Kategorie: Beamer

Ultrakurzdistanz-Projektor · Epson EH-LS800


TV-Ersatz mit über 100 Zoll Bilddiagonale

Beamer Epson EH-LS800 im Test, Bild 1
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Der EH-LS800 von Epson ist als Ultrakurzdistanz-Projektor für eine Aufstellung direkt vor der Leinwand vorgesehen. Damit tritt er nicht nur dezenter auf, als andere Beamer, mit Hilfe des eingängigen Android-TV-Betriebssystems eignet er sich außerdem als Ersatz für das übliche TV-Gerät im Wohnzimmer. Die Bedienung ist entsprechend angepasst und mit der enormen Lichtausbeute stellt er auch keine großen Anforderungen an die Lichtverhältnisse im Wohnzimmer. Die quasi eingebaute Soundbar kann ohnehin locker mit jedem Fernseher mithalten.

Da der Epson sowohl in schwarz – wie unser Testmuster – als auch in weiß verfügbar ist, sollte er in den meisten Wohnzimmern eine gute Figur machen. Bei Epson hat man aber noch weitergedacht: Die Anschlüsse sind, anders als bei den meisten Konkurrenten, nicht hinten an der Leinwandseite zu finden, sondern seitlich zugänglich, verdeckt von einer Klappe.

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Diese lässt sich nach dem Entriegeln abnehmen, sodass man bequem an die Anschlüsse kommt. Diese liegen so tief im Gehäuse, dass man den Deckel anschließend wieder aufsetzen kann. Stecker und Kabelführung verschandeln so nicht das Gesamtbild, außerdem kann der EH-LS800 nun fast komplett mit dem Rücken zur Leinwand stehen, da weder Stecker noch Kabel im Weg ist. Apropos Abstand; für eine Bildbreite von zwei Metern, benötigt der Epson nur eine Distanz zwischen 32 und 80 Zentimetern von der Projektionsfläche. Dieser Abstand wird, wie üblich vom Objektiv bestimmt. Mit Hilfe des digitalen Zooms kann man die Bildfläche dann feiner auf die Projektionsfläche abstimmen. Diese besteht idealerweise zwar aus einer Leinwand, der EH-LS800 projiziert jedoch auch direkt an die Wand, wobei sich die Farbwiedergabe an die gängigsten Wandtönungen anpassen lässt.  

Das bessere TV-Gerät?

 
Darüber hinaus bringt der EH-LS800 selbst im hellen Wohnzimmer noch ein brillantes Bild an die Leinwand, mit seiner enormen Lichtausbeute kann er sich nämlich auch in heller Umgebung durchsetzen. Die Bedienung per Android-TV-Oberfläche erinnert ebenfalls eher an ein TV-Gerät als an einen Beamer. Damit, und mit der Anbindung über das Netzwerk ans Internet eröffnet sich die nahezu grenzenlose Filmwelt der Streaming-Dienste; die wichtigsten sind bereits vorinstalliert und können einfach abgerufen werden, wahlweise über das Menü oder komfortabel über den Google Sprach-Assistenten. Die mitgelieferte Fernbedienung verfügt nämlich über ein Mikrofon und die dazugehörige Taste zum Aktivieren der Sprachsteuerung. Selbst an eine Gaming-Taste wurde gedacht, diese aktiviert die entsprechend gekennzeichnete HDMI-Schnittstelle, die auch erst jetzt im Menü erscheint. Sie ist extra für eine schnelle Datenübertragung von der Konsole konzipiert und sollte auch ausschließlich fürs Gaming genutzt werden, da viele Bildkorrekturen umgangen werden. Das Einzige, was jetzt noch fehlt, ist ein TV-Tuner, der lässt sich allerdings wegen der vielen zur Verfügung stehenden Streaming- Angebote leicht verschmerzen. Wer dennoch nicht auf lineares Fernsehen verzichten möchte, legt sich einfach einen entsprechenden Receiver zu, genug HDMI-Eingänge hat der Epson jedenfalls.  


