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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Tribute to the Lady (Vinyl Lovers)


Sam Cooke · Tribute to the Lady

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Da kann er machen was er will, der Sam Cooke. Wenn man einen Überhit im Portfolio  hat,  den  jeder  kennt  und  sofort  im  Kopf  hat,  wenn  sein  Name  fällt, dann ist es schwierig mit anderen Stücken daneben zu bestehen. Seine Stimme und die Art, diese einzusetzen erinnern allerdings stets an „Wonderful World“, das in der Rolling-Stone-Liste der 500 besten Songs aller Zeiten einen respektablen Platz 373 belegt. Kurz bevor er diesen Klassiker komponierte, brachte er 959 „Tribute to the Lady“ heraus, eine Hommage an Billie Holiday. Keiner konnte ahnen, dass diese kurz nach Veröffentlichung dieser Aufnahme starb, und so erweckte das Album den Anschein eines Nachrufs, war aber gar nicht als solcher gedacht. Auf zwölf Stücken wühlt sich Sam Cooke durch die Songs der Sängerin und versieht sie mit seiner typischen, leicht sägenden Kopfstimme mit riesigem  Wiedererkennungswert.  Das  Album  gab  ihm  Gelegenheit,  einmal  abseits  der Pop-Pfade zu wandeln, was er weidlich ausnutzt und sich zum Beispiel auf dem famosen „Solitude“ auf Terrain begibt, in dem er sonst nicht zu Hause ist. Auch auf „They Can’t Take That Away From Me“ geht er ganz auf in seiner neuen Rolle als Jazz-Sänger.

René Hall dirigiert das mit 14 Personen besetzte Orchester, das sich überwiegend im Hintergrund hält, um Sam Cooke die Bühne nicht streitig zu machen. Die Neuauflage aus dem Hause Vinyl Lovers bietet auf jeder LP-Seite noch einen  Bonus-Track. „There I’ve Said It Again“ und „Blue Moon“ wurden in anderer Besetzung und in anderem Kontext ein Jahr vor den Aufnahmen zu „Tribute to the Lady“ eingespielt, fügen sich aber recht gut in das Konzeptalbum ein. Für den geforderten Preis ist die Aufnahme recht ordentlich, klangliche Wunder oder besondere Ausstattungsdetails sollte man allerdings nicht erwarten.

Fazit

Typischer Sam Cooke-Sound, hier in seiner jazzigsten Form.
Tribute to the Lady (Vinyl Lovers)


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Ralf Henke
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Datum 18.02.2017, 12:00 Uhr