Kategorie: Soundbar

Einzeltest: Teufel Cinebar 52 THX


Mit der Lizenz zum Sound

Soundbar Teufel Cinebar 52 THX im Test, Bild 1
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Schon mal den Originalsound des Regisseurs im Wohnzimmer gehabt? Mit der  neuen Cinebar 52 THX von Teufel ist dies nun trotz kompakter Abmessungen  möglich: Teufel ergatterte die begehrte THX-Lizenz für seine neue  Soundbar und bringt damit die wohl einizige Soundbar der Welt mit dieser  Lizenz auf den Markt.

Wir erinnern uns: THX ist eine von George Lucas ins Leben gerufene, strenge Zertifizierung von Kino- und Heimkino- Produkten, die eine reproduzierbare Klangqualität auch außerhalb der Film-Mastering-Studios ermöglicht. Mit anderen Worten: THX-lizenzierte Produkte liefern bei korrekter Aufstellung auch zu Hause genau denselben Sound, den der Film-Director im Tonstudio gehört hat. Prima, nur waren diese Lizenzen bislang ausschließlich ausgewachsenen 5.1-Lautsprecher-Sets vorbehalten – außer dem legendären Soundbar Cinebar 51 von Teufel.

Soundbar Teufel Cinebar 52 THX im Test, Bild 2Soundbar Teufel Cinebar 52 THX im Test, Bild 3Soundbar Teufel Cinebar 52 THX im Test, Bild 4
Nun gibt es mit dem brandaktuellen Cinebar 52 THX einen würdigen Nachfolger. 

Cinebar 52 THX


Mit einer Breite von gut einem Meter ist der Soundbar von Teufel zwar ein recht großer Vertreter seiner Art und passt daher auch prima unter größere Bildschirmformate – dennoch handelt es sich bei dem schlanken Cinebar 52 um ein durchaus handliches und elegantes Soundsystem. Umso erstaunlicher ist es, dass der Cinebar 52 den von THX geforderten Schalldruck von über 100 dB locker zustande bringt. Teufels Entwickler Christof Winkelmeier hat für diese Anforderungen auf vier leistungsstarke 100-mm-Mitteltöner gesetzt, die zusammen mit zwei 25-mm-Kalotten im Cinebar 52 THX für dynamische Soundwiedergabe oberhalb von 120 Hz sorgen. Eine zweikanalige Digital-Endstufe mit jeweils 150 Watt sorgt in dem schlanken Soundbar für ausreichend Leistung. Insgesamt vier HDMI-Eingänge, zwei optische und zwei elektrische Digital-Eingänge, zwei analoge Cinch-Buchsen und ein 3,5-mm- Mini-Klinkeneigang sorgen für ausreichende Anschlussmöglichkeiten an den Fernseher, Blu-ray-Player, Sat-Receiver und weitere Musikquellen. Im gut verarbeiteten Gehäuse aus stranggepresstem Aluminium steckt dazu noch ein Surround-Dekoder, der Dolby-Digital-, DTS- und Prologic-II-kodierte Tonsignale verarbeiten kann und mittels „Dolby Virtual Speaker“ Processing einen „Quasi“-Surroundsound über die Stereo-Lautsprecher des Cinebar 52 THX wiedergeben kann. Für einen THX-konformen und heimkinotauglichen Tiefbass sorgt ein zum Cinebar 52 THX gehörender Aktiv-Subwoofer, der dank 250-mm-Treiber im Bassreflexgehäuse und einer 150-Watt-Digital-Endstufe für ausreichenden Tiefgang sorgen kann. Mittels Cinchkabel (Kabelset gehört zum Lieferumfang) wird dieser Subwoofer an den Cinebar 52 THX angeschlossen. Eine kleine Fernbedienung aus Aluminium gehört ebenfalls zum Cinebar-5-THX Soundsystem. 

