Kategorie: Aktivlautsprecher

Aktivstandlautsprecher · Joep Slooten Hyperion iP 3.5


Uitdaging aangenomen

Aktivlautsprecher Joep Slooten Hyperion iP 3.5 im Test, Bild 1
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Sie kennen die Geschichte: Ein Musikbegeisterter (in diesem Fall ein extrem talentierter Schreiner) übertreibt es mit dem Hobby HiFi und baut plötzlich sagenhaft gute Lautsprecher. Der Clou: In seine unbeschreiblich aufwendigen Gehäuse setzt er aktive Lautsprechertechnik von KS Audio ein. Eine traumhafte Kombination. 

Joep Slooten hat sich spezialisiert. Sein Talent steckt er in Möbel mit Echtholz-Furnier und abgerundeten Ecken. Man kann die Möbel, die man auf joepslooten.nl sieht, kaufen oder eigene Ideen umsetzen lassen. Als Slooten ein Kind war, ließ seine Mutter ihm die Wahl: Entweder drei Wochen Urlaub oder ein Schuppen hinterm Haus. Slooten wählte den Schuppen, in dem er fortan seine Liebe für Materialien wie Holz und Metall sowie deren Verarbeitung kultivierte. Slooten ist gelernter Maschinenbauer und Werkzeugmacher, hat nebenbei eine Ausbildung zum Goldschmied gemacht und war im Herzen auch immer Musikbegeisterter.

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Auf die Musikwelt übertragen könnte man sagen, bei Joep Slootens Fähig- und Fertigkeiten kommen Grob- und Feindynamik ideal zusammen. Diese Fertigkeiten sieht man seinem Spitzenlautsprecher Hyperion iP 3.5 an. Er ist handwerklich eine eigene Klasse. Dafür muss man den Lautsprecher nicht mal live sehen, es genügen die Fotos auf der Seite des Herstellers oder eben in diesem Artikel. Ich habe in meiner gesamten Beschäftigung mit dem Thema HiFi noch nie einen so wunderschön gefertigten Lautsprecher gesehen. Alleine die Dachkonstruktion, das ist einfach sagenhaft- Als Kollege Schmidt, der vom Gehäusebau erheblich mehr versteht als ich, die Hyperion gesehen hat, hat er den Preis der Gehäuses alleine auf über 12.000 Euro geschätzt, und das auf den ersten Blick. Joep Slooten bestätigt die Schätzung: Über 250 Arbeitsstunden stecken in dem Paar. „Bei einem üblichen Schreinerstundensatz von 60 Euro lägen die Lohnkosten allein schon bei 15.000 Euro“, erklärt Slooten. Was soll ich sagen, man sieht den Gehäusen jede Stunde an. Das ist Kunsthandwerk im allerbesten Sinne. Für das Holz sind weitere 900 Euro fällig. Auch hier ist schon die Auswahl etwas Besonderes: Man kann nämlich mit Slooten gemeinsam das Holz aussuchen, zum Beispiel Nussbaum mit hellem Splintholz, wie beim Testmuster. So oder so bekommt man ein absolutes Unikat, was einfach eine schöne Sache ist.

 Qual der Wahl 

Fehlt noch der Kostenaufwand für die edle Elektronik, denn bei den Hyperions handelt es sich um aktive Lautsprecher. Ich bin in Sachen HiFi alles andere als preisunsensibel, aber wer rechnen kann, erkennt schnell, dass es Slooten hier nicht um Gewinnmaximierung gehen kann, sondern darum, HiFi-Fans mit dem Sinn für feinste Holzarbeiten glücklich zu machen. Zwischen 17.000 und 21.000 Euro kostet ein Paar Hyperion iP 3.5. Dabei ist unser Testgerät im Grunde ein Vorschlag. Denn nicht nur die Holzart, sogar die Gehäuseform ist auf Wunsch anpassbar. Es gibt auch eine kleine Schwester, die auf das gespiegelte Furnier verzichtet, technisch aber identisch ist (ab 12.000 Euro). Und dann gibt es noch weitere Modelle, sowohl Stand- als auch Kompaktboxen sowie einen Bluetooth-Lautsprecher im Edelgehäuse. Klar muss sein: Wer einen „Joep Slooten“ kauft, muss ein wenig Geduld haben… Und wer generell über neue Möbel nachdenkt und das entsprechende Konto hat: Auf Wunsch werden optisch perfekt passende Möbel, etwa eine TV-Bank, mitgebaut. 

