Kategorie: Micro-Anlagen

Einzeltest: Arcam Arcam Solo Mini + KEF iQ 30


Solo mit Begleitung

Micro-Anlagen Arcam Arcam Solo Mini + KEF iQ 30 im Test, Bild 1
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Klassische Stereoanlagen mit hochwertigen Lautsprechern, CD-Spieler, Verstärker und Radiogerät erfreuen sich wieder zunehmenden Interesses.

Nicht jeder Musikfan möchte in seinem Zuhause ein Stereosystem aus klobigen Einzelbausteinen aufbauen. Der englische Hersteller Arcam bietet mit dem Solo Mini eine hochspannende Alternative und vereint drei Geräte in nur einem kleinen, aber überaus adretten Kästchen. Wir kombinieren mit dem Solo Mini von Arcam ein weiteres Produkt von der britischen Insel. Als Lautsprecher haben wir die Regalboxen KEF iQ 30 ausgesucht, die wie auch die Geräte von Arcam aus dem Portfolio des deutschen Vertriebs GP Acoustics aus Lünen stammen. So wird sich denn diese Kombination bestimmt auch bei vielen Fachhändlern wiederfinden, die Arcam oder KEF führen. Dass die Symbiose aus Arcam und KEF-Produkten ganz hervorragend funktioniert, hat schon unser Bericht in der HIFI TEST-Ausgabe 5/2008 bewiesen, als wir den Verstärker A28 und die Lautsprecher XQ 20 eingehender untersuchten.

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Arcam Solo Mini

Das Design des nur 23 cm breiten und 9 cm hohen HiFi-Bausteins ist sehr zurückhaltend – fast könnte man glauben, hier habe das Bauhaus mit seiner Auslegung des Spruchs „Form follows function“ des US-amerikanischen Architekten Louis H. Sullivan Pate gestanden. Ohne weiteres Ornament ziert den kleinen Stereo-CD-Receiver auf seinem Deckel nur eine schmale Leiste von Drucktasten, mit denen sich der Solo Mini direkt am Gerät bedienen lässt. Auf der Front sitzt über dem Slot-in-Laufwerk ein gut ablesbares zweizeiliges Display; zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen mit Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörer und tragbaren Audioplayer komplettieren mit der Schnittstelle für USB-Speichermedien die Ausstattung. Wenden wir unseren Blick der Rückseite zu, können wir neben vier analogen Audioeingängen und zwei -ausgängen auch noch ein Paar Antennenbuchsen ausmachen. Zwei, da neben einem herkömmlichen UKW-Tuner auch noch ein DAB-Receiver mit an Bord des Solo Minis ist. Über die „RS232-Control“-Schnittstelle kann das optional erhältliche iPod-Dock „rDock“ angeschlossen und per Systemfernbedienung gesteuert werden.

Micro-Anlagen Arcam Arcam Solo Mini + KEF iQ 30 im Test, Bild 2Micro-Anlagen Arcam Arcam Solo Mini + KEF iQ 30 im Test, Bild 3Micro-Anlagen Arcam Arcam Solo Mini + KEF iQ 30 im Test, Bild 4Micro-Anlagen Arcam Arcam Solo Mini + KEF iQ 30 im Test, Bild 5
Die Lautsprecher-Schraubklemmen fassen auch größere Kabelquerschnitte oder können mit Bananensteckern konfektionierte Kabel aufnehmen. Im Inneren des prall gefüllten CD-Receivers kann der Solo Mini die audiophile Handschrift von Arcam nicht verleugnen. Aus den hochwertigen Komponenten der FMJ-Serie stammen die bewährten Schaltkreise, vom CD 73 hat der „Kleine“ sogar die D/A-Wandler und den Präzisions-Taktgenerator geerbt. Schließlich benutzt der Solo Mini noch die gleichen Endstufentransistoren, die auch im Solo Music verbaut werden.

Arcam rDock

Um einen iPod mit dem Solo Mini nutzen zu können, bietet Arcam das „rDock“ an. Diese Dockingstation hat eine eigenständige Verstärkerelektronik eingebaut und kann ganz einfach über die RS232-Schnittstelle des Solo Minis angeschlossen werden. Mit der Systemfernbedienung kann der angedockte iPod bequem gesteuert werden. Dabei gibt das Display des CD-Receivers Feedback über die abgespielten Titel und Interpreten. Auf Wunsch lädt das rDock den eingesetzten iPod; die Ladefunktion kann aber auch deaktiviert werden, um letzte Klangreserven zu mobilisieren. Über die Composite- oder S-Video-Ausgänge werden bei Bedarf Bildsignale an einen Bildschirm übertragen.

