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Kategorie: Beamer

Einzeltest: Sony VPL-VW890


Sony VPL-VW890ES – Bildverbesserung fürs Flaggschiff

Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 1
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Sony hat sämtlichen nativen 4K-Beamern ein Upgrade verpasst. Fast allen, denn ausgerechnet das Flaggschiff musste bislang ohne den neuen Chip in der Bildverarbeitung auskommen. Das hat nun ein Ende, und wir haben den fast schon sündhaft teuren VPL-VW890 endlich ausführlich testen können, so dass Sie nun nachlesen können, ob sich das Upgrade gelohnt hat.

Nach dem VW590, VW790 und selbst dem VW290 war nun mit dem VPL-VW890 endlich das ultimative Flaggschiff von Sony mit einem Update der Bildverarbeitung dran. Mit dem VPL-GTZ380 kann Sony zwar noch eines draufsetzen, der sprengt unserer Meinung nach mit einem Preis von ca. 80.000 Euro jedoch jedes Heimkino-Budget, auch wenn die Marketing-Abteilung von Sony da anderer Meinung ist. Schon die für den VPL-VW890 aufgerufenen 25.000 Euro wollen schließlich argumentiert werden. Gerade der X1 Chip, der nun auch die Bildverarbeitung des VW890 ergänzt, soll nun diese Argumentation beflügeln.     

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HDR und mehr


Der X1 Chip tut schon sehr erfolgreich in Sonys Bravia Fernsehern seinen Dienst. Da ein Bildschirm technisch prinzipiell etwas anders funktioniert als ein Projektor, hat man den Chip nicht einfach eingelötet, sondern ihn vorher auf die Besonderheiten der Bildverarbeitung in einem Beamer abgestimmt. Es hatte übrigens seinen Grund, dass ausgerechnet der 890-er etwas länger aufs Upgrade warten konnte, schließlich hat das Flaggschiff bereits vor allen günstigeren Geschwistern ein aufwändiges Hardware-Upgrade bekommen. Diesem setzt der „X1 for Projektor“, wie der Chip offiziell heißt, nun noch das Sahnehäubchen auf. Schon der Vorgänger konnte mit der aktiven Steuerung seiner Laser- Lichtquelle in Kombination mit der adaptive Iris-Blende einen erstaunlich dynamischen Kontrast realisieren.

Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 2Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 3Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 4Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 5Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 6Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 7Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 8Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 9Beamer Sony VPL-VW890 im Test, Bild 10
Der für Projektoren optimierte X1 Chip jongliert nun noch feinfühliger und auch schneller mit den Videodaten. Das kann man durchaus sehen, oder besser: Man sieht es eigentlich nicht, weil die Technik nun komplett hinter dem Bilderlebnis verschwindet. Selbst die schon immer ausgesprochen sensibel und vor allem leise agierende Iris, hört man bei ihrer sensiblen Arbeit quasi gar nicht mehr. Sichtbar ist nur, dass sich das Bild selbst an schnelle, harte Kontrast-Änderungen perfekt anpasst – das Wort „unverzüglich“ scheint mir an dieser Stelle durchaus angebracht. Dabei lässt sich das Zusammenspiel von Laser-Dimming, wie ich es mal nennen möchte, und adaptiver Iris im Menü unter „Erweiterte Iris und Laser Einstellungen“ an den Filminhalt und/oder die individuellen Sehgewohnheiten anpassen. Anpassen lässt sich der Beamer nach wie vor an den Abstand zur Leinwand. Während die VPLLZ7013 Optik für große Projektionsabstände von 2,5 bis ca. 5,5 Metern zum Lieferumfang gehört, lässt sich der VPLVW890 alternativ auch mit VPLLZ008 für kürzere Abstände zwischen 1,5 und 2 m ordern. Dabei beziehen sich die Projektionsabstände auf eine Bildbreite von zwei Metern. Im Zusammenspiel mit der eingesetzten Optik kommt der X1 Prozessor ein weiteres Mal zum Einsatz. Zwar liefern gerade die 4K Beamer von Sony schon eine hervorragend scharfe Abbildung, was aber keinesfalls heißt, dass das schon das Ende der Fahnenstange sein muss. Selbst die beste Optik kann das Bild nicht bis in die letzte Ecke scharf abbilden, im X1 Chip hat man nun quasi die physikalischen Daten der eingesetzten Optiken abgespeichert, so dass dieser die physikalischen Grenzen mit Hilfe seiner Rechenleistung kompensieren kann. Mit Erfolg, denn selbst mit der Nasenspitze an der Leinwand zeigt sich bis in die Bildecken alles knackscharf. Last but not least profi tiert auch die Zwischenbildberechnung, oder MotionFlow, von der verbesserten Bildbearbeitung. Bei schnellen Bewegungen, Kamera-Schwenks und anderen Bewegungen im Bild kann man mit Hilfe der Einstellungen Stark, Schwach, Aus und True Cinema diese Bewegung mehr oder weniger flüssig erscheinen lassen. Bei SportÜbertragungen wird man vorzugsweise mit der Einstellung „Stark“ eine besonders flüssige Wiedergabe wählen. In der Einstellung True Cinema wird dagegen das vom Kino bekannte leichte Ruckeln sichtbar.      

