Kategorie: Soundbar

Einzeltest: Canton DM-8


Heimkino- und Musikmacher

Soundbar Canton DM-8 im Test, Bild 1
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Sie wollen echten Heimkinosound – und zwar sofort und ohne viele Lautsprecher? Dann hat Canton mit seinem neuen, kinderleicht und superschnell zu installierenden Soundbar die perfekte Lösung für Sie

Soundbars, auch bekannt als Frontsurroundsets, Klangriegel oder All-in-one-Systeme gibt es viele – und sie haben eines gemeinsam: Sie liefern täuschend echten Surroundsound aus nur einem Gerät und erweisen sich so als perfekte Lösung für all diejenigen, die keine Möglichkeit haben, fünf Lautsprecher plus Subwoofer unterzubringen. Obwohl der Aufbau eines Soundbars schnell von der Hand geht, scheuen dennoch viele Filmfans den oftmals scheinbar komplizierten Installationsvorgang.

Die Installation


Dass diese aber auch kinderleicht und in nur wenigen Minuten von der Hand gehen kann, beweisen die hessischen Boxenspezialisten von Canton mit ihrem nagelneuen DM-8. Hier ist die Installation sogar so einfach, dass sie in einem einzigen Satz beschrieben werden kann, der wie folgt lautet: Hat der Soundbar seinen Platz gefunden, muss er nur noch per Cinchkabel mit dem vorhandenen Blu-ray- bzw.

Soundbar Canton DM-8 im Test, Bild 2Soundbar Canton DM-8 im Test, Bild 3Soundbar Canton DM-8 im Test, Bild 4Soundbar Canton DM-8 im Test, Bild 5
DVD-Player verbunden werden. Das war es schon, denn es ist weder eine manuelle oder automatische Einmessung, noch ein anderer Einstellungsvorgang vonnöten.

Der Praxistest


Jetzt heißt es nur noch Platz nehmen und echten Heimkino-Sound genießen. Dazu nehme ich einfach die übersichtliche und griffige Fernbedienung zur Hand, welche lediglich mit elf (großzügig angeordneten) Knöpfen bestückt ist. Manchmal ist weniger halt mehr und hilft gerade unbedarften Filmfans, schneller ans Ziel zu kommen. So auch hier, denn mit dieser Fernbedienung hat Canton wirklich alles richtig gemacht – und das selbst aus Sicht eines erfahrenen Redakteurs. Nachdem das System eingeschaltet und die Eingansquelle gewählt ist, zeigt das hinter dem Metallgitter befindliche und sehr gut ablesbare Display diese (in diesem Fall DVD) an, und es ertönen umgehend die ersten Klänge aus dem DM-8.

So funktioniert Virtual Surround


„OK“, werden Sie sicher denken, „doch wie erzeugt Cantons Soundbar jetzt originalgetreuen Kinoklang?“ Die Antwort ist ganz einfach, denn der DM-8 bereitet die ihm als Surroundeffekte gekennzeichneten Klanganteile dank eines intelligenten Rechenalgorithmus teilweise zeitverzögert, teilweise phasenverändert neu auf. Die für ein optimales Abstrahlverhalten getrimmten Chassis geben diese Informationen dann so weiter, dass das menschliche Ohr weitere Lautsprecher im rückwärtigen Bereich vermutet.

Der Heimkinoeinsatz


Und das Ergebnis kann sich sehen bzw. hören lassen, was ich bereits nach wenigen Sekunden des ersten Hörtests durchweg beeindruckt feststelle. Obwohl ganz klar ist, dass hier keine Surroundlautsprecher im Einsatz sind, komme ich in der ersten Verfolgungsszene des Actionkrachers „Wanted“ nicht umhin, mich immer wieder prüfend umzudrehen, ob da nicht doch irgendwelche Boxen mitlaufen. Aber nix da, die Effektkulisse, in der ich mich jetzt befinde, wird einzig und allein von der schicken All-in-one-Einheit erzeugt, die unter meinem Flachfernseher thront. Nicht minder beeindruckt mich zudem die Basswiedergabe des DM-8, die zwar nicht ganz an die Tiefenpräsenz eines separaten Canton-Subwoofers heranreicht, aber dennoch ein erstaunlich kräftiges und staubtrockenes Bassfundament erzeugt. Wem das nicht reicht, dem bietet sich zudem die Option, einen Subwoofer anzuschließen. Nutzt man hierfür die rückseitig platzierte Anschlussbuchse, leitet der DM-8 alle unter 150 Hertz befindlichen Frequenzanteile automatisch an den externen Bassisten (in diesem Test der Canton Sub 80) um. Und es gibt weitere gute Nachrichten, denn Cantons DM-8 eignet sich nur für ein effektreiches Heimkinoerlebnis, sondern auch für eine tolle Musikwiedergabe im Stereobereich. Hierzu wird einfach die Taste „Stereo“ gedrückt und schon arbeitet der Soundbar wie ein Paar Lautsprecher. Besser gesagt, wie ein ordentliches Paar Lautsprecher. Dies beweist Cantons Klangriegel zunächst in der exzellenten Bühnendarstellung in Steely Dans „Cousin Dupree“, in der sich vor mir ein lückenloses Klangbild aufbaut und jedes Bandmitglied seinen festen Platz auf der Bühne hat. So richtig rockig wird es dann mit Pearl Jams „The Fixxer“, der Backspacer-CD, in der das hier agierende All-in-one-System schließlich zur Höchstform aufläuft und mich durch seine Impuls- und Pegelstärke und dabei verzerrungsfreie Zweikanal-Reproduktion überrascht.

Fazit

Seit mittlerweile 40 Jahren gehört Canton zu den ganz Großen in Sachen Lautsprecherentwicklung. Dies haben die Hessen mit der Markteinführung dieses ebenso schicken wie klangstarken Soundbars einmal mehr bewiesen. Wer also wenig Platz im Wohnzimmer zur Verfügung hat dabei aber weder auf echten Kinosound noch auf eine anspruchsvolle Musikwiedergabe verzichten möchte, der sollte sich dieses intelligente und kinderleicht zu bedienende All-in-one-System unbedingt bei seinem Fachhändler anhören. Sie werden sehen (hören) – es lohnt sich!

Preis: um 600 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Soundbar

Canton DM-8

Mittelklasse

4.0 von 5 Sternen

02/2011 - Roman Maier

Bewertung 
Ton 50% :
Surround 40%

Stereo 10%

Praxis 50% :
Ausstattung 20%

Bedienung 10%

Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Canton, Weilrod 
Telefon 060832870 
Internet www.canton.de 
Ausstattung
Funktionsprinzip
Einmessfunktion nein 
Abmessungen (B x H x T in mm) 850/130/315 
Gewicht (in Kg) 12 
Farbe schwarz 
Lautsprecher 2 x Zwei-Wege 
Verstärkerleistung (in Watt) 100 
Surround-Programme
Radiotuner Nein 
Eingänge Audio
Kurz und knapp:
+ einfachste Bedienung 
+ exzellente Surrounddarstellung 
Ton 1,2 
Praxis 1,2 
Klasse Mittelklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 16.02.2011, 11:00 Uhr
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