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Kategorie: Musikserver

Einzeltest: Antipodes EX


Musikserver Antipodes EX

Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 1
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Antipodes möchte es Kunden leichter machen, in die recht komplexe Welt des digitalen Audio einzusteigen. Der deutsche Vertrieb des neuseeländischen Herstellers trägt seinen Teil dazu bei. 

Noch immer halten viele an der bewährten CD als hauptsächliches Wiedergabemedium fest. Damit macht man nichts falsch, und auch im Jahr 2020 zeigt sich immer wieder, dass das Format seine Berechtigung hat. Doch in Sachen Komfort, Flexibilität und letztlich durch HiRes auch Klang, kommt die betagte Scheibe im Vergleich mit Streaming und serverbasierter Wiedergabe immer seltener auf einen grünen Zweig. Doch der Umstieg ist kein leichter. Jeder versteht, wie man ein Album in einen Player einlegt, doch einen Netzwerkspeicher einzurichten und zu verwalten, benötigt zusätzliche Hardware und ein wenig Know-how. Die damit verbundene Einarbeitung wird von vielen gescheut.

Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 2Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 3Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 4Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 5Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 6Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 7Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 8Musikserver Antipodes EX im Test, Bild 9
CM-Audio aus Mönchengladbach hat sich darauf spezialisiert, diesen Umstieg zu erleichtern. Hier können Kunden Server, Streamer und andere Geräte bei sich zu Hause ausprobieren. In einem Testpaket wird alles Nötige geliefert, was selbst Kabel, ein Tablet zur Steuerung und eine sehr detaillierte Anleitung beinhaltet. Auch beim und nach dem Kauf eines der Systeme steht man dort mit Rat und Tat zur Seite und hilft per Fernwartung dabei, die Geräte genau nach Wunsch einzurichten. (Genaueres zum Testpaket lesen Sie in HIFI EINSNULL 2/19). Die Kompetenz von CM-Audio in Sachen Musikserver hat auch Antipodes Audio aus Neuseeland überzeugt, die den Mönchengladbachern darum seit einiger Zeit den Vertrieb ihrer Geräte im deutschsprachigen Raum anvertraut haben. Genau wie der Vertrieb auch, setzt unser Testgerät auf einen guten Einstieg und eine flexible Handhabung, die dem Nutzer genau das bietet, was er benötigt. Der Antipodes EX ist der Einstiegsserver des Herstellers, was ihn im Markt selbst aber durchaus im oberen Segment einordnet. Hier wurde auf Audiowiedergabe ausgerichtete Technik mit einem cleveren Softwarepaket verbunden, um ein enorm flexibles Musiksystem zu schaffen. Das beginnt schon bei der Modellpalette von Antipodes, die neben den Servern auch diverse Zusatzgeräte wie eine Rippingstation oder ein Clockingmodul anbietet, die besonders leicht mit den Musikspeichern kombiniert werden können. Mit dem EX besitzt man aber bereits alles, was man benötigt, um in die Streamingwelt einzusteigen. Basis ist ein speziell audiophil ausgelegtes Motherboard, das durch kurze Signalwege Taktungs- und Strahlungsbeeinl ussungen minimieren soll. Kern ist ein Quad-Core-Prozessor, der bewusst auf die Anwendungen des EX ausgesucht wurde und im Vergleich mit normalen Computern eher wenig Leistung bringt, was aber erneut zu reduzierten Einstrahlungen beiträgt. Beim Arbeitsspeicher hielt man sich weniger zurück, denn Antipodes nutzt satte 8 Gigabyte RAM, um schnellen Zugriff auf wichtige Daten zu erhalten. Auch beim Netzteil achtete man besonders auf eine möglichst ruhige Arbeitsweise und kurze Übertragungswege. Die direkte Nähe der Stromversorgung zum Mainboard ist normalerweise ein Problem, doch erneut wählte Antipodes seine Komponenten sorgfältig aus und kommt bei seiner Konstruktion sogar ohne die üblichen Netzfilter aus, die nach Meinung der Ingenieure ebenfalls negative Auswirkungen auf den Klang haben. Für das Speichern von Musik bietet der EX an seiner Rückseite gleich zwei Slots, in denen 2,5-Zoll-SATAFestplatten genutzt werden können. Bis zu acht Terabyte Speicher werden vom System unterstützt, was problemlos für mehrere Tausend CD-Rips ausreicht. Dementsprechend bietet der Server alle Anschlüsse, um eine leichte Integration in eine bestehende Anlage zu ermöglichen. Dazu gehört auch ein Cinchausgang für analoge Signale, die vom internen DAC des Gerätes kommen. Dieser ist allerdings vom Hersteller selbst eher als Übergangslösung gedacht. Wer bisher nur einen normalen Vollverstärker ohne digitale Anschlüsse besitzt, kann so direkt loslegen. Der Wandler ist HiRes-fähig und unterstützt Samplingraten bis hin zu 192 kHz bei 24 bit, ist allerdings nur bedingt auf wirklich audiophile Ansprüche ausgelegt. Primär ist der EX dazu gedacht, mit einem guten externen DAC verwendet zu werden. Dieser kann einem von zwei dafür vorgesehenen