Ton vom Audio-Spezialisten  


Auch beim EH-LS800 zeichnen die Soundspezialisten von Yamaha maßgeblich für die Audio- Abteilung verantwortlich. Neben den Lautsprechern und deren Ansteuerung ist es auch Knowhow aus dem DSP (digitales Sound-Prozessing), was Yamaha in die Waagschale wirft. Neben den Soundmodi, die den Klang in einem Theater, Stadion, Studio oder schlicht den TV-Sound nachbilden, gibt es auch gesonderte Einstellmöglichkeiten für bessere Dialogverständlichkeit, Bassanhebung, sowie eine stufenlose Anpassung der Audio-Latenz, für eine Lippensynchrone Übereinstimmung zwischen Bild und Ton. Darüber hinaus eignet sich der Soundteil des EH-LS800 auch als reine Bluetooth- Box zur Wiedergabe von Smartphone und Co.. Wie beim TV-Gerät ist man allerdings auch beim Epson nicht allein auf die interne Audiolösung angewiesen. Diverse Schnittstellen, darunter auch eine ARC-kompatible HDMI-Buchse, bieten umfassende Möglichkeiten zur Anbindung an ein externes Soundsystem.  


Aufstellung und Bildqualität

 
Anders als bei Beamern für die normale oder kurze Distanz, erfordert ein optischer Zoom beim Ultrakurzdistanz- Projektor einen größeren technischen Aufwand, mit eher zweifelhaftem Erfolg, denn die Entfernung zur Projektionsfläche deckt nur eine geringe Spanne ab.

Beamer Epson EH-LS800 im Test, Bild 3
Den Epson EH-LS800 gibt es außer im schwarzen Gewand auch in weißem Gehäuse, die Typenbezeichnung wechselt dann von LS800B nach LS800W
Es ist also sinnvoll, die Größe der Projektionsfläche und somit der Leinwand vorab zu berechnen. Anpassungen kann man dann durch verschieben des Beamers im Bereich weniger Zentimeter vornehmen, oder notfalls per digitalen Zoom, denn den gibt es natürlich im EH-LS800. Die waagerechte, und parallele Ausrichtung zur Leinwand erfolgt dann mit Hilfe der höhenverstellbaren Füße, wobei man für den letzten Schliff durchaus per Vier-Punkte-Korrektur im Menü, oder wahlweise das Smartphone mit der entsprechenden App nutzen kann. Unter der Klappe an der Seite befindet sich zudem der Fokussteller, der für die notwendige Bildschärfe sorgt. Die abschließende Einstellung der Bild-Parameter erinnert da schon eher an gängige TV-Menüs: Der ab Werk eigestellte Farbmodus „Lebendig“ erscheint uns zwar schön hell, aber zum Anschauen von Filmen sehr kühl abgestimmt. Die Messung ergibt dann auch eine Farbtemperatur von über 8000 Kelvin, was für einen sichtbaren Blaustich sorgt. Die Umschaltung in den Bildmodus „Kino“, oder besser noch „Natürlich“, nimmt dann den Blaustich komplett raus. Wir messen jetzt eine Farbtemperatur, die mit etwa 6100 Kelvin sogar unterhalb des Solls liegt. Ein Blick ins Farbmanagement zeigt uns einerseits gegenüber amtlichen Heimkino- Beamern erheblich abgespeckte Einstellungsmöglichkeiten, andererseits finden wir im Nu auch eine mehrstufige Einstellung der Farbtemperatur. Wir setzen den auf sieben eingestellten Wert probeweise auf acht, und erhalten bei der anschließenden Messung eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin, und zwar über sämtliche Helligkeitsbereiche. Der Farbraum wird übrigens in jeder unserer Einstellungen exakt im HDTV-Normbereich wiedergegeben.   