KS Audio

Wenn man wirklich exzellente Technik, also Chassis und Elektronik, sucht, landet man, eine gewisse Kompromisslosigkeit vorausgesetzt, bei KS Audio aus Hettenleidelheim. Hier entstehen seit über 40 Jahren unter der Leitung von Firmengründer, CEO und Entwicklungsleiter Dieter Klein PA-Systeme von höchster Qualität. Die Firmenphilosophie, wenn man es denn so nennen möchte, lautet: lebensecht und akkurat. Die Lautsprecher finden sich unter anderem in der Semper Oper, in den Münchner Kammer spielen, der Mercedes Benz Arena Stuttgart oder auch im Deutschen Reichstag (die internationalen Beispiele lasse ich jetzt mal weg). Für die Entwicklung der Hyperion arbeitete Slooten zum ersten Mal mit KS Audio zusammen. Nun hatte er das Gefühl, den entscheidenden Schritt Richtung Perfektion zu machen. Die Zusammenarbeit war eng, die Profis von KS Audio standen Slooten mit Rat und Tat zur Seite. Und da auch Slootens Philosophie ist, den Klang nicht zu verändern, schien dies ein Match Made In Heaven zu sein. Es gab aber noch einen zweiten Experten, den Slooten zu Rate zog. Cees Ruijtenberg ist Fachmann für Lautsprecherbau. Er konnte mit seiner Erfahrung und Expertise nicht nur beratend zur Seite stehen, sondern übernahm im Grunde die technische Entwicklung der Hyperion.

Aktiv

Aber warum eine aktive Box? Privat wurde Slooten das Zusammenspiel zwischen Kabeln, Boxen und Elektronik irgendwann zu nervig und es entstand der Wunsch nach einer simpleren Lösung (ein Gefühl, dass ich gut kenne). Und da kam dann schnell der Gedanke auf, auf Aktivlautsprecher zu setzen. Die Reduktion war nun perfekt geklungen: Neben den Lautsprechern nutzt er lediglich einen Streamer. Das bedeutet auch, dass keine unnötigen Wandlungen von analog zu digital zu analog stattfinden: Der Streamer liefert ein Digitalsignal direkt in die Elektronik der Lautsprecher, es wird also nur ein einziges Mal gewandelt, von digital nach analog, ganz am Ende der Kette. 

Technik

In jeder Hyperion sitzen insgesamt acht KS-Audio-Treiber: Zwei 10-Zoll-Tieftöner, vier 5-Zoll-Mitteltöner, ein 3,5-Zoll-Ringstrahler sowie ein 1,75-Zoll-Kompressionstreiber. Die Treiber werden vollständig digital angesteuert. Dazu gibt es pro Kanal einen 4-Kanal-DSP. Dank der zum Lieferumfang gehörenden KS Audio Remote Software kann man die Wiedergabe, vielmehr den Frequenzverlauf, an Raum und Geschmack anpassen. Das ist ganz einfach, man benötigt nur die Software und einen Laptop. Für die Wiedergabe der Frequenzen ab 1,5 kHz ist ein leistungsstarker Kompressionstreiber zuständig. Dieser verfügt über einen „zylindrischen Waveguide“. Dessen Aufgabe ist es, die Wellenfront zu glätten, also im Grunde die Gleichmäßigkeit der Schallabstrahlung zu optimieren. So erinnert die Wellenfront an die eines Bändchen-Hochtöners, allerdings mit mehr Dynamikreserven. Hinzu kommt, dass der Kompressionstreiber eine ringförmige, also in der Mitte fixierte Membran hat, was dafür sorgt, dass Verzerrungen, die im Zentrum einer Kalotte entstehen, nicht auftreten können. Vertikal strahlt das System mit 30 Grad ab. Decken- und Bodenreflexionen werden dadurch drastisch reduziert, was die Sauberkeit des Klangbilds erheblich ver bessert, da in erster Linie Direktschall am Ohr ankommt. Horizontal hingegen ist die Abstrahlung breit, 120 Grad sind es hier, das ist auch typisch für Line-Arrays, wie man sie von Konzerten kennt. Die breite Abstrahlung sorgt dafür, dass der Bereich, in dem die Musik sehr gut klingt, nicht allzu klein ausfällt, auch wenn die Hyperion wie jeder Lautsprecher einen Sweetspot hat. Die vier 12,5-cm-Mitteltöner strahlen auch vertikal gebündelt ab und schließen so sehr homogen an den Hochton an. Hier handelt es sich um eine echte doppelte D’Appolito-Anordnung, was die klanglichen Vorzüge eines Koaxialtreibers bieten soll, nur mit besserem Abstrahlverhalten. Die beiden 25-cm-Bässe auf der Rückseite jeder Hyperion ergänzen dann einen sauberen, sehr tiefreichenden Bass. Auch diesen Bereich kann man bei Bedarf im Pegel anheben oder absenken, der Software sei Dank. 