USB-Ports angeschlossen werden, von denen einer sogar die übliche 5-Volt-Spannung unterdrückt. Die zusätzlichen USB-AAnschlüsse an der Rückseite dienen hingegen der Verbindung mit den erwähnten Zusatzgeräten oder zur Speichererweiterung oder dem Erstellen von Back-ups mit externen Festplatten. DACs mit passendem Anschluss oder auch weitere Streamingkomponenten können außerdem per Ethernetkabel direkt mit dem Server verbunden werden. Dieser fungiert dann als audiophiler Netzwerkswitch, gewährt weiterhin Zugang zu allen gespeicherten Daten und dem Internet, während die Verlegung von Kabeln im Hörraum so deutlich vereinfacht wird. Der Umstieg wird einem also so leicht wie möglich gemacht, was man allerdings besonders bei der Software des Servers bemerkt. Anders als bei den meisten anderen Musikspeichern steht dem Nutzer hier eine Auswahl unterschiedlicher Methoden der Datenbereitstellung zur Verfügung. Standardmäßig arbeitet der Server mit Squeezebox und Squeezelite, wodurch auch die direkte Wiedergabe am Gerät mit einer passenden App gesteuert werden kann. Dazu ist der Antipodes auch als Roon Ready eingerichtet. Wer das beliebte Programm bereits auf einem Computer oder auf einem anderem Server installiert hat, kann den EX von dort aus mit Musik beliefern. Andersherum ist auch die Nutzung des EX als Roon-Core möglich, der anderen Geräten die Daten selbst zur Verfügung stellt. Allerdings ist die Nutzung einiger besonders rechenintensiver Funktionen des Programms, wie beispielsweise dem DSP, nur bedingt möglich. Hierfür empfiehlt der Hersteller den etwas leistungsfähigeren CX-Server. Neben Squeezbox und Roon bietet Antipodes noch einige weitere Möglichkeiten. Shairport und Minim können ebenso genutzt werden wie Bubble UPnP und MPD Player. Auch auf Systeme von Sonos kan der EC ausgerichtet werden und Plex und Spotify werden ebenfalls unterstützt. Das bedeutet, dass man als Einsteiger verschiedene Software ausprobieren kann und sich schließlich für die entscheidet, mit der man am besten zurechtkommt oder die für weitere Geräte am besten funktioniert. Dabei ist die Einrichtung der verschiedenen Varianten hervorragend einfach gelöst. Über ein Browsermenü kann das entsprechende Programm mit einem Klick hinzugefügt oder entfernt werden. Auch die Einstellungen, die man als Nutzer selbst vornehmen möchte oder muss, sind äußerst übersichtlich präsentiert, und verschiedene Optionen sind mit kurzen Erklärungen versehen, sodass man genau weiß, was sich ändert. Zur Not steht CM-Audio ja mit Rat und Tat zur Seite. Was man hingegen ganz für sich hat, ist der wunderbare Sound, den der EX generiert. Der interne DAC ist als Einstieg in die Welt von Streaming und HiRes in Ordnung, wobei bereits hier der dunkle Hintergrund auffällt, den Antipodes durch seine penible Konstruktion ja erzeugen möchte. Per USB legt der EX als Player dann richtig los. Die Offenheit, die der Server an den Tag legt, ist einfach ausgezeichnet. Egal ob einsame Pianistin, schmutziger, kraftvoller Rock oder klassisches Orchester, stets hat man das Gefühl, direkt vor der Bühne zu sein. Der dunkle Hintergrund macht sich hier besonders bemerkbar und lässt Drums aus dem Nichts heraus mit hervorragender Präzision auf den Hörer treffen und ebenso schnell, wie sie kamen, wieder verschwinden. Gerade bei HiRes entwickelt der EX einen beeindruckenden Dynamikumfang, der auch Feinheiten gestattet, sich gut im Raum zu entfalten. Stets transparent und konturiert gab der Server seine Signale mit absoluter Neutralität an unseren DAC weiter. Antipodes bietet mit dem EX eine tolle Möglichkeit, die CD hinter sich zu lassen. Der emotionale, frische Klang stellt wunderbar die Vorteile hoch aufgelöster Musikdateien dar. Dazu kommt die Flexibilität in der Ausrichtung des Servers und damit auch die Art der Bedienung. So einfach kann der Umstieg sein, man braucht nur den passenden Partner.

Preis: um 5000 Euro

Musikserver

Antipodes EX


02/2020 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 5.000 Euro 
Vertrieb: CM-Audio, Mönchengladbach 
Telefon 02161 6782451 
Internet: www.cm-audio.net 
B x H x T: 240 x 90 x 290 mm 
Eingänge: 1 x Ethernet 2 x SATA 2 x USB-A 
Unterstützte Formate: gängige PCM-Formate und DSD 
Unterstützte Abtastraten: bis 768 kHz, 32 Bit; DSD bis DSD512, 22,4 MHz, 1 Bit (DAC bis 192 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo 1 x Ethernet 2 x USB-A 2 x HDMI 
<checksum> Wer Server bisher wegen ihre Komplexität gemieden hat, benötigt eine neue Ausrede. Antipodes EX bietet alles, was man für den Ein- oder Umstieg auf HiRes Audio benötigt, und macht es dank flexibler, leicht zu bedienender Technik umso einfacher, in den Genuss seines frischen, emotionalen Klangs zu kommen. 
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 29.02.2020, 15:03 Uhr
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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