Praxis


Im Messlabor lieferte der Subwoofer des Cinebar 52 THX einen enormen Schalldruck und glänzte mit einer unteren Grenzfrequenz von ca. 35 Hz. Auch der Soundbar selbst machte mit ausgewogenem Frequenzgang und extrem geringen Verzerrungen auf sich aufmerksam. Das Setup des Cinebar 52 THX gelingt in Windeseile, für die Platzierung vor dem TV-Gerät auf einem Sideboard liegt dem Set eine gerundete Gummi-Auflage für den Soundbar bei, für die Wandmontage ist die mitgelieferte Wandhalterung äußerst hilfreich. Im praktischen Betrieb sorgt die kleine Fernbedienung für ausreichenden Komfort, auch LipSync lässt sich bequem vom Sofa aus einstellen. Wahlweise lassen sich auch am Soundbar selbst per Tasten die Lautstärke und Quellen wählen. Ein gut lesbares Display in der Mitte des Soundbar gibt dabei Auskunft über die jeweiligen Einstellungen. Im Hörtest bewies der Cinebar 52 THX eindrucksvoll, dass seine THX-Lizenz zu Recht erteilt wurde: Druckvoll und mit ungebremster Dynamik liefert der schlanke Soundbar einen vollen Kinosound, der manches kleine 5.1-Set locker in den Schatten stellt. Glasklare Dialoge, packender Tiefbass und dank „Dolby Virtual Speaker“ ein respektabler Surroundsound-Effekt lassen akustisch kaum vermuten, das es sich beim Cinebar 52 THX lediglich um einen kompakten Soundbar mit Subwoofer handelt. 

FAQ - Soundbar

Brauche ich eine Soundbar?

Moderne Flachbildfernseher bieten den integrierten Lautsprechern nur ein sehr begrenztes Volumen. Auch wenn die Hersteller aus den widrigen Voraussetzungen das Beste herausholen, setzt die Physik Klang und Lautstärke insbesondere im Tieftonbereich Grenzen. Gute Soundbars bieten bessern Klang, kräftigeren Bass, höhere Lautstärke, deutlichere Sprachverständlichkeit und meist auch ausgeprägtere Surround-Effekte.


Müssen TV und Soundbar von der gleichen Marke sein?

Nein, dank standardisierter HDMI-Schnittstellen müssen TV und Soundbar nicht von der gleichen Marke sein. Allerdings bieten viele TV-Hersteller die Möglichkeit, die eigenen Soundbars direkt über das Menü des Fernsehers und mit dessen Fernbedienung zu steuern.


Wie schließe ich eine Soundbar an?

Die Soundbar wird in der Regel mittels HDMI-Kabel an den HDMI-Anschluss mit Audiorückkanal (ARC oder eARC) angeschlossen. Alternativ kann auch der digitale optische Audioausgang des TVs (Toslink) genutzt werden. Verlustfreie Tonformate wie Dolby True HD können nur beim Anschluss über HDMI eARC übertragen werden.


Soundbar oder Sounddeck?

Eine Soundbar ist schlanker und wird vor den Fernseher gelegt. Dabei ist vor dem Kauf darauf zu achten, dass der TV genug Platz über der Standfläche lässt, damit der Bildschirm nicht durch die Soundbar verdeckt wird. Durch die schlanke Bauform benötigen die meisten Soundbars für eine kräftige Basswiedergabe einen zusätzlichen Subwoofer, der im Lieferumfang oft bereits dabei ist. Ein Sounddeck ist deutlich tiefer, hier wird der TV in der Regel einfach darauf gestellt. Durch das größere Volumen und mehr Platz für größere Lautsprecher bieten viele Sounddecks bereits ohne Subwoofer einen kräftigen Bass.


Was ist Dolby Atmos?

Manche Soundbars sind in der Lage, das immersive 3D-Tonformat Dolby Atmos wiederzugeben. Hierzu sitzen oben in der Soundbar leicht nach vorne angewinkelte Lautsprecher. Diese strahlen die Höhenkanäle von Dolby Atmos gegen die Decke ab. Durch die Deckenreflektionen hat man am Hörplatz den Eindruck, der Ton würde von oben kommen. So entsteht ein dreidimensionales Klangerlebnis.


Kann ich mit einer Soundbar auch Musik vom Handy hören?

