Kategorie: AV-Receiver, Blu-Ray-Player

Serientest: Audioblock Elements 5.1, Audioblock Elements Blu-ray


Heimkino-Duo

AV-Receiver Audioblock Elements 5.1, Audioblock Elements Blu-ray im Test , Bild 1
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Im Bereich Heimkino scheinen die Geräte immer nur größer und umfangreicher zu werden. Block geht einen anderen Weg: Das Duo aus AV-Receiver und Blu-ray-Player ist bewusst einfach gehalten – und macht trotzdem jede Menge Heimkino-Freude!

Keine andere Gerätegattung ist so schnellen Generationswechseln unterworfen wie die des Heimkinoreceivers. Die großen Platzhirsche bringen beinahe jährlich neue Geräte in den Handel, häufig haben sich nur Kleinigkeiten geändert. Das schreckt viele Interessierte ab, weil damit immer das latente Gefühl einhergeht, dass man schon sehr bald ein veraltetes Gerät im Wohnzimmer stehen hat. Und dann diese Rückseiten! Dutzende von Cincheingängen, zahlreiche HDMI-Schnittstellen und Digitaleingänge noch und nöcher. Ich behaupte mal, dass die allermeisten Anwender und Heimkinofreunde diese Vielfalt gar nicht nutzen, nicht mal ansatzweise.

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Ganz zu schweigen davon, wie viele Lautsprecher sie sich tatsächlich in den Hörraum stellen (können/wollen). Und für all diejenigen, die sich eine viel kompaktere und deutlich schlichter ausgestattete Variante wünschen, hat Audioblock den Elements 5.1* im Angebot. Und den bildgebenden Partner Elements Blu-ray* haben wir direkt mitbestellt.   

Angenehm schlicht  


Fangen wir mit der größten „Einschränkung“ aus Sicht von Hardcore-Heimkino-Fans an: Der 5.1 hat nur fünf Endstufen, was angesichts des Namens nicht überraschen sollte. Das war jahrelang der Standard, heute ist es unüblich. Heutige Geräte haben in der Regel mindestens 7.2 Kanäle (in dem Fall steht die zweite Zahl für die Anzahl der anschließbaren Subwoofer). Top-Geräte sogar 13.4 oder 15.4 Kanäle. 5.1 wirken da ein wenig aus der Zeit gefallen, aber wer mal mit einem 5.1 System einen Film geguckt hat weiß, dass das schon ganz ordentlich Spaß macht. Wem die Kanäle aber nicht reichen, muss sich woanders umsehen. 

Auch die Front ist sehr aufgeräumt. Nur drei Bedienelemente gibt es hier: Zwei Multifunktionsknöpfe und ein Farbdisplay. Durch das Gedrückthalten der Knöpfe gelangt man in das Quellmenü (links) und das Hauptmenü (rechts). Eine Return-Taste gibt es nicht, will man im Menü eine Ebene zurück, hält man den jeweiligen Knopf gedrückt. Oder man nutzt die Fernbedienung. Bei der wird es übrigens komplexer, dient diese doch der Steuerung von Amp und Player, was hier einige doppelt belegte Tasten mit sich bringt. Im einfachen Fall liegen auf einem Knopf zwei Eingänge, z.B. Tv1 und TV2 oder Aux 1 und Aux 2. Durch mehrfaches Drücken schaltet man die Eingänge durch. Durch drücken der Disc-Taste auf der Fernbedienung schaltet man um, ob die Fernbedienung (im Folgenden FB) den Verstärker oder den Player bedient. Will man etwa die Tonspur des Films ändern, muss man zunächst Disc drücken und dann die mit „Audio“ überschriebene Taste drücken. Für beide Geräte nutzbare Tasten erkennt man daran, dass zum einen die Knöpfe selbst beschriftet sind als auch die Knöpfe auf der Oberfläche der FB überschrieben sind. Oder anders ausgedrückt: Die entsprechenden Knöpfe sind doppelt beschriftet. Das spart eine FB, ist aber gewöhnungsbedürftig. Hilfreich ist, dass das Display des Blu-ray-Players im Verstärker- Modus der FB „Amp“ anzeigt. Ist „Amp“ dort nicht angezeigt, arbeitet die FB im Player-Modus. Das erleichtert die Sache erheblich.   


Ausstattung 

 
Der 5.1 leistet an vier Ohm 5 x 50 Watt. Klingt vergleichen mit den großen Heimkino-Boliden nach wenig, ist aber für die wohl meisten Fälle absolut ausreichend.