Im letzten Schritt wollen wir uns die HDR-Performance des EH-LS800 anschauen. An den Einstellungen ändern wir vorerst nichts, wir geben lediglich HDR10-Signal an die HDMI-Buchse. Die Farbtemperatur liegt nach wie vor fast linear bei der 6500 Kelvin-Marke, mit winzigen Abweichungen. Der erweiterte Farbraum D65P3 wird weitgehend, wenn auch nicht komplett abgedeckt. Die Gammakorrektur folgt dagegen ziemlich nah der geforderten PQ-Kurve, was besonders starke Kontraste liefert, und damit eine hervorragende HDR-Performance. Ein kleines Manko ist der vergleichsweise hohe Schwarzwert, allerdings dürfte im hellen Wohnzimmer kaum auffallen, dass schwarze Flächen mitunter eher dunkelgrau erscheinen. Außerdem kann man das Kontrast-Potential des Beamers zusätzlich mit einer sogenannten ALR-Leinwand verbessern, diese speziell beschichteten Leinwände schlucken das Umgebungslicht und reflektieren im Idealfall nur das, was vom Beamer kommt.

Fazit

Wem der herkömmliche Fernseher zu klein, oder bei entsprechender Größe schlicht zu teuer ist, der findet im Epson EH-LS800 eine echte Alternative; eine Bilddiagonale von 100 Zoll und mehr stellt überhaupt kein Problem dar und ist auch preislich absolut Konkurrenzfähig, selbst wenn man eine Leinwand mit einrechnet. Die Smart-TV-Installation sorgt mit den verfügbaren Streaming-Diensten für echtes TV-Feeling, der gute Sound der integrierten Soundbar rundet den Filmeabend ab.

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Kategorie: Beamer

Produkt: Epson EH-LS800

Preis: um 3700 Euro

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5/2024
4.0 von 5 Sternen

Spitzenklasse
Epson EH-LS800

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Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

5 von 5 Sternen

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Epson, Düsseldorf 
Telefon 0211 54229-0 
Internet www.epson.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 4000 
Lumen (gemessen im Eco-Modus) 2850 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.5/2850 
ANSI-Kontrast 310:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 5700:1 
Ausleuchtung (in %) 88 
Betriebsgeräusch (0,5 m/dB(A), in dB) < 30dB 
min. / max. Abstand (bei 2 m Bildbreite, in m) 0.32/0.8 
Projektionsverhältnis / Zoomfaktor 0,16-0,40:1/2.5 
Gamma 1,9 / 0,81 HDR 
Abmessungen B x H x T (in cm) 69.5/15.6/34.1 
Gewicht (in kg) 12.3 
Stromverbrauch
Standby / Betrieb < 0,3 W/210 W / 170 W (Eco) 
Lampenart / Lampenleistung (in Watt) Laserdiode 
Preis Ersatzlampe nicht erforderlich 
Lebensdauer Lampe (in Std) Standard / Eco / Kosten pro Std (in Cent) 20.000 
Kosten pro Std (in Cent)
Ausstattung
Projektionsprinzip 3 x 0,62" LCD mit C2 Fine 
Native Auflösung 1920 x 1080 
3D-Verfahren – 
Anschlüsse:
HDMI 3 x (1 x eARC, 1 x Gaming) 
Audio / 12 Volt Trigger / RS-232C Ja / Nein / Nein 
Full HD Ja 
Motorischer Zoom / Fokus Nein / Nein 
Rückpro / Deckenpro Nein / Ja 
Trapezausgleich Point- & Arc-Korrektur 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Nein 
Formatumschaltung – 
Fernbedienung / beleuchtet Ja / Nein 
Signalkompatiblität Pal, SECAM, NTSC, HDTV 720p, 1080i, 1080p, EDTV 480p, 576p 
Besonderheiten AndroidTV, integrierter 20 W 2.1-Yamaha-Sound 
+ Besonders helles Bild 
+ Einfache Installation 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung gut - sehr gut 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 04.05.2024, 09:56 Uhr
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Topthema: Die ewige Legende
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Harwood Acoustics LS3/5A

Es gibt Lautsprecher und dann gibt es noch die LS3/5A. Sie spaltet sowohl ihre Hörer, als auch die, die sie gar nicht kennen. Warum das so ist? Nun, dafür muss man sich vor allem anschauen und natürlich hören, was sie kann und nicht, was sie nicht kann.

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