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Setup und Bildqualität


Den Anfang macht der ab Werk eingestellte Bildmodus „Film Kino 1“, zusammen mit der hellsten Einstellung des Lasers. Die Farbtemperatur sieht schon mal sehr gut aus, was die anschließende Messung mit durchgängig 6500 Kelvin in allen Helligkeitsstufen bestätigt. Der Normfarbraum von HDTV wird großzügig abgedeckt und im Bild gibt es nur geringfügige Farbabweichungen. Die Gammakurve verläuft allerdings flacher als sie soll, wodurch es ein wenig an Durchzeichnung fehlt. Der Gamma-Wert lässt sich natürlich im Menü korrigieren, was wir dann auch taten. Außerdem stellten wir den Farbraum noch auf den für HDTV notwendigen BT.709 ein. Die Gammakurve entspricht nun ziemlich genau der Einstellung und ganz genau unseren Vorstellungen. In der Farbdarstellung hat sich zudem ebenfalls erstaunliches getan: Der BT.709 Farbraum wird nicht nur perfekt abgedeckt, unsere Messung zeigt, dass die Farbtreue selbst bei geringerer Sättigung vollkommen erhalten bleibt. Folgerichtig konnten wir eine Farbabweichung DeltaE von 2.2 messen, sehen kann man davon nichts. Die Farbtemperatur liegt nach wie vor bei 6500 Kelvin. Zum Abschluss steht die Königsdisziplin an, und wir führen dem VPLVW890 HDR codiertes UHD-Signal zu. Egal in welchem Bildmodus der Beamer gerade steht, sogleich wird diesem im Menü der Zusatz „HDR“ hinzugefügt. Der Gammawert ist nun stets fest eingestellt, und der erweiterte Farbraum BT.2020 steht außerdem zur Auswahl. Uns erschien der Bildmodus „Referenz“ am sinnvollsten. Zusätzlich wählen wir den erweiterten Farbraum BT.2020 aus. Rein messtechnisch können wir dem Beamer eine fast hundertprozentige Abdeckung des erweiterten Farbraumes bescheinigen, sowie eine Farbabweichung, die im Mittel unterhalb einem DeltaE von 3.0 liegt und damit fürs bloße Auge unsichtbar bleibt. Nachdem das Mess- und Testprozedere mit derart guten Ergebnissen abgeschlossen ist, können wir endlich zur Kür übergehen. Hierzu schieben wir die UHD HDR Disk „Bladerunner 2049“ in den Player, und fühlen uns schon nach wenigen Minuten wie im Kino.    

Fazit

Der VPL-VW890 ist ohne Zweifel aktuell der Beamer mit der besten HDR-Performance in seiner Preisklasse. Sollten Sie also über das nötige Kleingeld sowie das entsprechend ausgestattete Heimkino verfügen, ist der VPL-VW890 durchaus eine Sünde wert. Wenn Sie dagegen vor zwei Jahren den Vorgänger VPL-VW870 erworben haben oder bereits den knapp halb so teuren VW790 Ihr Eigen nennen, können Sie noch viele Jahre zufriedene Stunden in Ihrem Heimkino verbringen.

Preis: um 24990 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Sony VPL-VW890

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusch 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Sony, Berlin 
Telefon 0180 5252586 
Internet www.sony.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 2200 
Lumen (gemessen im Eco-Modus) 1430 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.04/1430 
ANSI-Kontrast 340:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 35750:1 
Ausleuchtung (in %) 99 
Betriebsgeräusch (0,5 m/dB(A), in dB) < 30 
min. / max. Abstand (bei 2 m Bildbreite, in m) 2.54/5.46 
Projektionsverhältnis / Zoomfaktor 1,27-2,73:1/2.06 
Gamma (D65) 2.18 
Abmessungen B x H x T (in cm) 56/22.3/49.6 
Gewicht (in kg) 22 
Stromverbrauch
Standby / Betrieb < 0,3 W/350 W (max), 330 W (80%), 200 W (min) 
Lampenart / Lampenleistung (in Watt) Laser 
Preis Ersatzlampe nicht vorgesehen 
Lebensdauer Lampe (in Std) Standard / Eco / Kosten pro Std (in Cent) ca. 30000 
Kosten pro Std (in Cent)
Ausstattung
Projektionsprinzip LCOS (3 x 0,74“ SXRD-Panel) 
Native Auflösung 4096 x 2160 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Frame-Packing (Full HD 3D), Side-by-Side, Top-and-Bottom Frame Sequential (3D Ready 
Anschlüsse:
...Video / S-Video Nein / Nein 
...VGA / RGB / DVI / HDMI Nein / Nein / Nein / Ja 
...Audio / 12 Volt Trigger / RS-232C Nein / Nein / Nein 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom / Fokus Ja / Ja 
Rückpro / Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Vert.: +/-80% Hori.: +/-31% 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Ja 
Formatumschaltung 4:3-Schaltung + diverse Zoom-Modi 
Fernbedienung / beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480/60p, 576/50p, 720/60p, 720/50p, 1080/60i, 1080/50i, 1080/60p,1080/50p, 1080/24p, 3840 x 2160/24p, 3840 x 2160/25p, 3840 x 2160/30p, 3840 x 2160/50p, 3840 x 2160/60p, 4096 x 2160/24p, 4096 x 2160/25p, 4096 x 2160/30p, 4096 x 2160/50p, 4096 x 2160/60p 
Besonderheiten Laser Lichtquelle, DolbyVision kompatibel 
Preis/Leistung gut 
+ exzellente Bildqualität 
+ hervorragende HDR-Performance 
Klasse Referenzklasse 

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Autor Thomas Johannsen
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Datum 16.09.2021, 10:01 Uhr
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Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
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Viel Spaß beim Lesen!
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
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