AV-Receiver Audioblock Elements 5.1, Audioblock Elements Blu-ray im Test , Bild 3
Drei Audioeingänge (2x digital, 1 x analog) plus HDMI hat der 5.1, das reicht für sehr viele Anwender. Der Player hat neben digitalen auch einen analogen Videoausgang
Insbesondere wenn es darum geht „lediglich“ ein Wohnzimmer zu beschallen, womöglich in einer Mietwohnung mit Nachbarn. Neben Klangreglern finden sich im Menü (Taste „Tone“) noch DSP-Modi, wie man sie von vielen Geräten kennt, etwa Jazz oder Rock oder Stadion. Im Radiobetrieb (UKW, DAB+ und Internetradio) kommt man in den Genuss von satten 40 Stationsspeicherplätzen, von denen die ersten zehn über die Nummerntasten der FB ausgewählt werden. Die restlichen 30 wählt man über das Menü aus (das Menü lässt sich natürlich am besten über die FB bedienen). In Sachen USB-Wiedergabe ist der 5.1 sehr rudimentär bestückt. Sein Front-USB-Eingang liest ausschließlich MP3s aus. Wer Musik in höherer Auflösung oder Highres (bis 192 kHz/32 Bit) von einem Stick oder einer Festplatte hören möchte, kann das über den Elements Blu-ray, der hier einen besseren D/A-Wandler nutzt. In beiden Fällen sollte die angeschlossene Festplatte über eine eigene Stromversorgung verfügen. Etwas, was ich generell auch für Streamer empfehlen würde. Da der 5.1 auch Musik streamt im Sinne von Streamingdiensten, sind Deezer und Spotify angelegt. Spotify läuft dabei in der Connect-Version: In diesem Falle nutzt man direkt die Spotify-App und wählt das Wiedergabegerät in dieser App aus.   

Als Nutzer von UHD-Discs finde ich es schade, dass der Elements Blu-ray auf Standard-Blurays beschränkt ist und die ultrahochaufgelösten 4K-Bilder nicht wiedergibt. Aber ich kann das verstehen. Das würde erstens den Preisrahmen sprengen und hätte zweitens nur für eine sehr überschaubare Zielgruppe einen Mehrwert. Aber auch diese Zielgruppe bedient Audioblock mit dem Block HD-120 für 1800 Euro. 4K-Filme sind ohne Frage eine Nische in der Nische. 2024 hat es die Blu-ray zum ersten Mal geschafft, bei den Verkaufszahlen mit der DVD gleichzuziehen. Allerdings nur, weil die DVD-Verkäufe rückläufig(er) sind. Und auch wenn die Absätze von UHD-Discs leicht gestiegen sind, bleibt die Zukunft der physischen Bilddatenträger leider ungewiss. Der Elements Blu-ray hat das gleiche gut verarbeitete und mit attraktiven Maßen ausgestattete Vollaluminium-Gehäuse wie der 5.1. Naturgemäß gibt es hier auf der Front ein paar mehr Bedienelemente, dennoch gilt auch hier: In der Regel bedient man das Gerät per FB. Wer einen Powerschalter auf der Front vermisst: Durch dreisekündiges Drücken der Play/Pause-Taste versetzt man den Player in Standby. Ein harter Netzschalter sitzt bei beiden Geräten auf der Rückseite.  

Kurios: Der Player bietet einen analogen Video- Cinch-Ausgang. Wer nicht gerade einen alten Fernseher oder Monitor mit Bild versorgen will, benötigt das eigentlich nicht. Schaden tut es aber auch nicht. Eine mit CD (für Control Data) beschriftete Buchse findet sich auf beiden Geräten. Verbindet man sie per 3,5-mm-Klinkenkabel, lässt sich auch der Player per kostenloser Oktiv-App steuern. Die gibt es für iOS und Android. Wir hatten die Geräte leider nur für einen sehr kurzen Zeitraum, und in diesem ist es mir nicht gelungen, die App mit den Geräten in Betrieb zu nehmen. Sie wollten einfach nicht zueinander finden. Der Test wurde also ausschließlich mit der FB durchgeführt.   


Zielgruppe  


An wen richten sich denn die beiden Geräte? Nun, sicher nicht an totale Heimkino-Nerds. Fehlende 4K-Wiedergabe und „nur“ 5.1 Kanäle? Das ist eher etwas für Leute, die es einfach und unkompliziert haben wollen, die vielleicht auch nur gelegentlich einen Film anschauen. Und die kein riesiges Kino beschallen, denn dafür wäre die Leistung zu gering. Perfektionisten vermissen zudem sicher eine Möglichkeit, die Abstände der einzelnen Lautsprecher zum Hörplatz separat einzustellen (Pegel/Delay). Beim 5.1 kann man etwa die hinteren Kanäle nur gemeinsam in der Lautstärke  einstellen. Auch die Größe der angeschlossenen Lautsprecher lässt sich nicht angeben, und somit auch keine Übergangsfrequenzen zwischen Lautsprechern und Subwoofer.   

