Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: MalValve preamp three phono


Phonovorstufe MalValve preamp three phono

Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 1
20347

Eigentlich tut er sowas nicht, der Essener Rohrenprofi Dieter Mallach: Modellwechsel propagieren. Deswegen erzahlen Sie am Besten nicht weiter, was Sie hier im Begriff sind zu erfahren

Klar musste ich nachgucken. Und es hat eine Weile gedauert, mich von dem Schock zu erholen. Die MalValve-Phonovorstufe „preamp three phono“ habe ich LP Ausgabe 2/2006 besprochen. Also vor ziemlich genau vierzehn Jahren. Und wenn Sie mehr oder weniger regelmäßig einen Blick in unsere „Gespieltes“-Rubrik werfen, dann wissen Sie, das besagtes Gerät dort regelmäßig aufgeführt ist. Was daran liegt, dass es seit dann tatsächlich 14 Jahren, wie es so schön heißt, „Arbeitsgerät der Redaktion“ ist. In diesen vierzehn Jahren hat es die Verlagsräumlichkeiten sehr selten verlassen, manchmal habe ich‘s mit nach Hause genommen, um es als Vergleichsnormal für Geräte zu nutzen, die ich mir zuhause angehört habe. Wo das Gerät all die Jahre nicht war: Ganz oben auf den Essener Bergen, in Werden, noch oberhalb des kupplungsmordend steilen Viehauser Berges, wo Dieter Mallach wohnt und arbeitet. Weil: Es gab keinerlei Grund, das Gerät dort vorbeizubringen. Es hat all die Jahre vollkommen klaglos seinen Dienst verrichtet. Ohne auch nur die allergeringsten Probleme. Wohlgemerkt: Wir reden von einem Gerät, in dem zwölf Röhren die delikaten Arbeit der Phonovorverstärkung übernehmen. Ein- oder zweimal haben wir die Maschine an unsere Messtechnik geklemmt. Nur um zu checken, ob nicht vielleicht die eine oder andere Röhre nennenswert Emissionen eingebüßt hat. Ich kann Sie und mich beruhigen: Sie hat nicht. Keine von den Zwölfen. Die Maschine ist perfekt in Schuss. Bis zum heutigen Tag. Vor einiger Zeit fragte Dieter Mallach, ob wir das Gerät nicht mal aktualisieren wollten – er hätte da im Lauf der Zeit ein paar Sachen geändert, die mir klanglich vielleicht gefallen könnten.

Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 2Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 3Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 4Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 5Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 6Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 7Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 8Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 9Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 10Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 11Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 12Phono Vorstufen MalValve preamp three phono im Test, Bild 13
Eigentlich wollte ich nicht, denn diesen Fels in der Brandung gegen irgendetwas anderes zu tauschen hielt ich für ein Sakrileg. Wenn die Änderungen jedoch behutsamer Natur wären und sich ganz bestimmt nicht auf die Solidität der Gesamtkonstruktion auswirken würden – dann wollte ich mal nicht so sein. Tatsächlich hat‘s beim preamp three phono im Laufe der 14 Jahre zwei Updates gegeben. Die Dieter Mallach aber nicht an die große Glocke gehängt hat. Die 2006er Ausgabe war demnach ein „MK 4“, die aktuelle Variante ein „MK 6“. Nach so langer Zeit erscheint es mir nicht sinnvoll, ausschließlich auf den Unterschieden herumzureiten – lassen Sie uns das Kunstwerk als Ganzes würdigen. Wie alle verstärkenden MalValve-Gerätschaften ist auch der preamp three phono eine Konstruktion, die ausschließlich mit Röhren arbeitet und bei der Halbleiter nur periphere Funktionen erfüllen dürfen. Dieter Mallach baut vorzugsweise symmetrisch und kompromissarm, wie seine Erfolgsprodukte der letzten Jahren eindrucksvoll beweisen: Er hat nämlich Kopfhörerverstärker salonfähig gemacht, die mit der Sackkarre bewegt werden wollen und die auch ganz prima Lautsprecher auf Trab bringen können. Ganz so schlimm ist es beim kleineren der beiden aktuell lieferbaren Phonovorverstärker nicht. Trotz fetter 15-Millimeter-Alufront, zehn Millimeter dickem verchromtem Messing- Firmenloge und fünf nicht weniger materialstrotzenden Drehknöpfen kommt das Gerät nur auf erträgliche elf Kilogramm. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Stromversorgung begründet, die nach dem schaltenden Prinzip arbeitet und den oder die üblichen klotzigen Trafo(s) überflüssig macht. Mallachs Stromversorgugen sind jedoch weit mehr als schnöde Schaltnetzteile von der Stange und es spricht für die Cleverness der Konstruktion, dass er bis zum heutigen Tag de Einzige mir bekannte Hersteller im HiFi-Business ist, der seine Geräte so speist. Das funktioniert mit einer zweiteiligen Anordnung: Die Netzspannung wird zunächst auf ein (handelsübliches) „Power Factor Corrector“-Modul geführt, an dessen Ausgang eine stabile 400-Volt-Gleichspannung zur Verfügung steht. Davon ausgehend generiert ein selbst erdachter Schaltregler alle Spannungen, die für das jeweilige Gerät gebraucht werden. Die Vorgehensweise garantiert eine „gesunde“ Last für das Stromnetz, optimale Entkopplung vor Störungen und sehr stabile Ausgangsspannungen bei erträglicher Größe und geringem Gewicht. Beim preamp three phono gibt‘s ordentlich was zu versorgen: Gleich zwölf Röhren wollen mit lebensspendendem Saft versorgt werden. Alle Röhren in MalValve- Geräten (zumindest die Vorstufenröhren) tragen den Stempel des Essener Herstellers. Das liegt daran, dass er sich damals, als das noch ging, mit nennenswerten Mengen ausgezeichneter Markenware – vorzugsweise von Siemens – eingedeckt hat. Und wenn die Stückzahlen stimmten, dann war auch ein „Custom Label“ kein Problem. Das zweite charakteristische Bauteil in einem MalValve-Verstärker sind Übertrager. Im Falle der preamp three phono gibt‘s derer sechs Stück, von denen jeweils zwei auf einem Steckmodul montiert sind. Seit einiger Zeit setzt der Hersteller selbstgewickelte Ringkernübertrager mit nanokristallinen Kernen ein – so ziemlich das Feinste, was man heute in dieser Hinsicht bekommt. Jeder Übertrager steckt fein säuberlich in einer abschirmenden „Dose“. Und warum sechs Übertrager? Weil zwei Stück den Signalausgang bilden und jeweils zwei an jedem der beiden Eingänge angeordnet sind. Womit wir unmittelbar bei der ziemlich speziellen Art und Weise wären, wie dieses Gerät bedient wird. Der Drehknopf ganz links, der bestimmt über Wohl und Wehe des Eingangsgeschehens bestimmt der Drehschalter ganz links. Übrigens der Einzige, der mit einer Beschriftung aufwarten kann. Was vermutlich an mir liegt, ich habe mich lange Jahre über den „Blindflug“ bei der Bedienung des Gerätes geärgert. An den anderen Knöpfen steht nach wie vor nichts darn – das hätte schlicht platzmäßig nicht gepasst.Besagter Knopf links wählt einen der zwei Eingänge und seine Funktion: MM oder MC mit einer einer von drei Verstärkungen. Die dem MM-Teil vorgeschalteten Übertrager verstärken fünf-, zehn- oder 20-fach. Um bei den sich daraus ergebenden Tonabnehmerabschlussimpedanzen kein heilloses Chaos zu erleben, schließt Mallach seine Übertrager auf der Primärseite ab. Das hat den Vorteil, dass der Abtaster bei jedem eingestellten Übertragungsverhältnis den gleichen Widerstand „sieht“. Nur im MMBetrieb sind andere Abschlüsse vorgesehen. Über diesen Parameter bestimmen, getrennt nach Eingängen, die beiden Drehknöpfe halb rechts. MCs lassen sich in acht Stufen mit Widerständen zwischen 100 Ohm und 47 Kiloohm beschalten, MMs ebenfalls achtstufig zwischen 10 und 100 Kiloohm. Die einzigen Anzeigeelemente des Gerätes sind sechs Leuchtdioden: drei quittieren die Eingangskonfiguration, drei zeigen den gewählten Eingang und den Betriebszustand an. Und dann wäre da noch der zweite Drehknopf von links: Entzerrerkurven, jede Menge Entzerrerkurven. Acht verschiedene mehr oder weniger exotische Varianten des Themas lassen sich hier anwählen, die mitgelieferte Literatur gibt Auskunft darüber, welche Schalterstellung was tut. Im Inneren des Gerätes haben sich nur Details geändert, geblieben ist der vorbildlich saubere modulare Aufbau mit Steckplatinen. Zwölf Röhren, insgesamt 36 Relais (vermutlich habe ich noch ein paar übersehen) und jede Menge passive Komponenten sind in beeindruckend aufgeräumter Manier angeordnet – das ist ein echter dreidimensionaler Aufbau, bei dem jede Ecke des Gehäuses genutzt wird. Das Gerät kostet 9500 Euro. Was absolut betrachtet für eine Phonovorstufe eine gewaltige Menge Geldes darstellt, in Anbetracht des Gebotenen aber ein echtes Sonderangebot ist. Bedenken Sie: Das hier ist Handmade In Germany (with a little help the CNC-Maschine im Keller), mit quasi unbezahlbaren New Old Stock-Röhren ausgestattet und strotzt an allen Ecken und Kanten vor Besonderheiten. Und Dieter hat Recht: Der Sound der neuen Inkarnation der Maschine hat sich deutlich gewandelt. Der bisherige preamp three phono tönte zwar ungeheuer farbig und mächtig, hatte aber auch eine leicht nach unten hin verschobene tonale Balance. Das ist beim neuen Gerät ganz deindeutig nicht mehr der Fall. Die Farbstärke ist noch da, die Wucht kommt etwas zivilisierter rüber, dafür gibt‘s Feinheit und Akkuratesse am oberen Ende des Spektrums, wo bislang eine etwas robustere Gangart vorherrschte. Dynamisch kann dem preamp three phono hüben wie drüben ohnehin kaum eine andere Konstruktion das Wasser reichen. Ganz große Phonokunst – wir reden dann in vierzehn Jahren nochmal darüber.

