Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
71_16205_2
Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Lindemann 885 - Seite 2 / 4


Weissblaue G‘schichten


Sie gestatten mir, dass ich ausnahmsweise mit einer Nachricht zum Thema Digitaltechnik beginne: Lindemann hat sich von der SACD verabschiedet. Was insofern bemerkenswert ist, als der Hersteller diesem Medium über viele Jahre eisern die Treue gehalten hat und als einer der glühendsten Verfechter von Sonys vielversprechendem CD-Nachfolger galt. Jetzt nicht mehr. Norbert Lindemann hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt in Sachen digitale Quellgerät … nicht so wichtig. Wenn Sie’s interessiert, empfehle ich das Studium unseres Schwestermagazins „EINSNULL“, die kümmern sich dort ausschließlich um sowas, auch von Norbert Lindemann. Somit hat der Mann mal eben die Grundfesten seines Unternehmens erschüttert, sind es doch zum nicht kleinen Teil die Digitalplayer, die fürs tägliche Brot sorgen. Die Schaffenskraft des sowohl in digitalen als auch analogen Elektronikfragen bestens beschlagenen Entwicklers (ach ja – Lautsprecher macht er natürlich auch) war an dieser Stelle aber noch lange nicht ausgereizt. Im Anschluss nämlich ging’s der hauseigenen Verstärkerpalette an den Kragen. Und das erste Resultat dieser Überlegungen ist der Vollverstärker 885, in dem ein paar erfrischend neue Gedanken in die Lindemann’sche Schaltungsphilosophie eingeflossen sind.

Und ich denke, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne wenn ich behaupte, dass die beiden Endstufenmodelle der 800er-Baureihe schon mal anfangen dürfen, um ihre Existenz zu bangen. Der 885 ist ein klassisch analoger Vollverstärker mit einer Ausgangsleitung von gut 100 Watt an acht und rund 200 Watt an vier Ohm. Er zählt mit 7.800 Euro nicht zu den günstigsten Vertretern seiner Zunft, hat im Gegenzug aber auch einiges zu bieten. Da wäre zum Beispiel ein vollsymmetrischer Aufbau, das charakteristische Kennzeichen aller Geräte der Serie 800. Das hat Folgen für die Geräterückseite: Von den fünf Paar streng spiegelsymmetrisch angeordneten Eingangsbuchsen sind zwei XLR-Modelle, Gleiches gilt für die Vorverstärkerausgänge. Und wenn wir schon mal auf der Rückseite sind, freuen wir uns doch gleich über die nagelneuen WBT-Nextgen-Lautsprecherterminals, meiner bescheidenen Meinung nach das Beste, an was man seine Lautsprecherkabeln, derzeit klemmen oder stöpseln kann. Netzeingangsbuchse, Schalter fürs Standby-Netzteil, eine Sicherung pro Kanal, Anschlüsse fürs hauseigene Steuerbussystem – das war’s im Wesentlichen. Vorne bestimmen zwei Drehknöpfe und ein blaues, erfreulich großes Klartext-Display das Bild.

Preis: um 7800 Euro

Lindemann 885


-

Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Aktuelles aus der Redaktion

Liebe Leser von hifitest.de, in der Redaktion geht es gerade ganz gewaltig musikalisch zu. Der Drucktermin für drei unserer Printausgaben von HIFI TEST, EINSNULL und dem Lautsprecherjahrbuch drängelt und die letzten Testkandidaten stehen praktisch vor unseren Hörräumen und dem Messlabor Schlange.
>> Alles lesen

Neu im Shop:

Raumakustik, Schallabsorber: 12 neue Motive

>> Mehr erfahren
154_18819_2
Topthema: Drahtlos glücklich
Drahtlos_gluecklich_1574694318.jpg
Phonar P4 Match Air

Der altehrwürdige Hersteller Phonar war in der Vergangenheit in erster Linie durch seine hochwertigen Passivlautsprecher bekannt. Das ändert sich gerade, denn die neue, digitale und kabellose Serie Match Air steht in den Startlöchern. Wir testen die P4 Match Air.

>> Mehr erfahren
Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Holger Barske
Autor Holger Barske
Kontakt E-Mail
Datum 26.03.2012, 13:57 Uhr