Praxistest  


Aber wer sich über solche Dinge nicht den Kopf zerbrechen möchte, der ist hier genau richtig.

AV-Receiver Audioblock Elements 5.1, Audioblock Elements Blu-ray im Test , Bild 6
In dem schwarzen Kasten steckt das kompakte Netzteil
In unserem Heimkino-Raum liefen die Audioblock-Geräte überwiegend mit einem 5.1-Set von Fyne Audio (demnächst auf Hifitest.de). Und das hat mich insbesondere angesichts der Preise von Elektronik und Lautsprechern, enorm beeindruckt. Unser Kinoraum ist tendenziell etwas stark bedämpft, und dennoch hatte der Elements 5.1 auch bei gehobenen Pegeln keinerlei Probleme, Filme dynamisch und druckvoll wiederzugeben. Gehoben heißt hier, dass der Pegel absolut ausreicht, um einen friedfertigen Nachbarn in einen Choleriker zu verwandeln. Mehr Power ist in einer Mietwohnung oder einem noch moderaten Kino sicher nicht nötig. Zumal viele Wohnzimmer ja deutlich kleiner sind als unser Kino, was bedeutet, dass Hörabstände und Schallpegel daher auch kleiner bzw. höher ausfallen. Dabei überzeugte das Duo nicht nur akustisch mit Action a la „Casino Royale“ oder „Furiosa“, auch das Bild des Elements Blu-ray überzeugte auf ganzer Linie. Mehrkanal Musik-Blu-rays, wie es sie unter anderem von Steven Wilson gibt, machten großen Spaß, wobei hier die Lautsprecher am Ende des Tages das größte Wörtchen mitzureden haben. 

Somit ist das Duo für mich eine Runde Sache, weil es sozusagen Grundbedürfnisse vollauf erfüllt und bei den Paradedisziplinen spart, die viele vielleicht gar nicht benötigen. Die Basis stimmt. Der Amp spielt kontrolliert, detailreich und lebendig. Der Player ist klar und sauber abgestimmt, sodass die beiden Audioblocks mit allen nicht übertrieben leistungshungrigen und halbwegs neutral abgestimmten Lautsprechern harmonieren dürften. Und mit etwas Eingewöhnung sind auch die leichten Bedien-Schwächen kein Thema. Oder man schaut sich auf dem Markt der Universalfernbedienungen um.   

Fazit

Ein tolles, sinnvoll ausgestattetes Duo zum fairen Preis. Bild und Ton auf hohem Niveau.

Den Test finden Sie in der HiFi Test 2/2026. Das Heft ist in unserem Shop als e-paper oder als Print-Ausgabe erhältlich
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Bewertung: Audioblock Elements 5.1
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten: Audioblock Elements 5.1
Preis (in Euro) 999 
Vertrieb Audioblock, Hude 
Telefon: 04484 92009010 
Internet: www.audioblock.de 
Ausstattung:
Ausführungen Schwarz, Silber 
Abmessungen (B x H x T in mm) 250 x 80 x 260 
Gewicht 3 kg 
Ausstattung AV-Receiver, UKW-/DAB+-/Internetradio, Bluetooth, Spotify connect, Deezer 
Anschlüsse 1 x analog, 2 x digital, 2 x TV, 1 x TV ARC, USB, RJ45 
Ausgangsleistung 5 x 50 Watt/4 Ohm 
Garantie 2 Jahre 
+ fairer Preis / ausreichend Leistung 
+ sehr guter, strukturierter und dynamischer Filmklang 
- keine exakte Lautsprechereinstellung möglich 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
Bewertung: Audioblock Elements Blu-ray
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten: Audioblock Elements Blu-ray
Preis (in Euro) 899 
Vertrieb: Audioblock, Hude 
Telefon: 04484 92009010 
Internet: www.audioblock.de 
Ausstattung:
Ausführungen Schwarz, Silber 
Abmessungen (B x H x T in mm) 250/80/230 
Gewicht 3,5 kg 
Ausstattung Blu-ray-Laufwerk 
Anschlüsse analoge und digitale Ton- und Bild-Ausgabe (Cinch und HDMI), USB für Festplatte 
Garantie 2 Jahre 
+ sehr gutes Bild / sehr guter Ton 
+ ordentlicher CD-Klang 
- Bedienung mit Fernbedienung etwas kompliziert 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
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Autor Alexander Rose-Fehling
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Datum 10.03.2026, 11:14 Uhr
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Es stimmt schon, nicht jede Anlage profitiert gleichermaßen von einem Riesen-Transformator wie dem Rowen PT 2000. Wenn der Klang aber zulegt, dann häufig in unerwarteten Dimensionen

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