47
Anzeige
Sofanella, Ihre neue Komfortzone: Cinema Sofa
qc_Bella1_1631540437.jpeg
qc_Bella4_2_1631540437.jpeg
qc_Bella4_2_1631540437.jpeg

>> Hier mehr erfahren

Preis: um 9500 Euro

MalValve preamp three phono


-

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Mallach HiFi Vertrieb, Essen 
Telefon 0201 408084 
Internet www.malvalve.de 
Garantie (in Jahren) 2 Jahre 
B x H x T (in mm) 483 x 100 x 315 mm 
Gewicht ca. 11 kg 
Unterm Strich... Fast fünfstellig und doch ein Sonderangebot: Die prall ausgestattete vollsymmetrische MalValve ist der Traum eines jeden Röhrenfans und klingt extrem geradlinig und dynamisch. 

HD Lifestyle Gallery

/test/phono_vorstufen/malvalve-preamp_three_phono_20347
Revox- Revox im Wohnraum - Bildergalerie , Bild 1
Revox im Wohnraum
>> zur Galerieübersicht
105_1
Neu im Shop

TV-Bildoptimierung, neue Pakete, Full HD, UHD, 8K

>>> mehr erfahren
Holger Barske
Autor Holger Barske
Kontakt E-Mail
Datum 24.02.2021, 09:58 Uhr
293_20930_2
Topthema: Mundorf K+T MuViStar M
Mundorf_K+T_MuViStar_M_1633007608.jpg
Zweiwege-Edelmonitor mit Visaton und Mundorf-AMT

Nach dem Erscheinen der U-Serie-AMTs war es natürlich nur noch eine Frage der Zeit, dass wir und andere Entwickler Bausätze damit realisieren würden. Dieses Mal waren die anderen Entwickler einen Hauch schneller, aber mit der MuViStar M sind wir jetzt dran.

>> Mehr erfahren
Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
Heimkino 6/2021

Es ist uns eine große Freude, Ihnen die EISA AWARDS 2021-2022 präsentieren zu dürfen. Zusammen mit den Kollegen von 60 Testmagazinen und -Websites aus Europa, Amerika, Asien und Australien kürt unsere Redaktion als exklusives deutsches Mitglied in der Home Theatre Audio Expert Group jedes Jahr die besten Geräte der Welt.
>> Alles lesen

Elmar Michels - Ressort Car Hifi
Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Car Hifi 6/2021

Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
>> Alles lesen

Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
Ressort
High-End
LP 6/2021

Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
>> Alles lesen

Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
>> Alles lesen

kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 13.2 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 10.17 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 11.35 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (deutsch, PDF, 3.15 MB)
Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Musik&Akustik