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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Linnenberg Telemann


Test: D/A-Wandler Linnenberg Telemann

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In einer Zeit, in der viele das „Sich-Festlegen“ fürchten, macht die Firma Linnenberg mit dem neuen Telemann einfach ihr Ding. 

Wer sich im High-End- Audiobereich auskennt, der weiß: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Endstufen von der Größe einer Schachtel Zigaretten oder mit den Ausmaßen eines Kühlschranks gibt es beide. Streamingsysteme mit beinahe skulpturgleichen Gehäusen aus Metall oder Kunststoff , oder ein Server, der aussieht wie ein Computermonitor: Alles schon da gewesen. Doch bei all der Vielfalt und dem enormen Einfallsreichtum unzähliger Ingenieure gilt dennoch das Mantra von der Form, die der Funktion zu folgen hat. Je nach Gerät erwartet man einfach bestimmte Dinge. Einen Plattenspieler erkennt man schon von Weitem am Teller und am Tonarm. Lautsprecher benötigen irgendwo etwas, das schwingt, und Systeme mit mehreren Eingängen und veränderbarer Lautstärke benötigen zumindest ein paar Tasten, Knöpfe oder Schalter. So weit so falsch, denn genau so ein Gerät spielt in unserem Hörraum, ohne dass man von außen auf den ersten Blick erkennen kann, um was es sich hier eigentlich handelt. Das schlanke Gehäuse des Linnenberg Telemann kommt mit nur einer einzigen Taste an der Front aus und wirkt so beinahe wie eine Abwandlung der Liszt-Mono- Endstufe aus dem gleichen Haus. Tatsächlich handelt es sich aber um einen hochwertigen D/A-Wandler, der auch gleich über eine integrierte Lautstärkeregelung verfügt.

Dennoch wird man hier keine Tasten zur Quellenwahl oder einen Lautstärkeregeler finden. Einzig der Knopf zum Einschalten wartet nach dem Anschluss aller Kabel auf seine Betätigung. Dabei ist der Verzicht auf solche Dinge weniger eine Folge besonderer Designvorstellungen oder Sparmaßnahmen. Die Überlegung dabei ist eher pragmatisch. Die meisten Nutzer haben im Normalfall ein Quellgerät angeschlossen. Ist dieses also einmal ausgewählt, sind Tasten an der Front weitestgehend unnötig. Lautstärkeregler hingegen muss man schon öfter nutzen, doch hier gibt es kaum Konsens darüber, wie ein gutes Poti sich anfühlen soll. Gibt es für jede Stufe eine Position, fühlen sich manche eingeschränkt. Ist er endlos drehbar, wirkt alles oft unpräzise und losgelöst. Trägheit, Widerstand, Größe und Haptik sind stets Anlass für Diskussionen und Kritik. Auch ich selbst bin dabei keine Ausnahme, denn der Drehregler am Vorgängermodell des Telemann war bei meinem Test vor fast drei Jahren einer der wenigen Kritikpunkte, die man anführen konnte. Linnenberg verzichtete nun also auf die möglichen Störfaktoren und lagert die Bedienung des Telemann fast vollständig auf die Fernbedienung aus. Natürlich könnte man nun ähnliche Standards auf die Tasten der schlanken Bedieneinheit übertragen, doch ich bin mit der Lösung vollends zufrieden.

Preis: um 4400 Euro

Linnenberg Telemann


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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 01.04.2019, 10:02 Uhr