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Kategorie: Kopfhörer InEar

Einzeltest: Panasonic RP-HDE10


Iron Man

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Der Panasonic RP-HDE10 ist mit einer  Preisempfehlung von 250 Euro nicht  mehr wirklich im Einsteigersegment  angesiedelt. Da braucht es schon gute  Argumente, um potenzielle Käufer zu  überzeugen, ihr Geld in einen In-Ear zu  investieren.

Äußerlich macht der Panasonic einiges her: Die massiven Gehäuse von aus dem Vollen gefrästen Metall wirken äußerst solide, ohne viel Gewicht mit sich zu bringen. Die ca. 6 Gramm pro Seite sind kaum spürbar und mit Sicherheit nie unangenehm im Ohr. Das gummierte, 1,2 Meter lange Zuleitungskabel hat ein Mikrofon und einen Play/Pause-Controller integriert. Toll: Man kann das Kabel auch ohrhörerseitig abnehmen und somit im Falle einer Beschädigung ersetzen. Gegenüber Schabgeräuschen ist das Kabel recht unempfindlich, Klopfen kommt jedoch deutlich durch. Den sinnvoll gestaffelten Größen der Ohrpassstücke sei´s gedankt, dass die Teile ziemlich gut im Ohr sitzen. Im Metallgehäsue steckt ein 11,5-Millimeter-Treiber, den Panasonic als „High-Resolution-Membran“ beschreibt. Angetrieben wird sie von einem starken Neodymmagneten, der sicherlich einen großen Anteil am mit 108 dB/W/m beachtlichen Wirkungsgrad haben dürfte. Eine Impedanz von 34 Ohm ist auch noch für so ziemlich jedes portable Gerät verdaulich. Panasonic gibt eine unglaubliche Frequenzbandbreite von 3 Hz bis 50 kHz an. Panasonic legt einen Adapterstecker für 6,3-Millimeter-Klinkenbuchsen bei, so dass man auch am Verstärker zu Hause hören kann.

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Das dürfte den Anspruch dieses Modells verdeutlichen: Hier will man nicht nur den Wunsch nach dem kurzen Kick für unterwegs bedienen, sondern auch „ernsthaften“ Musikgenuss in höchster Klangqualität ermöglichen. Aber kann Panasonic mit dem RP-HDE10 liefern und dieses Versprechen erfüllen? Der Eindruck von Weite ist so ziemlich das Erste, was mir mit John Zorns „Zechziel“ auffällt. Die Instrumente der Jazz-Aufnahme verteilen sich schön im Raum, der sich in realistischen Ausmaßen in alle Dimensionen erstreckt. Das Auflösungsvermögen der RP-HDE10 ist grandios und wirkt nicht übertrieben oder aufgesetzt. In „My Red Hit Car“ von Squarepusher ist das vertrackt gesampelte Blechwerk vorzüglich von den anderen elektronischen Spielereien im Hochton zu unterscheiden, nervt aber nie. Die anfänglich minimal überzogene Strahlkraft im Hochton legt sich nach einigen Stunden Einspielzeit und macht einer über alles leicht warmen, feinen und eher sanften tonalen Charakteristik Platz. In Madrugadas „Hands Up, I Love You“ trifft der knorrige E-Bass genau die richtige Balance aus warmem Tiefgang und differenziertem Mittelton, der wiederum von einer minimalen Betonung des Präsenzbereichs profitiert.

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Die ist auch für den einzigen Kritikpunkt am RP-HDE10 zuständig: Stimmen und Blasinstrumente können im Extremfall ein wenig hart wirken, und Zischlaute besitzen in einigen Fällen (genanntes Stück von Madrugada) eine leichte Schärfe – aber beides bleibt im Rahmen. Grobdynamisch spielen die RP-HDE10 in ihrer Preisklasse locker mit, betonen diesen Aspekt der Wiedergabe aber nicht – sie ziehen eine entspannte und vornehme Gangart mit viel Feinsinn und Genuss vor. Sie sind tonal neutrale In-Ears mit audiophilem Einschlag, die zwar auch mit deftiger Rockmusik oder Elektro gut zurechtkommen, insbesondere aber Klassik- und Jazzfans sowie audiophile Genießer begeistern werden

Fazit

Die Panasonic RP-HDE10 bieten tiefen, druckvollen  Bass, eine feine, klare Hochtonauflösung und sehr  elaborierte Klangfarben. Grobdynamisch geht anderswo noch mehr – feindynamisch aber kaum.

Preis: um 250 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Panasonic RP-HDE10

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 50%

Passform 20%

Ausstattung 20%

Design 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Panasonic Deutschland, Hamburg 
Internet www.panasonic.de 
Prinzip In-Ear 
Treiber 11,5-mm-„High-Resolution-Membran mit Neodymmagnet 
Frequenzumfang 3 – 50.000 Hz 
Impedanz (in Ohm) 34 
Empfindlichkeit 108 dB/mW 
Max. Belastbarkeit: 150 mW 
Kabel 1,2 m, Mikrofon und Controller für Anruf- und Musiksteuerung 
Gewicht (in g) 28 g (12 g ohne Kabel) 
Anschluss vergoldeter Stereo-Mini-Stecker, 3,5 mm 
Zubehör: Transportetui, Clip, anpassbarer Halter, Pass-Stücke (XS, S, M, L), Steckeradapter (6,3 mm) 
geeignet für: mobiles HiFi 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Michael Bruss
Autor Michael Bruss
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Datum 19.01.2017, 09:56 Uhr
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  • www.heimwerker-test.de
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