Kategorie: Soundbar

Einzeltest: Sennheiser Ambeo


Grandiose Premiere

Soundbar Sennheiser Ambeo im Test, Bild 1
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Sennheiser bringt mit der Ambeo-Soundbar in der fast 75-jährigen Firmengeschichte sein erstes Gerät dieser Kategorie heraus. Und wenn sich der Spezialist für professionelle Mikrofone und drahtlose Übertragungstechnik erstmals an die Entwicklung einer Soundbar setzt, ahnt man bereits, dass dabei kein austauschbares 08/15-Produkt entsteht.

Mit ihren knapp 20 Kilogramm ist die Ambeo-Soundbar kein Leichtgewicht. Und auch ihre Abmessungen sind mit ca. 1,27 Metern Breite stattlich. So bietet sie sich insbesondere zum Einsatz in Kombination mit großformatigen TV-Geräten ab ca. 55 Zoll Diagonale an.


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Bestückung

Unter schwarzem Akustikstoff verbergen sich insgesamt satte dreizehn Lautsprecher-Chassis. Ganze sechs nach vorne abstrahlende 10-cm-Tiefmitteltöner sorgen für die 

tonale Basis. Fünf 2,5-cm-Aluminium-Kalotten kümmern sich um den Hochtonbereich. Zwei von ihnen sitzen an den Außenseiten der Soundbar und sorgen so für Räumlichkeit und Surroundeffekte. Hinzu kommen zwei weitere 9-cm-Konuslautsprecher, welche rechts und links in der Oberseite der Ambeo sitzen und per Deckenreflexion für die 3D-Toneffekte verantwortlich sind. Angetrieben wird die Lautsprecherarmada von einer Class-D-Endstufe.


Anschlüsse

Mit Ausnahme des Mikrofoneingangs bef nden sich alle Anschlüsse versenkt an der Rückseite der Soundbar. Hier findet der Fernseher per HDMI mit Audiorückkanal Anschluss. Für Blu-ray-Player, Konsole und Ähnliches stehen drei weitere HDMI-Eingänge zur Verfügung. Zudem gibt es einen optischen Digitaleingang und einen analogen Cinch-Eingang sowie einen Subwoofer-Ausgang. Ins heimische Netzwerk kann die Sennheiser per LAN-Kabel oder drahtlos per Wi-Fi integriert werden. Zudem beherrscht sie Bluetooth. Praktisch ist die Schlaufe zur Kabeldurchführung.

Soundbar Sennheiser Ambeo im Test, Bild 2Soundbar Sennheiser Ambeo im Test, Bild 3Soundbar Sennheiser Ambeo im Test, Bild 4Soundbar Sennheiser Ambeo im Test, Bild 5Soundbar Sennheiser Ambeo im Test, Bild 6Soundbar Sennheiser Ambeo im Test, Bild 7
So können sämtliche Zuleitungen auch bei Wandmontage sauber verlegt werden.

Einmessung

Die Ambeo nutzt gezielt die Akustik des jeweiligen Raumes, um per Wand- und Deckenreflexionen für ein dreidimensionales Klangbild zu sorgen. Hierzu muss sie den Raum mit seinen individuellen Eigenheiten erst einmal kennenlernen, sprich auf seine Geometrie und Akustik eingemessen werden. Klingt kompliziert, ist in der Praxis jedoch ganz einfach. Man stellt das Mikrofon mit seinem Ständer an die bevorzugte Hörposition, stöpselt das Kabel in die Soundbar und auf Knopfdruck startet die Autokalibrierung. Alles, was man tun muss, ist nun zur Seite zu gehen und Umgebungsgeräusche zu vermeiden. Nach einigen kurzen Sequenzen von Testtönen ist die Prozedur abgeschlossen, die Ambeo wertet die Ergebnisse aus und ist nach wenigen Minuten voll einsatzbereit.