Verstärker

Passend zu den drei Wegen gibt es zur Verstärkung pro Kanal drei eingebaute, topmoderne Klasse-D-Verstärkerwege mit DSP. 850 Watt sind für Mitten und Bässe kein Problem. Impulse dürfen aber gerne auch 1500 Watt verlangen. Der Hochtöner muss sich mit 200 Watt in Class A/B begnügen, was aber selbstverständlich reicht. 130 dB in einem Meter Abstand sind eine Ansage. Da die Elektronik in den Lautsprechern ein digitales Signal erhalten, sofern man eine „digitale Quelle“ anschließt (man kann auch analog in die Box), gibt es beim Konzept „Hyperion“ wie bei Slooten zuhause keine überflüssigen Wandlungen. Ich finde aber, dass man das nicht so dogmatisch, wie sich das liest, handhaben sollte. Die Box analog anzusteuern ist sowohl möglich als auch eine gute Idee, denn schlecht klingt es dadurch selbstverständlich nicht. Der reine Pfad wird halt verlassen durch eine zusätzliche Wandlung von analog zu digital. Für den Besitzer eines Paares fallen übrigens Spielereien und Experimente mit Cinchkabeln und Verstärkern weg. Warum? Nun, der Equalizer des DSP, den man mit der mitgelieferten KSAudio- Software steuert, erlaubt es, die Box so klingen lassen kann, wie man möchte, und darüber hinaus dadurch, dass die Treiber und die Elektronik perfekt zueinander passen. Bleiben noch Experimente mit Netzkabeln, Netzfiltern und Trenntrafos, die selbstverständlich auch bei aktiven Boxen sinnvoll sind. Und insbesondere in dieser Preisklasse sollte man diesbezüglich auch nicht zögerlich sein.

