Kategorie: Musikserver

Einzeltest: Leema Sirius


Musikserver Leema Sirius

Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 1
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Leemas Topserie erhält mit dem neuen Sirius nun einen vollwertigen Musikserver. Was kann der neue Stern am Firmament?  

Leema ist schon einige Jahre im Geschäft, und anders als bei vielen anderen etablierten Herstellern wurden auch die Ansprüche eines digitalen HiFi-Marktes schnell erkannt. D/A-Wandler und Verstärker mit Streaming-Funktionen gab es bei den Briten schon eine Weile, und nun ist auch endlich ein passender Server fertig, der die Musikbibliothek in ein einem einzelnen Gerät unterbringt. Die Constellation-Serie, in der die großen Geschütze des Herstellers unterkommen, steht Pate für den neuen Speicher, der mit der Modellbezeichnung Sirius auch den dafür passenden Namen erhalten hat. So gigantisch wie der namensgebende Stern ist der Server zwar nicht, doch mit seinen Proportionen gehört er zumindest zu den größeren Vertretern seiner Zunft.

Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 2Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 3Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 4Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 5Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 6Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 7Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 8Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 9Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 10Musikserver Leema Sirius im Test, Bild 11
Optisch zeigt er klar seine Verwandtschaft zu den anderen Modellen der Constellation-Reihe, was aber zumindest bei unserem komplett schwarzen Exemplar ein klein wenig unvorteilhaft ist. Die dicke Frontplatte mit ihren leichten Rundungen, die an den äußeren Kanten in die großen Kühlkörper einfließen, zeigen die Familienzugehörigkeit. Doch in seiner Funktion als Musikserver fehlen dem Sirius eben einfach einige Bedienelemente, die ein wenig Auflockerung bringen. Abgesehen von einem eingelassenen Firmenlogo und einem einzelnen Knopf zum Einschalten bei ndet sich nur noch der Zugang zum CD-Laufwerk auf der Front. Damit ist der Leema keineswegs unansehnlich, aber den prominenten Platz im Rack wird man ihm wohl weniger zukommen lassen. In Sachen Verarbeitung wiederum kann man dem Sirius keinerlei Vorwürfe machen, denn an Material wird bei Leema bekanntlich nie gespart. Wunderbar solide und hochwertig zeigt der Server seine High-End- Ansprüche. Im Innern setzt sich dieser Eindruck nahtlos, fort denn die Entwickler spendieren dem Server ein Netzteil mit stark überdimensioniertem Ringkerntrafo. Gerade die Stromzufuhr ist ein Bereich, bei dem viele im digitalen Sektor ein Auge zudrücken, doch bei Leema ist man sich der Bedeutung einer sauberen Energiezufuhr bewusst. Direkt daneben sitzen die beiden Kernelemente des Servers: das optische Laufwerk zum Auslesen von CDs und die Festplatte, die als eigentlicher Speicher für die eigene Musikbibliothek dient. Erneut stapelt Leema lieber hoch als tief und übertrifft den üblichen Standard von einem Terabyte um das Doppelte. Für die Ansprüche als NAS ausgelegt, können Festplatte und Server 24 Stunden am Tag im Betrieb bleiben. Im hinteren Bereich des Gerätes findet man dann die eigentlichen Audiobauteile, auch wenn es sich bei einem Server eben um ein Mainboard mit flinkem Prozessor und reichlich Arbeitsspeicher handelt. Stolze 8 GB RAM bietet der Sirius und stellt damit manchen vollwertigen Rechner in den Schatten. Mit der letzten Baugruppe kommen wir dann doch noch zu echten audiophilen Komponenten, denn für die direkte Einbindung in eine Anlage bietet der Musikserver einen eigenen internen Digital-Analog-Wandler. Dass es bei Leema keine halben Sachen gibt, weiß man ja, und auch der DAC macht da keine Ausnahme. Der Hersteller setzt auf die neue Spitzenserie des Herstellers ESS, die speziell für hochwertige Audiowiedergabe konzipiert wurde. Der ES9028-Pro-Chip bietet Referenzperformance mit den entsprechenden Spezifikationen. PCM verarbeitete der Wandler des Sirius mit bis zu 384 kHz bei 32 Bit. Dazu gibt es DSD-Unterstützung bis hin zu DSD256. Für den Anschluss passender Verstärker stehen symmetrische und unsymmetrische Ausgänge zur Verfügung, und wer doch lieber einen externen DAC verwenden will, kann diesen mit dem ebenfalls vorhandenen USBA- Port verbinden. Den Weg der Musik zur Anlage hätten wir also geklärt, doch auch die Möglichkeiten, die der Sirius beim Erstellen der Bibliothek bietet, können sich sehen lassen. Bestehende CD-Sammlungen finden ihren Weg besonders einfach auf die Festplatte. Dafür