Kategorie: Mediacenter

Einzeltest: Macrosystem DVC2000


Offen für alles

Mediacenter Macrosystem DVC2000 im Test, Bild 1
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Bereits mit dem Home-Entertainment-System Enterprise hatte der deutsche Hersteller Macrosystem, eigentlich bekannt für seine hochwertigen Videoschnittlösungen, für gehöriges Aufsehen gesorgt. Mit dem DVC1000 und dem DVC2000 stehen nun zwei Nachfolger in den Startlöchern, welche praktisch alle anfallenden Aufgaben der Unterhaltung zu Hause auf ungemein komfortable Art und Weise erledigen können.

Zum Härtetest in der digital-home-Redaktion trat mit dem DVC2000 das voll ausgestattete Topmodell an. Voll ausgestattet, das bedeutet in diesem Fall ein Sat-Doppeltuner für digitalen (HD)TV- und Radio-Empfang, eine komplette Phalanx an analogen Bild- und Tonanschlüssen, zwei DVI-Ausgänge und ein HDMI-Ausgang, eine 1000 Gigabyte große Festplatte und Blu-ray-Brenner zur Datenarchivierung und zum Abspielen von DVDs. Zum Vergleich: Das gut 500 Euro günstigere DVC1000 besitzt nur eine (immer noch üppig dimensionierte) 500-GB-Platte, verzichtet auf analoge Verbindungsvarianten sowie auf die zusätzliche DVI-Buchse und verfügt nicht über den BD-Brenner. Für beide Versionen hat der Kunde übrigens außerdem die Wahl zwischen verschiedenen Tunerbestückungen für DVB-S, DVB-C und DVB-T.

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All in one

Bei einem modernen Mediacenter sind die inneren Werte, also der Funktionsumfang und die Softwareausstattung, mindestens ebenso wichtig wie die reine Hardware; und auch hier kann das DVC2000 einiges vorweisen. Neben den umfangreichen Grundfunktionen des „Relax Vision“ getauften Betriebssystems bringt es erweiterte Netzwerkfunktionen inklusive Internetzugriff und eine sehr leistungsfähige und einfach zu bedienende Videoschnittlösung mit ins Wohnzimmer. Von „Grundfunktionen“ zu reden, ist fast schon unangebracht, denn mit den DVC-Systemen kann man schließlich in SD- und HD-Qualität fernsehen, TV-Programme aufnehmen, zeitversetzt schauen, archivieren, bearbeiten, auf DVD oder BDROM brennen, Radio hören sowie die eigene Sammlung von MP3-Musik und digitalen Fotos erstellen und verwalten. Man benötigt also tatsächlich nur noch eine Anlage mit Verstärker und Lautsprechern sowie einen Fernseher und eventuell einen zusätzlichen Blu-ray-Player, um alle Ansprüche des modernen Entertainments in den eigenen vier Wänden zu erfüllen.

Mitgedacht

Die enorme Featurevielfalt sieht man dem Macrosystem kaum an, das minimalistische Design mit der schwarzen Glasfront steht dem kompakten Gehäuse, das nicht größer ist als ein AV-Receiver der Mittelklasse, sehr gut. Beim Einschalten wird man das erste und einzige Mal an die zugrunde liegende PC-Technik erinnert; es vergehen etwa 30 Sekunden, bis das System hochgefahren und einsatzbereit ist. Doch erstens können das viele aktuelle Blu-ray-Player auch nicht schneller, und zweitens ist diese Startzeit der vertretbare Preis für ein sehr effektives Power-Management. Denn während andere Mediacenter nur Display und Festplatten abschalten, aber trotzdem noch fröhlich Strom aus der Steckdose saugen, schont das Macrosystem Geldbeutel und Umwelt und zeigt tatsächlich keinerlei messbaren Stromverbrauch im Standby. Dabei ist es wohlgemerkt nicht völlig inaktiv, sondern reagiert spontan auf Infrarot-Befehle der Fernbedienung und ist auch jederzeit in der Lage, programmierte Timeraufnahmen zu starten, solange nicht gerade die Daten des EPG aktualisiert werden.

Bedienung

Eine der größten Herausforderungen bei der Konzeption eines Mediacenters mit so großem Funktionsumfang ist es, diese Vielfalt auch für den Anwender begreifbar und zugänglich zu machen. Die Entwickler von Macrosystem sind hier den einzig logischen Weg gegangen und haben ihr Hauptmenü, das auf dem angeschlossenen Fernseher angezeigt wird, sehr übersichtlich gehalten. Die verschiedenen Punkte des Menüs werden durch klar und ansprechend gestaltete Symbole repräsentiert, zwei Zeilen am unteren Bildrand zeigen in weithin lesbarem Klartext die Bezeichnung der Option sowie weitere Informationen zu den dahinter auffindbaren Funktionen an. Einfacher geht’s nicht, und besser wohl auch kaum. Mit der ebenfalls durchdachten Fernbedienung findet man deshalb auch als Mediacenter- Einsteiger sofort Zugang zu allen Möglichkeiten, die das System bietet.

Bild und Ton

Um beim „großen“ DVC2000 eine optimale Ausgabequalität zu erreichen, stattet Macrosystem das System mit einer selbst entwickelten Videokarte aus, welche auf dem Nexperia-Chip von Philips basiert. Diese enthält auch die analogen Ein- und Ausgänge sowie den zusätzlichen DVI-Anschluss, den die Entwickler generell für reine Mediacenter- Nutzung empfehlen. Und das zu Recht, denn die Bildqualität ist sowohl beim TV-Empfang als auch bei der DVDWiedergabe wirklich beeindruckend gut. Selbstverständlich unterstützt die Schnittstelle den digitalen Kopierschutz HDCP und ist somit per Adapterkabel kompatibel zu allen TV-Geräten mit HDMI-Anschluss. Das Macrosystem skaliert die ausgegebenen Signale auf Wunsch bis 1080i (mit 50 oder 60 Hz) hoch und meistert diese Aufgabe besser als viele in Fernsehern integrierte Scaling-Chips. Die guten Wiedergabeeigenschaften kann das DVC2000 auch bei TV-Aufnahmen voll ausspielen, denn die digitalen Signale vom Satelliten werden unverändert auf der Festplatte abgelegt. Erst beim Export auf DVD oder BD-ROM kann man, wenn gewünscht, Größe und Datenrate des Videos dem jeweiligen Zweck entsprechend anpassen - bis hin zu speziellen Voreinstellungen für Youtube und ähnlichen Portalen. Klanglich gibt es dank des digitalen Tonausgangs auch nichts zu mäkeln, alle Signale werden sauber an den AV-Receiver oder die Heimkino-Anlage weitergegeben.

Fazit

Generalisten wirft man gerne einmal vor, alles ein bisschen, aber nichts wirklich gut zu können. Dieses Vorurteil widerlegt das Macrosystem DVC2000 eindrucksvoll, indem es in allen Belangen mit Einzelgeräten der „echten“ Unterhaltungselektronik mithalten kann und diesen in vielen Punkten, beispielsweise in Sachen schlüssiger Bedienlogik und Funktionsumfang, sogar vormacht, wie es richtig geht.

Preis: um 1500 Euro

Mediacenter

Macrosystem DVC2000

Spitzenklasse


10/2009 - Olaf Adam

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Autor Olaf Adam
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Datum 14.10.2009, 10:06 Uhr
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