KEF iQ 30

Die musikalischen Signale des Solo Minis von Arcam setzen die KEF-Lautprecher iQ 30 um, die Nachfolger der beinahe schon legendären iQ 3. Als Schallerzeuger wird ein 165 mm großes Uni-Q-Chassis verwendet. Im Zentrum des Tiefmitteltöners sitzt die 19-mm-Hochtonkalotte, die durch eine „Tangerine Waveguide“ genannte Schallführung gekrönt wird. Laut KEF sorgt dies für einen geradlinigeren und kräftigeren Hochtonbereich des 19-mm-Chassis. Tief- und Hochtöner werden bei etwa 2.500 Hertz voneinander getrennt. Das flott geschwungene MDFGehäuse der iQ 30 ist weitestgehend ohne parallele Schallwände konstruiert, was internen stehenden Wellen entgegenwirkt und Gehäuseresonanzen vermindert. Hochwertige Biwiringterminals mit kräftigen Kabelbrücken und die magnetische Abschirmung vervollständigen das sehr ausgereift wirkende Lautsprecherpaket, das in den Farbvarianten Esche schwarz, Apfel dunkel und Nussbaum erhältlich ist.

Klang

Im Hörraum werden die hübschen Lautsprecher auf in der Höhe optimal passenden Standfüßen platziert. Und mit dem angeschlossenen Arcam Solo Mini präsentiert sich das KEF-Duo sogleich in bester Spiellaune. Chris Jones‘ sonore Stimme wird glaubhaft reproduziert, die Abbildung der begleitenden Gitarre und des druckvollen Bass wirkt absolut stimmig. Das Uni-Q-Chassis spielt seine große Stärke bei der räumlichen Abbildung aus und überzeugt durch exzellente Tiefenstaffelung trotz weit aufgefächerter Bühne. Die doch recht kleinen iQ 30 gefallen auch durch ihre straffe und tief reichende Basswiedergabe, was einen Subwoofer leicht entbehrlich macht. Absolut überzeugend ist auch der sehr kompakte Solo Mini, der einfach nach viel mehr klingt, als es die Verstärkerleistung und Gehäusegröße vermuten lassen. Mit den iQ 30 harmoniert er sehr schön: Diesem Gespann gehen vollmundige und stressfreie Musikwiedergabe einfach von der Hand. Probeweise verkabeln wir auch einmal die Standboxen iQ 70 mit zusätzlichem Tieftontreiber. Aber auch hier überzeugt der kleine Solo durch seine souveräne Klangwiedergabe mit voller Kontrolle über die auf den Datenträgern enthaltenen Detailinformationen. Selbst bei hohen Lautstärken streicht er nicht die Segel – Respekt!

Labor

KEFs iQ30 zeigt sich im Messlabor recht ausgewogen und kann durch das exzellente Rundstrahlverhalten auf sich aufmerksam machen. Direkt auf Achse gemessen fällt eine Überhöhung des Fequenzbereichs um 14.000 Hertz auf. Unter einem Winkel von 15 Grad spielt die iQ 30 dagegen sehr ausgewogen. Sehr gut aufgelegt präsentiert sich auch der Verstärkerteil des Solo Minis: Zwar nur zweimal 29 bzw. 35 Watt stark, kann der Arcam aber mit wenig Klirrkomponenten, gutem Rauschabstand und sehr ordentlicher Kanaltrennung glänzen.

Fazit

Wieder einmal funktioniert eine Kombination aus KEF- und Arcam-Produkten ganz vorzüglich – die lebendigen Lautsprecher iQ 30 sind die ideale Ergänzung für den sehr erwachsen klingenden CD-Receiver Solo Mini. Lassen Sie sich von den minimalen Abmessungen des Arcam-Geräts nicht in die Irre führen – der „Kleine“ klingt ganz groß!

Preis: um 1700 Euro

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Arcam Arcam Solo Mini + KEF iQ 30

Spitzenklasse


08/2009 - Jochen Schmitt

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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 24.08.2009, 15:39 Uhr
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