YBA WD202


05/2014 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Günter Härtel, Hamm 
Telefon 02385 5236 
Internet www.haertel-vertrieb.de 
Eingänge: 1 x S/PDIF RCA 
Ausgänge: 1 x analog XLR 
Abmessungen (in mm): 320/280/62 
Besonderheiten Nein 
checksum „Das ist ein Geheimtipp. Hübsch, sehr gut klingend und mit netten und sinnvollen Features ausgestattet.“ 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
Kontakt E-Mail
Datum 20.05.2014, 09:51 Uhr
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Topthema: DIE MUSIKTRUHE IST ZURÜCK
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