Bedienung

Die Ambeo-Soundbar kann über die Knöpfe direkt am Gerät, mit der beiliegenden Fernbedienung oder komfortabel per App mit Smartphone oder Tablet bedient werden. Hierzu ist die Sennheiser-Smart-Control-App kostenlos für iOs und Android verfügbar. Die Anzeige erfolgt direkt am Gerät auf dem sehr guten und edel wirkenden weißen OLED-Display. Seine Leuchtkraft kann sich auf Wunsch der Umgebungshelligkeit anpassen.

Klang

Zunächst testen wir die Soundbar im reinen Stereomodus bei der Musikwiedergabe. Auf Anhieb gefällt sie mit ihren amtlichen HiFi-Qualitäten, die durchaus mit ausgewachsenen dedizierten Stereoanlagen mithalten können. Insbesondere überzeugt die erwachsene Tiefton-Performance. Druckvoll, kontrolliert und erstaunlich tief gehen die Lautsprecher zu Werke – wohlgemerkt, hier ist kein zusätzlicher Subwoofer im Spiel! Dagegen sehen viele Regallautsprecher blass aus. Spannend wird es bei der Filmwiedergabe im Surround-Modus. Wir gehen gleich in die Vollen und füttern die Ambeo mit Dolby-Atmos-Material. Und tatsächlich – es funktioniert! Die Filmszenen erfüllen akustisch den ganzen Raum, sogar die 3D-Effekte spielen sich klar vernehmlich oben ab. Wie stark dieser „Atmos-Effekt“ ausgeprägt ist, hängt freilich auch etwas vom Raum und seinen Dimensionen ab. Doch selbst in einem recht großen Büro mit hoher Decke schaffte die Ambeo es, das Klanggeschehen weit aufzuspannen und den Zuhörer akustisch in die Szenerie zu versetzen. Dass eine Dolby-Atmos-Installation mit vier spezialisierten Deckenlautsprechern da natürlich noch einen draufsetzen kann, sollte dabei nicht verschwiegen werden. Mit 2.500 Euro erscheint die Ambeo-Soundbar zunächst zwar kostspielig, doch bedenkt man, dass man für eine 5.1.4-Komponentenanlage aus 10 Lautsprechern plus AV-Receiver deutlich tiefer in die Tasche greifen muss, wenn sie der Ambeo denn klanglich überlegen sein soll, so erscheint der Preis für die Sennheiser äußerst günstig.


Upmixer

Die Sennheiser-Ambeo-Soundbar unterstützt fast alle gängigen Stereound Surround-Formate bis hin zu Dolby Atmos und DTS:X. Zudem kann sie mit der Ambeo-Technik auch Stereo- und 5.1-Signale zu immersivem 3D-Sound upmixen. Es gibt fünf Klangpresets für Movie, Music, Sports, News und Neutral. Der Frequenzgang kann auch manuell per vierbändigem Equalizer angepasst werden.

Fazit

Mit der Ambeo-Soundbar ist Sennheiser ein fulminanter Einstieg in dieses Marktsegment gelungen. Ausgeklügelte Einmessung und Signalverarbeitung schaffen einen beeindruckenden 3D-Surroundklang aus einem einzigen Gerät.

Preis: um 2500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Soundbar

Sennheiser Ambeo

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

07/2019 - Dipl.-Phys. Guido Randerath

Bewertung 
Klang 50%

Praxis 50%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Sennheiser, Wedemark 
Internet: www.sennheiser.com 
Ausstattung:
Abmessungen Soundbar (B x T x H in mm) 1265 x 135 x 171 
Gewicht Soundbar 18,5 kg 
Farbe Schwarz 
Funktionsprinzip: 5.1.4 
Programme Movie, Music, Sports, News, Neutral 
Anschlüsse HDMI eARC, 3x HDMI, Optical, Aux (RCA) 
Netzwerk: LAN, Wi-Fi, Bluetooth, USB (für Updates) 
Besonderheiten selbsteinmessend 
Preis/Leistung: sehr gut 
+ + sehr guter Klang stereo und surround 
+ + gute 3D-Soundeffekte 
+ + selbsteinmessend 
Klasse Referenzklasse 
Testurteil: überragend 
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Dipl.-Phys. Guido Randerath
Autor Dipl.-Phys. Guido Randerath
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Datum 17.07.2019, 09:58 Uhr
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