Die allermeisten Soundbars besitzen Bluetooth, so dass Musik drahtlos vom Smartphone an die Soundbar gestreamt werden kann. Bei einigen Soundbars sind sogar Streamingdienste wie Spotify bereits ab Werk installiert.


Kann ich eine Soundbar an der Wand montieren?

In der Regel ja. Die meisten Soundbars bieten Vorbereitungen für die Wandmontage. Sounddecks hingegen benötigen eine feste Standfläche.


Brauche ich einen Subwoofer?

Insbesondere bei kleineren Soundbars ist ein zusätzlicher Aktiv-Subwoofer sinnvoll. Dieser erhält sein Signal in der Regel kabellos per Funk von der Soundbar, so dass er lediglich ein Netzkabel benötigt. Oft gehört der Subwoofer bereits zum Lieferumfang. Manche größere Soundbars sind bereits im Stand-Alone-Betrieb für den Full-Range-Einsatz inklusive Tiefbass ausgelegt. Hier ist es Geschmackssache, ob man noch kräftigeren und tieferen Bass möchte. Eine spätere Aufrüstung mit einem kabellosen Subwoofer ist in der Regel problemlos möglich.


Welche Erweiterungen gibt es?

Neben dem Subwoofer gibt es für viele Soundbars auch kabellose Rearlautsprecher. Diese werden hinter dem Hörplatz oder seitlich davon aufgestellt und verbessern die Surround-Effekte. Hier sind von einigen Herstellern sogar Modelle mit Akku verfügbar, welche komplett ohne Kabel auskommen und nur gelegentlich geladen werden müssen.

Fazit

Wer den originalen Kinosound auch zuhause genießen möchte, trifft mit  den THX lizensierten Lautsprechern eine gute Wahl: die Cinebar 52 THX  passt mit ihrer eleganten und schlanken Soundbar perfekt auch zu  größeren Flachbildschirmen und stellt somit eine echte Empfehlung für  Freunde des dynamischen Kinoklangs dar. Neben der gewohnt guten  Verarbeitung überzeugt auch der Schnäppchenpreis: bereits für unter 900  Euro samt Subwoofer ist dieses Highlight erhältlich!

Kategorie: Soundbar

Produkt: Teufel Cinebar 52 THX

Preis: um 899 Euro


12/2014
5.0 von 5 Sternen

Oberklasse
Teufel Cinebar 52 THX

Bewertung 
Ton 50% :
Surround 40%

Stereo 10%

Praxis 50% :
Ausstattung 20%

Bedienung 10%

Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Lautsprecher Teufel, Berlin 
Telefon 030 3009300 
Internet www.teufel.de 
Ausstattung
Funktionsprinzip Frontsurround + Subwoofer 
Frontsystem (B x T x H in mm) 1020/140/100 
Gewicht (in Kg) 8.6 
Farbe Alu schwarz (Soundbar) 
Lautsprecher 4 x 100-mm-Mitteltöner 2 x 25-mm Hochtöner / 1 x 250-mm-Tieftöner 
Chassis Front Anzahl
Abmessungen Subwoofer (B x H x T in mm) / Gewicht (in Kg) 310/420/460/17.2 
Verstärkerleistung (W) Front/Sub 2 x 100/1 x 150 
Dekodierung:
Dolby Digital/ PL II/ DTS Ja / Ja / Ja 
Surround-Programme Dolby Virtual Speaker 
Radiotuner Nein 
Anschlüsse 4 x HDMI, 2 x optisch, 2 x koaxial, 1 x Cinch, 1 x 3,5-mm-Klinke, Sub-out 
Besonderheiten THX-Lizenz, Fernbedienung, Wandhalter integriert 
Preis/Leistung hervorragend 
+ THX Lizenz 
+ hochwertige Verarbeitung 
+/- + auch geeignet für TVs über 50" 
Klasse: Oberklasse 
Testurteil überragend 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
Kontakt E-Mail
Datum 10.12.2014, 15:00 Uhr
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Topthema: Kinositze für Ihr Heimkino
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