Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: NuForce icon µDAC-2


Feuer und Flamme

D/A-Wandler NuForce icon µDAC-2 im Test, Bild 1
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Sie glauben, die Miniaturiserung von High-End-Komponenten hört mit Geräten von der Größe einer Zigarettenschachtel auf? Nö, das geht alles noch kleiner. Und gut.

Langsam übertreiben sie es, die Jungs von NuForce. Und zwar damit, der Reihe nach Produkte auf den Markt zu bringen, die einen schmunzeln und trotzdem den Daumen hoch strecken lassen. Auf den Bildern im Heft ist es relativ schlecht zu erfassen: Der μDAC getaufte USB-Wandler ist nicht viel größer als ein handelsübliches Zippo-Feuerzeug. Trotzdem beherbergt es einen D/A-Wandler, einen Kopfhörerverstärker, einen Transport und Vorverstärker. Das Ding ist in Sachen Flexibilität schon mal nicht zu schlagen. Die Stromversorgung bezieht ihren Saft direkt aus dem Rechner über USB. Ich verstehe es, wenn Sie jetzt Bedenken hegen. So eine USB-Buchse ist leider stromtechnisch nicht die sauberste. Nur lassen Sie sich gesagt sein, dass man sich bei NuForce darüber im Klaren ist. Die Jungs kennen die USB-Verbindung ziemlich genau und haben dementsprechend reagiert und eine effektive Spannungssiebung eingebaut, Die Betriebsspannung wird von einem hocheffizienten Charge-Pump-Netzwerk generiert. 2 Volt ist der Pre-out stark, was jeden, wirklich jeden Amp aussteuert. Tatsächlich steckt in diesem Kistchen sogar Highendiges: Die Lautstärke regelt ein sehr gutes TOCOS-Poti, der verwendete DAC-Chip ist der gleiche, der mir schon im Icon HDP so gut gefallen hat. Viel mehr kann man leider nicht erspähen, die beiden Platinchen sind so nah beieinander, dass es unmöglich ist, die Komponenten zu identifizieren. 

USB-Transport


Per USB sind satte 96 kHz drin, was für CD-Rips natürlich völlig reicht, und selbst 95 Prozent aller momentan verfügbaren Downloads überschreiten diese Grenze nicht. Mit diesem Stoff befeuert, vollführt der Kleine absolut beachtliche Kunststücke. Das geht weit, aber ganz weit über das hinaus, was man von einem „Gadget“ erwartet. Natürlich spielen „Vollformatwandler“ souveräner, trennen schärfer Einzelereignisse. Doch Leute: Für 120 Euro muss man erst mal etwas finden, das den NuForce alt aussehen lässt. Die einschlägigen externen USB-Soundkarten jedenfalls nicht. Und: Der Kopfhörerausgang ist tatsächlich richtig gut gelungen. Er verkörpert Druck, schafft es auch, die Geschmeidigkeit zu vermitteln, die in der Musik steckt. Tja, wie lautet mein bewährter Spruch? Man sollte nie ohne seinen USB-DAC außer Haus gehen. Und wenn man ihn schon nicht in die Hosentasche stecken will: In die Laptop-Tasche passt er immer, und sollte da auch nicht fehlen.

Peripherie:


 Quellen: Notebook Toshiba Satellite, Windows XP, Foobar2000, Kernel-Streaming-Plugin Notebook Toshiba Satellite, Xubuntu 10, Amarok-Player Apple iMac 2,4 Ghz, OSX 10.6.5, iTunes 10.1, Sonic Studio Amarra 2.0
 Vollverstärker: Fonel Emotion
 Lautsprecher: KEF XQ40
 Kopfhörer: BOSE Quiet Comfort 3,  Beyerdynamic DT770

Fazit

Der DAC für die Hosentasche. Aber einer, der ungeachtet seiner Größe so manch größerem Modell zeigt, wie man mit einer USB-Buchse umzugehen hat.

Preis: um 120 Euro

D/A-Wandler

NuForce icon µDAC-2


12/2010 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 120 
Vertrieb: Higoto, Essen 
Telefon: 0201 8325825 
Internet www.higoto.de 
Eingänge 1 x USB (bis 96 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 1 x analog RCA, 1 x S/PDIF RCA (bis 96 kHz, 24 Bit), 1 x Kopfhörer 
checksum „Der DAC für die Hosentasche. Aber einer, der ungeachtet seiner Größe so manch größerem Modell zeigt, wie man mit einer USB-Buchse umzugehen hat.“ 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 10.12.2010, 12:46 Uhr
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