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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Leema Agena - Seite 3 / 4


Schäfchen zählen

ml;r einen Tonabnehmer - einen kompletten Parametersatz, bestehend aus Verstärkung, Abschlussimpedanz und -kapazität, speichern. Bei drei Eingängen kann man also sechs Tonabnehmer speichern und ihre Setups auf Knopfdruck abrufen -nicht doof, die Idee. Ich betreibe also zum Beispiel ein MC an Eingang 1 und will auf diesem Arm jetzt einen MM-Tonabnehmer betreiben. Kein Problem: Beim Headshellwechsel schaltet die Leema stumm, Sie wechseln den Abtaster und bestätigen den Headshellaustausch - schon ist der neue Tonabnehmer korrekt angepasst. Neben dem ganzen Menü- und Displaygedöns gibt es noch eine deutlich einfacher zu verstehende Tasterreihe: Hier werden die Eingänge umgeschaltet, ein Subsonic- oder ein Tiefpassfilter (dessen Sinn sich mir noch nicht ganz erschlossen hat) aktiviert oder auf Mono geschaltet. Ganz rechts sitzt der Standby-Taster, der übrigens praktisch funktionslos ist: Das Gerät verbraucht im Betrieb und im Leerlauf gleich viel Strom - so ist das eigentlich nicht gedacht. Ein weiterer Taster aktiviert den „Sleep Mode“: Der schaltet das Display ab, so dass mögliche Störungen, seien es elektrische oder solche beim Zuhörer, vermieden werden. Alle Eingänge können sowohl für MM- und MC-Abtaster konfiguriert werden, insgesamt zehn verschiedene Verstärkungen sind schaltbar. Dazu gesellen sich sieben Abschlussimpedanzen (20, 50, 100, 500 Ohm, 1k, 47k und 100k) und acht Kapazitäten zwischen 100 und 1580 Picofarad. Kleiner, wie ich vermute, Softwarefehler: In der Betriebsart MM gibt’s nur 100 pF, bei MC sind alle Kondensatorwerte anwählbar. Das kann so nicht im Sinne des Erfinders sein, denn die Kapazitätsumschaltung macht nur bei MMs Sinn. Apropos Software: Die Agena hält noch eine weitere Überraschung bereit, und die steckt auf der Rückseite: zwei Digitalausgänge, einen als Cinchbuchse und einen als USB-Anschluss, und jawohl, damit kann man zum Beispiel Platten digitalisieren. Ich muss gestehen, dass ich mich mit dieser Option noch nicht beschäftigt habe und daher auch nicht weiß, mit wie viel Auflösung das vonstatten gehen soll. Schöne neue Phonowelt … Auch unter dem massiven, mit einer Unzahl von Senkungen in Form des Firmenlogos versehenen Deckel geht’s eher modern als klassisch zu. Insgesamt 25 Relais besorgen das Signalrouting und die Einstellung der Tonabnehmerabschlüsse, die Verstärkerschaltung ist teils mit diskreten Einzeltransistoren, teils mit integrierten Operationsverstärkern realisiert. Auf den seitlichen Kühlkörpern sitzen Mengen von Spannungsreglern und Leistungstransistoren, und tatsächlich bekommt auch jeder Kanal getrennt mit diskreten Regelschaltungen stabilisierte Betriebsspannungen. Da ich keine Ahnung habe, was unter den Deckeln von vier der fünf Abschirmgehäuse steckt (unter einem der Netztrafo, da bin ich sicher), schrauben wir das Gerät schnell wieder zu und parametrieren die Maschine auf 100 Ohm, 100 Picofarad und MC-Betrieb mit mittelschwerer Verstärkung - das Benz LP wartet darauf, der Agena Töne zu entlocken. Oha - das hatte ich nun nicht erwartet: Die Agena macht erst einmal durch eine außerordentliche Breitbandigkeit auf sich aufmerksam und muss sich in dieser Hinsicht sogar vor der Pass XP-15 nicht verstecken. Hier gibt’s das ganze Spektrum, und nicht einen manchmal sicher einfacher zu genießenden, von Extremen befreiten Ausschnitt davon. Auf dem Teller rotiert - es musste mal wieder sein - „Hell Freezes Over“ von den Eagles und ich föne mich mit „Hotel California“. Nichts da, die Leema zeigt alles, kriecht in die letzte Ecke der Bühne, unterschlägt nichts und muss sich auch in dieser Hinsicht der XP-15 nicht geschlagen geben. Raumgröße ist da,

Preis: um 4000 Euro

Leema Agena


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