So lautet der Slogan der Firma Revox. Eine Marke, die man wie wenige andere mit der Kombination aus Technik und Design verbindet. Die Studiomaster A200 ist dafür ein schönes Beispiel.
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Meisterlich
Meine Überschrift ist natürlich kein Zufall. Denn das neue Sonoro Avaton ist ein direkter Abkömmling des Sonoro Meisterstücks. Schauen wir mal, wie gut es wirklich ist.
Zur Erinnerung: die Neusser Firma Sonoro gibt es seit 2006. Sie wurde von Marcel Faller gegründet und feierte mit ihrem ersten, schicken CD-Radio direkt einen Riesenerfolg. Doch kein Erfolg ohne Knick, irgendwann schien die Luft raus zu sein und so musste sich Faller neu erfinden – mit Erfolg. Kern dieses Neustarts sind das Design – Made in Neuss – und ein narrensicheres Bedienkonzept. Das Konzept hat gegriffen, der Neustart hat funktioniert, und nun hat sich die Firma mit Spitzenprofis verstärkt – dazu gleich noch mehr. Als Teil des Markenkerns von Sonoro ist der edle Avaton eine Art Hybrid aus Radio, Kompaktanlage und Soundbar und dazu ein echter Hingucker.
Gesundes Selbstbewusstsein
Ich mag es, wenn Firmen ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag legen. So heißt der große Bruder vom Avaton* schlicht und ergreifend Meisterstück, und das bereits in der zweiten Generation. Und wer ein Gerät Meisterstück nennt, muss liefern können, sprich, ist das der Zlatan Ibrahimovic unter den Alleskönnern? Und was ist dann der Avaton? Nun, wir werden das ganz gut prüfen können, denn das technische Design des Avaton ist mit dem des Meisterstücks identisch. Einzig auf den CD-Player verzichtet er.



Der Neue
Was bedeutet Avaton eigentlich?
Neue Details
Apropos neu. Ich hatte ein sehr sympathisches Gespräch mit Roland Krüger, dem fast noch neuen „Director Product and Innovation“ von Sonoro, der mir spannende Einblicke gab und das Gefühl, dass die ohnehin schon guten Produkte von Sonoro nun noch einen weiteren Zahn zulegen werden. Denn er bildet zusammen mit Rainer Finck und Karl-Heinz Fink das neue Qualitätstrio bei Entwicklung, Abstimmung und Vermarktung der Sonoro-Geräte. Es gefällt mir, dass ich mit einem großen Knopf rechts neben dem hervorragend ablesbaren 10cm TFT-Farbdisplay ganz viele Wahlfunktionen abdecken kann. Daneben finden sich drei Tasten für allgemeine Befehle und unter dem Display drei „Laufwerkstasten“ für Play/ Pause und vorwärts- bzw. rückwärts „spulen“. Im Tastenblock links vom Display wählt man unter anderem Radiofunktionen, zwei Tasten für unterschiedliche Quellen, die Bluetooth- Kopplung. Und dann freue ich mich über die guten, alten Stationstasten 1–3 und darüber die FAV-Taste für weite 96 Lieblingssender. Neben dem Einschalttaster sitzt die Kopfhörerbuchse mit Miniklinken-Eingang. Auf der Rückseite lassen sich sowohl externe Hochpegelgeräte, wie auch sämtliche Digitalquellen oder Router und LAN-Kabel anschließen.
Bewährtes
Die Lautsprecherbestückung ist dieselbe wie beim Meisterstück: zwei kleine Hochtöner mit 19 mm Durchmesser, zwei Mitteltöner von etwa 76 mm und ein „Subwoofer“ von 133 mm, wie Sonoro das nennt. Ich würde meinen, das ist ein Tieftöner. Aber ich schätze, in der modernen Sprache der Musikmedien ist Subwoofer der passende Begriff, und wer bin ich, dem im Weg zu stehen. Sonoro lässt sich eigene Chassis bauen, das Angebot auf dem Markt überzeugte sie nicht. Durch das eingesparte CD-Laufwerk ist das innere Volumen übrigens praktisch identisch mit dem des Meisterstücks. Für die akustische Abstimmung musste allerdings das DSP, der digitale Signalprozessor also, sprich der Ersatz für eine klassische Weiche, komplett neu abgestimmt werden. Und wer macht das? Ein sogenannter Soundmaster, wie mir Roland Krüger erzählte. Es sind internationale Experten, die ein solches Gerät abstimmen. Im Fall des Meisterstücks machte das ein Ungar, hier ein Japaner – wieder etwas dazu gelernt. Der Mann bekam ein Briefing, das tatsächlich vom früheren Sonoro- Sound abweicht. Die alte Signatur bot mehr Bassdruck und Raumillusion, die neue sollte durch Basspräzision und Timing glänzen. Für alle, die mehr Raum wollen, ist ein 3D-Klang- Modus im Angebot. Und wer einfach mehr Bass braucht, wie vielleicht Sonoro-Chef Marcel Faller, was Roland Krüger augenzwinkernd meinte, hat dafür die sogenannte „Dynamic Bass Function“. Nach drei, vier Runden mit dem Team und dem Soundmaster war der Avaton wie gewünscht abgestimmt.