Hörtest

Noch eine Sache: Die Testmuster sind die persönlichen Exemplare von Joeep Slooten. Er nutzt sie zuhause mit kleinen Gummifüßen. Ausgeliefert werden die Boxen aber mit stabilen Füßen oder Spikes. Jetzt aber hören! Bei der Technik und dem Gehäuse, was soll da schon schiefgehen, dachte ich mir. Also das erste Soloalbum von Jon Bon Jovi (geboren als John Francis Bongiovi Jr.), „Blaze Of Glory“ in den Lyngdorf CD-2 geschoben. Santa Fe habe ich noch nie so schön und ergreifend gehört, mit tiefreichender Bühne, großem Schlagzeug und wunderbar stimmungsvollem Keyboard. Das wird bei anderen Boxen gerne mal verschluckt, hier nicht. Es verleiht dem Song Tiefe und Emotion. Diese Japan-CD ist nicht ohne, klingt aber über die Hyperion iP 3.5 mit der bewusst eingesetzten leichten Senke um 8 kHz plötzlich und unerwartet exzellent. Der „Jazz“ von Tonbruket funktioniert hier ebenfalls super, weil die Box die Stimmung des Konzertmitschnitts „Live Salvation“ sehr schön vermittelt. Die Tiefe des Klangbilds ist absolut überzeugend, der Bass füllt unseren großen Hörraum bis in die letzte Ritze, man hat bei „Dig It To The End“ mit geschlossenen Augen beinahe das Gefühl, im Stuttgarter Bix zu sitzen. Und auch bei sehr hohen Pegeln bleibt der Lautsprecher einfach völlig unbeeindruckt und unangestrengt. PA-Technik macht’s möglich. Das ist eine sehr coole Erfahrung, auch wenn ich gar nicht zur Lauthörerfraktion gehöre. „Axel F.“: Wahnsinn. Hundertmal gehört, aber selten so luftig-leicht, dabei so fundamental. „Wammer Jammer“ von der J.-Geils-Band-MFSL-SACD „The Morning After“: Der Moment, wenn nach dem langen Mundharmonika- Intro Schlagzeug, Gitarre und Bass einsetzen, macht, und das kommt bei mir sehr selten bis nie vor, Gänsehaut. Großes Kino. Erlauben Sie mir noch ein Beispiel. Auf dem 1996er Michael-Brecker-Album „Tales From The Hudson“ befindet sich das von Pianist Joey Calderazzo geschriebene Stück „Midnight Voyage“. Ich kann kaum sagen, wie sehr ich das Stück liebe. Über den Lautsprecher von Joep Slooten hat das Saxofon viel Luft, gefühlt einen Hauch mehr Wärme als sonst, und vor allem mehr Drive. Der Kontrabass hat Volumen und spielt klar erkennbare Noten! Das Ganze hat Saft, eine bemerkenswerte Staffelung und die Details, die diese exzellente, aber etwas fette Produktion zu bieten hat, werden einem klar auf einem frisch geputzten Silbertablett serviert. Wenn die Musik stimmt, entfesselt die Hyperion iP 3.5 eine selten zu erlebende Lebendigkeit. Wer sich so einen Lautsprecher leisten und hinstellen kann, der ist wahrlich zu beneiden. Sollte Ihre Neugierde geweckt sein: Man kann die Hyperions ganz unverbindlich in Kombination mit einem guten Mittagessen bei Joep Slooten in Rotterdam anhören. Und Rotterdam ist doch immer eine Reise wert.

Fazit

Die Kombination aus Größe, Power, Genauigkeit und Emotion, die Joep Slootens Hyperion iP 3.5 abliefert, findet man nur selten. Das wunderschöne, handwerklich perfekte Gehäuse findet man so nirgendwo. Zusammen mit der makellosen Technik entstehen Lautsprecher, die sprachlos machen können. Wollten Sie nicht sowieso mal nach Rotterdam fahren?

Kategorie: Aktivlautsprecher

Produkt: Joep Slooten Hyperion iP 3.5

Preis: um 17000 EuroPreis ja nach Ausführung

Ganze Bewertung anzeigen


4/2026
5.0 von 5 Sternen

Referenzklasse
Joep Slooten Hyperion iP 3.5

Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis je nach Ausführung ab 17.000 Euro 
Vertrieb Joep Slooten, Rotterdam 
Internet joepslooten.nl 
Ausstattung
Ausführungen Holz und Furnier nach Wunsch 
Abmessungen (B x H x T in mm) 150/1140/290 
Gewicht 49 kg 
Prinzip 4-Wege-Aktiv 
Anschlüsse XLR3-F und XLR3-M, Analog/AES-EBU Autoswitch, RJ45 
Treiber 2 x 10-Zoll-Bässe, 4 x 5-Zoll-Mitteltöner, 1 x 3,5-Zoll-Ringradiator, 1 x 1,75-Zoll-Kompressionstreiber 
DSP 32-bit, 192 kHz 
Garantie 2 Jahre 
+ unbeschreibliches Gehäuse 
+ grandioser, nahezu perfekter Klang 
+ an Raum und Geschmack anpassbar 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
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Alexander Rose-Fehling
Autor Alexander Rose-Fehling
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Datum 16.04.2026, 09:53 Uhr
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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