Kategorie: Schallplatten Waschmaschinen

Einzeltest: Watson‘s Plattenwaschmaschine


Hauptsache sauber

Zubehör HiFi Watson‘s Plattenwaschmaschine im Test, Bild 1
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Sie wissen schon lange, dass die Zeit für eine Plattenwaschmaschine reif ist, konnten sich wegen der teilweise knackigen Preise aber nicht dazu durchringen? Watson‘s könnte das ändern

Wo das kompakte, aber ordentlich schwere Gerät im Ursprung eigentlich herkommt, ist nicht so leicht zu sagen, wahrscheinlich ist‘s auch nicht so wichtig. Es ist in Deutschland im Handel erhältlich und wird von einem großen, namhaften Vertrieb betreut, darauf kommt‘s an. Die Formgebung des Geräts mutet etwas ungewöhnlich an, weil die Grundfläche kleiner ist als die der zu reinigenden Schallplatte. Auch der Teller, auf dem die Platte während des Reingungsvorgangs ruht, erreicht nicht das zwölfzöllige Gardemaß. Was aber fürs Handling keine große Rolle spielt. Mit knapp 500 Euro ist die Maschine ziemlich bezahlbar und muss sich in Sachen Verarbeitung nicht vor deutlich teureren Mitbewerbern verstecken.

Zubehör HiFi Watson‘s Plattenwaschmaschine im Test, Bild 2Zubehör HiFi Watson‘s Plattenwaschmaschine im Test, Bild 3Zubehör HiFi Watson‘s Plattenwaschmaschine im Test, Bild 4Zubehör HiFi Watson‘s Plattenwaschmaschine im Test, Bild 5
Im Gegenteil: Das Gehäuse besteht gar aus stranggepressten Aluminiumprofilen, das hat der Mitbewerb nicht. An der Vorderseite der Maschine gibt‘s drei Bedienelemente: Ein Kippschalter schaltet den Motor für den Plattenteller ein, ein zweiter die Absauganlage, ein Potenziometer erlaubt das Einstellen der Absaugstärke. Der Acryl-Plattenteller ist mit einer weichen Kunststoffschicht belegt, das schont die Plattenrückseite. Die zu waschende Platte wird mit einer Plattenklemme mit Spannzangenmechanismus fixiert. Der „Puck“ besorgt mittels umlaufender Dichtung zudem den Schutz des Plattenlabels vor der Reinigungsflüssigkeit. Per gerändeltem Knopf wird das Ganze auf einem Gewindedorn (Linksgewinde!) fixiert, im Anschluss kann man den Antriebsmotor in Betrieb nehmen. Der knurpselt leise und durchaus vertrauenerweckend vor sich hin und verfügt über ordentlich Drehmoment. Fürs Aufbringen der Reinigungsflüssigkeit sind Sie selbst zuständig, dafür liegen dem Gerät ein Dosierfläschchen und eine Bürste bei. Das ist nicht so komfortabel wie bei den größeren Waschmaschinen, hat aber den Vorteil, dass man die Reinigung individuell auf die Situation abstimmen kann. Bei punktuellen Verschmutzungen ein nicht zu unterschätzendes Argument. Reinigungsflüssigkeit gehört auch zum Lieferumfang, der Inhalt der Flasche will mit knapp einem Liter entmineralisiertem Wasser verdünnt werden. Über die genaue Zusammensetzung des Mittels ist wenig bekannt, auf alle Fälle sind verschiedene Alkohole beteiligt. Das Gemisch riecht nicht besonders stark und zudem recht angenehm. Das Verteilen der Flüssigkeit mit der recht steifen Bürste geht unproblematisch, das „Massieren“ kritischer Stellen auch. Außerdem neigt die Bürste nicht zu „Haarausfall“, was ich in diesem Zusammenhang nicht ganz unwichtig finde. Wenn Sie der Meinung sind, die Plattenoberfläche genug gesäubert zu haben, ist es an der Zeit, die Absauganlage in Betrieb zu nehmen. Dazu wird der etwas provisorisch wirkende Absaugarm über die Platte geschwenkt. Jener ist zudem lose, eine groß Spiralfeder hält ihn auf Abstand zur Plattenoberfläche. Jetzt müssen Sie nur noch den Absaugmotor in Betrieb nehmen. Nach dem Betätigen des Schalters bricht die akustische Hölle los – zumindest dann, wenn das Poti für die Turbine auf Rechtsanschlag steht. Was die Betriebsart ist, die ich empfehlen würde. Das Gerät saugt extrem effektiv ab, die Saugkraft ist enorm. Der Arm, normalerweise zwei Zentimeter oberhalb der Platte zu Hause, wird vom entstehenden Sog ohne Probleme auf die Plattenoberfläche gesaugt. Nach einer Umdrehung ist die Scheibe staubtrocken. Die Geräuschkulisse hat allerdings etwas von einem startenden Kampfjet. Mit weniger Absaugleistung lässt sich das Problem deutlich reduzieren, aber dann dauert der Prozess auch deutlich länger. Beim Absaugarm handelt es sich übrigens um eine auch von anderen Geräten her bekannte Konstruktion: Ein unten geschlitztes Kunststoffrohr ist mit zwei Filzstreifen belegt, die zum Einen als Dichtung fungieren und außerdem dafür sorgen, dass die Plattenoberfläche nicht beschädigt wird. Das funktioniert in der Praxis bestens, das Reinigungsergebnis der Maschine hängt nur von dem Aufwand ab, den Sie zuvor mit der Bürste betrieben haben. Für Sieben- und Zehnzoll-Platte gibt‘s als Zubehör kürzere Absaugarme, mit dem beiliegenden Modell lassen sich nur Zwölf-Zoll-Scheiben bedienen. Wenn der Lärmpegel nicht stört, ist Watson‘s eine ausgezeichnet funktionierende und gut verarbeitete Maschine, die ich Ihnen wärmstens ans Herz legen möchte. Die schafft auch Flohmarktplatten der härteren Art.

Fazit

In Sachen Reinigungsleistung top, die Absaugung funktioniert bestens, die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel: In diesem Preisbereich ist Watson‘s definitiv die Plattenwaschmaschine der Wahl.

Preis: um 500 Euro

Schallplatten Waschmaschinen

Watson‘s Plattenwaschmaschine


07/2018 - Holger Barske

 
Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Plattenwaschmaschine 
Vertrieb TAD Audiovertrieb, Aschau 
Telefon 08052 9573273 
Internet www.tad-audiovertrieb.de 
Garantie
Gewicht 8.5 
B x H x T (in mm) 305/300/185 
Unterm Strich... In Sachen Reinigungsleistung top, die Absaugung funktioniert bestens, die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel: In diesem Preisbereich ist Watson‘s definitiv die Plattenwaschmaschine der Wahl. 
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Autor Holger Barske
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Datum 19.07.2018, 09:57 Uhr
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