Verbindungen
Neben den Möglichkeiten, die sich durch die physikalischen Anschlüsse ergeben, kann der Avaton alles abspielen, was der Äther hergibt: DAB, Internetradio, Podcasts, Streaminganbieter aus aller Herren Länder und was immer die digitale Welt auch bereit hält. Für den Empfang von Bluetooth-Kopfhörern ist natürlich ebenso gesorgt wie für handelsübliche Kopfhörer mit 3.5mm Anschluss. Ein verbesserter LE (Low Energy) Bluetooth Chip macht auch diese Art der Zuspielung zur Freude. Ab Frühjahr 2026 wird er auch als eines der ersten Geräte den LC3 Audio Codec unterstützen, das sogenannte AURACAST-Netzwerk, um verschiedene Geräte gleichzeitig betreiben zu können. Das können zum Beispiel zwei Kopfhörer bei höherer Reichweitensicherheit mit leicht verminderter Klangqualität und vieles mehr sein. Multiroomfähig ist er dann, Smart Home fähig sowieso, denn Sonoro hat mit den wichtigsten Anbietern des KNX-Standards Kooperationen. Auf die Einmessfunktion des Meisterstücks hat Sonoro beim Avaton verzichtet, was ich absolut sinnvoll finde, denn man braucht sie hier schlicht nicht.
Zielpublikum
Für wen ist der Avaton gedacht? Ich behaupte einfach mal für die große Mehrheit aller, die gerne gut Musik mit einem ausgesprochen hübschen Designobjekt hören möchten. Lassen Sie mich dazu eine persönliche Geschichte erzählen. Vor ein paar Jahren bat mich eine Freundin bei einem Hundespaziergang an der Isar um eine Empfehlung für eine neue Anlage. „Lass mich raten,“ sagte ich zu ihr, „Sie soll schick aussehen, ohne Kabel auskommen, super klingen und so um die 1.000 Euro kosten.“ „Woher weißt du das?“, fragte meine Freundin erstaunt. Nun ja, das ist das Anforderungsprofil gerade von Frauen und auch das kann ich bestens verstehen. Für sie wäre der Avaton perfekt und ich finde ihn übrigens auch ausgesprochen attraktiv. Und wo wird er am häufigsten zum Einsatz kommen? Die Frage konnte mir Roland Krüger eindeutig beantworten: die meisten setzen ihn tatsächlich im Wohnzimmer, idealerweise unter dem Fernseher ein. So hat man alles, was man zum guten Musikhören, Filme schauen oder Spiele spielen braucht. Und auch wenn mein Herz für Highend schlägt, verstehe ich auch das, denn der Avaton klingt eben auch richtig gut.
Praxis und Klang
Einrichtung, Netzwerkverbindung, Kopplung – alles funktioniert vollkommen problemlos. Und was mich besonders freut, auch wenn ich vielleicht einer der letzten Mohikaner bin: ich kann alles auf der Front mit dem durchdachten Bedienkonzept und/oder der sehr angenehmen Fernbedienung regeln. Nichts verwirrt unnötig, alles funktioniert und macht vom ersten Moment an Freude, was bei weitem nicht immer so ist. Vorweg: Der Avaton klingt erstaunlich gut. Selbst seine zusätzlichen Klangfunktionen wie „Dynamic Bass“ oder „3D“-Sound vermurksen seinen Klang so gar nicht. Die gute Nachricht ist: man braucht sie nicht. Ohne sie klingt der Avaton neutral, durchsichtig und lässt mich meine Musik genießen. Das ist ein großes Wort, denn ich bin wirklich kritisch und höre ja normalerweise mit ganz anderen Gerätschaften. Aber das ist ja das Schöne: Es geht auch so, und ich kann bestens nachvollziehen, dass jemand, der sich so ein Gerät kauft, kein dringendes Bedürfnis nach mehr hat. Ich habe mich durch die Internetradioangebote geklickt und bin eine Weile bei HR2 Kultur und Dmitri Schostakowitch hängen geblieben. Dann habe ich Quobuz überprüft und schließlich vom Handy per Bluetooth Anouar Brahems Meisteralbum „Blue Maquams“ gehört. Und wissen Sie, was für mich neben den üblichen klanglichen Tugenden wie der homogenen Wiedergabe aller Frequenzbereiche, realistischen Klangfarben und dem Meistern von Fein- wie Grobdynamik ein entscheidender Faktor beim Beurteilen eines Geräts ist? Der Wohlfühlfaktor, die Möglichkeit mich beim Hören zu entspannen. Und das ist mir mit dem Avaton sofort gelungen. Mehr Lob geht nicht.
Fazit
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Kategorie: DAB+ Radios
Produkt: sonoro audio Avaton
Preis: um 1199 Euro

Referenzklasse
sonoro audio Avaton
sonoro audio Avaton
|
34-2214
LINE High-Fidelity |
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306-2185
HiFi Center Liedmann |
| Klang | 40% | |
| Praxis | 40% | |
| Ausstattung | 10% | |
| Verarbeitung | 10% |
| Vertrieb | sonoro audio, Neuss |
| Telefon | 02131 8834141 |
| Internet | www.sonoro.com |
| Ausstattung | |
| Ausführungen | Weiß (matt) mit silberner Front; Mattschwarz; Graphit (matt) mit silberner Front |
| Abmessungen (B x H x T in mm) | 510/140/262 |
| Gewicht | etwa 8 kg |
| Prinzip: | All-in-One Komplettanlage |
| Bestückung | 2 x 19-mm-Hochtöner; 2 x 76-mm-Mitteltöner; 1 x 133-Tieftöner |
| Verstärkung | 5 x Class D |
| Eingänge | HDMI ARC; Hochpegeleingang Cinch; 3,5-mm-Klinke; 5V USB-A und USB-C (für CD-Laufwerke + Ladefunktion); 3,5-mm-Klinke (Kopfhörer); LAN; Coax; optisch |
| Unterstützte Wireless-Standards | Bluetooth, Apple AirPlay oder Google Cast |
| Garantie | 2 Jahre |
| + | zeitlos schöne Optik / toller Klang |
| + | intuitiv-einfache Bedienung |
| Klasse | Referenzklasse |
| Preis/Leistung | sehr gut |




