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Kategorie: Stereovorstufen

Einzeltest: Moon 390


Langlebig

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Was muss ein modernes Audiosystem heute alles können? Für Moon steckt die Antwort schon in der Frage: Alles!

Die kanadische Firma Moon baut und verkauft HiFi-Geräte. Doch auch wenn das Unternehmen natürlich im Sinn hat, möglichst viele dieser Geräte abzusetzen, ist ein wichtiger Teil der Firmenphilosophie, dass Kunden mit den erworbenen Systemen so zufrieden sind, dass sie das Gerät ihrer Wahl nicht mehr aus der Hand geben wollen und damit alt werden. Ein Konzept, das man oft sieht, und mehr als ein Audiophiler besitzt so manches Gerät schon über viele Jahrzehnte. In den Tagen, als mit einem Plattenspieler oder CD-Player, einem Vollverstärker und einem Paar Lautsprecher auch schon wirklich alle musikalischen Begebenheiten abgedeckt waren, war dies aber deutlich einfacher als heute. Allein in den letzten zehn Jahren sind so viele Möglichkeiten der Musikwiedergabe hinzugekommen, dass die Vorstellung, ein Gerät über Jahrzehnte zu benutzen, sehr verwegen erscheint. Moon hält aber an seiner Philosophie fest und schaft mit dem 390 ein Audiosystem, das genau dies ermöglichen soll. An der Qualität des Gerätes selbst wird der Anspruch voraussichtlich nicht scheitern, denn der 390 ist ausgesprochen solide gebaut. An Metall wurde nirgends gespart und überall trifft man auf üppige Materialstärken. Selbst die Acrylabdeckung des kontrastreichen OLED-Displays an der Front sitzt bombenfest. Die recht vielen Funktionstasten drumherum sind ebenfalls gut eingefasst und besitzen sehr angenehme Druckpunkte. Auch der große Drehregler wackelt keinen Millimeter, läuft aber dennoch sehr leichtgängig, ohne zu ungenau zu sein. Insgesamt ist die Haptik des 390 schon einmal ein großes Lob wert. Auch das Design sollte die nächsten Jahre locker überstehen, denn gerade in der komplett schwarzen Version, die uns zum Test geschickt wurde, hat der 390 eine recht zeitlose Optik inne. Gerade Seiten und eine ebene Oberfläche werden von leicht gerundeten Wangen an der Front ergänzt, die das Gerät vor einem zu biederen Eindruck bewahren. Das Silber der Tasten und des eingefassten Firmenlogos bieten ein wenig Abwechslung von der Dunkelheit und die blaue Status-LED über dem Bildschirm bietet sogar noch einen kleinen Farbtupfer. Wem das zu viel sein sollte, der kann die Lampe wahlweise abschalten und das Display in drei Stufen dimmen. Doch selbst ein sympathisches Design kann ein Gerät nicht davor bewahren, irgendwann zum alten Eisen zu gehören. Spätestens, wenn Komponenten schlicht nicht mehr zusammen genutzt werden können, werden sich viele Anwender wohl nach alternativen Lösungen umsehen. Hier spielt Moons 390 dann seinen wohl größten Trumpf aus, denn Funktionalität und Anschlussvielfalt suchen ihresgleichen. Zunächst ist der 390 bereits ein Quellgerät. Dafür verfügt er über die Moon-eigene Mind-Streaming- Plattform, die die Musikwiedergabe per Netzwerk und Internet ermöglicht. Mit Qobuz, Tidal und Deezer sind drei der großen Streamingdienste mit an Bord. Dabei verfügt das Mind- System über die Möglichkeit, alle drei in ihrer höchsten Qualitätsstufe zu verwenden, wenn man das dafür benötigte Abo besitzt. Standard-Bitrate, CD-Qualität und HiRes können also über das World-Wide-Web bezogen werden. Auch Inhalte von UPnPServern im gleichen Netzwerk spielt der 390 problemlos ab, wobei praktisch alle PCM-Formate unterstützt werden, was auch DXD und MQA beinhaltet. Bitstreams in DSD können ebenfalls übertragen werden. Für die Netzwerkeinbindung bietet der 390 wahlweise WLAN oder Ethernetpor

Preis: um 6000 Euro

Moon 390


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Michael Voigt
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 27.10.2019, 10:01 Uhr