ist schließlich das angesprochene Laufwerk da. Wird ein Album eingelegt, beginnt der Server sofort mit der Arbeit, zieht sich die passenden Metadaten inklusive Cover aus dem Internet und startet den Auslesevorgang. Neben der Wahl, ob Daten als WAV oder FLAC hinterlegt werden sollen, lässt sich auch die Geschwindigkeit einstellen, mit der der Sirius rippt. Im Quick-Modus geht es angenehm schnell, doch auch vermeintlich genauere Vorgänge sind möglich. Mich überzeugen die durchschnittlich vier bis fünf Minuten pro CD, sodass der schnellste Modus klar mein Favorit ist. Heruntergeladene Musik, egal ob CDQualität oder HiRes, kann auf verschiedene Arten auf den internen Speicher übertragen werden. Methode Nummer eins nutzt den USB-3.0-Anschluss an der Rückseite, mit dem man Inhalte externer Festplatten zügig überspielen kann. Auch von anderen existierenden Netzwerkspeichern kann Musik übertragen werden und per Computer lässt sich der Server ebenfalls recht komfortabel füllen. Dabei wird die gewünschte Musik einfach über das Netzwerk per Drag-and-Drop verschoben oder kopiert und anschließend unter dem Menüpunkt Auto-Import in die Bibliothek eingebunden. Gesteuert wird dies alles über ein Webmenü, das man auf Tablet, Smartphone oder Laptop mithilfe eines Browsers erreicht. Per Kurzbefehl oder IP-Adresse erhält man Zugriff auf alle Einstellungsmenüs und die Musikverwaltung des Sirius. Hier kann man die Musik auf die gewünschte Weise übertragen, Ripping-Vorgänge beobachten oder auch ein Backup erstellen. Wichtig ist außerdem die Bibliotheksverwaltung, die zur Pflege eines jeden audiophilen Speichers gehört. Metadaten lassen sich hier nach Belieben editieren und Coverbilder lassen sich ändern. Dank der Quarantänefunktion werden übertragene Titel, bei denen ein Fehler oder unzureichende Metadaten festgestellt wurden, erst nach einer Überprüfung durch den Nutzer in die Bibliothek eingefügt. Das allein spart einem bereits einiges an unschöner Kleinarbeit, die durch das nutzerfreundliche Design der Software nochmals etwas angenehmer gestaltet wird. Zum Abspielen von Musik muss man das Webmenü allerdings verlassen und die Sterungsmethode seiner Wahl nutzen. Apps mit Squeezbox-Support wie Squeezer, iPeng oder Orange Squeeze können den Sirius ebenso steuern wie es das Musikprogramm Roon kann, wenn man die passende Option im Menü gewählt ausgewählt hat. Auch Sonos-Systeme können von Leemas Speicher versorgt werden, und UPnPbasierte Streamer können sich über das Netzwerk natürlich ebenso an der hinterlegten Musik bedienen. Doch dank seiner integrierten DACSektion ist der Sirius eben auch in der Lage, selbst als vollwertiger Audioplayer eingesetzt zu werden. Dank seiner potenten Hardware reagiert der Server blitzschnell auf Befehle und beginnt umgehend mit der Wiedergabe. Schon bei Aufnahmen in CD-Qualität leistet der DAC gute Arbeit und zieht eine Fülle von Details aus dem digitalen Datenstrom. Dazu stellt sich die Bühne recht breit auf, während der entspannte Groove den Hörer sehr schnell mitnimmt. Gerade der angenehme Mittenbereich mit schönen Stimmen, guten Gitarren und insgesamt tollem Timbre weiß zu gefallen. Mit Aufnahmen in 24 Bit nimmt der Sirius noch mal ein wenig mehr Fahrt auf. Etwas differenzierter und mit ein wenig mehr Dynamik gewinnt das Spiel an zusätzlichem Biss. Genreübergreifend ist er sehr langstreckentauglich und lässt auch nach längerem Spiel keine Ermüdungserscheinungen zu. Seine Musikalität, seine komfortable, flexible Bedienung und seine hochwertige Technik machen Leemas Sirius zu einem klasse Server, der sich als Zuspieler für verschiedene Anlagen eignet oder selbst das Zepter in die Hand nehmen kann.

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Fazit

Mit dem Sirius bietet Leema einen toll zu bedienenden Musikserver, der gleichermaßen als Speicher und dank seines hochwertigen DACs auch als HiRes-Player überzeugt.

Preis: um 5000 Euro

Musikserver

Leema Sirius


03/2019 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 5.000 Euro 
Vertrieb: F.o.M. - Friends of Music, Roßdorf 
Telefon 06071 737475 
Internet: www.f-o-m.eu 
B x H x T: 440 x 111 x 307 mm 
Eingänge: 1 x CD, 1 x Ethernet, 1 x USB-A 
Unterstützte Formate: MP3, AAC, OGG, FLAC, ALAC, AIFF, WAV, DSD 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 384 kHz, 32 Bit, DSD bis DSD256, 11, 2 MHz, 1 Bit 
Ausgänge: 1 x XLR Stereo, 1 x RCA Stereo, 1 x Ethernet, 1 x USB-A 
Speicherplatz: 2 TB 
<checksum> Mit dem Sirius bietet Leema einen toll zu bedienenden Musikserver, der gleichermaßen als Speicher und dank seines hochwertigen DACs auch als HiRes-Player überzeugt. 
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