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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Edwards Audio Apprentice TT Lite - Seite 2 / 2


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Immerhin benötigt man auch beim Apprentice kein externes Steckernetzteil – hinten am Gerät ist fest ein Kabel mit zweipoligem Eurostecker verbaut. Der Apprentice Lite kommt als echter „Brettspieler“ daher, damit sitzen Motor, Tellerlager und Tonarm auf einer Ebene, was die Gefahr einer Übertragung von Motorvibrationen auf Teile der Signalkette erhöht. Um das zu vermeiden, hat man den Antrieb in einer dämpfenden Halterung eingebaut. Die Lagerbuchse inmitten der Zarge besteht aus Messing. Darin dreht sich die Stahlachse des Kunststoff-Subtellers. Optional kann dieser durch ein Aluminiumteil ersetzt werden. Oben auf dem Subteller liegt der eigentliche 22-mm-Acrylteller. Leider ist die Korkmatte, die der BT-Vertrieb aus dem eigenen Sortiment beisteuert, nicht optimal für den Edwards geeignet: Sie steht ein paar Millimeter seitlich über den Teller, mal ganz abgesehen davon, dass der Farbton so überhaupt nicht zum eleganten matten Rot der Zarge passt. Im Zweifelsfall würden hier zu einer Filz- oder Gummimatte greifen, wenn die innere Dämpfung des Acryltellers nicht genügen sollte. Um das Thema am Anfang dieses Artikels noch einmal aufzugreifen: Man neigt dazu, zu vergessen, dass auch aus einem Plattenspieler für 399 Euro mit einem einfachen System mit Rundnadel Musik kommen kann. Und das gar nicht mal so übel, genau genommen: mehr als respektabel.

Schon mit dem einfachen Tonabnehmer ist die Plattenwiedergabe mit dem Apprentice Lite eine runde Sache: Er spielt ausgewogen, weder zu spitz oder harsch in den Höhen, noch zu sanft oder gar dumpf. Klar: Die äußerste Hochtonauflösung gibt es hier genauso wenig wie den ultimativen Tiefbass. Aber das soll ja auch gar nicht sein – wichtiger ist bei so einem Gerät ja der Ansatz, dem Eigner so viel Spaß an der Musik zu bereiten, dass er erstens bei der Stange bleibt und zweitens irgendwann einmal so viel Lust auf Schallplatte hat, dass er Lust auf ein Upgrade bekommt und sich den nächsten Plattenspieler kauft. Und Spaß an der Schallplattenwiedergabe macht der Edwards: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich eine Aufnahme wie die Beethoven-Symphonien mit Bruno Walter, die ich vorher schon mit einem Ausnahmegerät wie dem Bergman Gelder gehört hatte, auf einem simplen Brettspieler noch einmal so genießen könnte. Ja: Der Apprentice Lite wirkt nicht so souverän und dynamisch wie ein zigfach teureres Laufwerk, aber auch hier wird das Columbia Orchestra räumlich gut aufgestellt, werden die opulenten Klangfarben lebensnah wiedergegeben. Und auch dynamisch ist die Darstellung gerade der fünften Symphonie eine so überzeugende Angelegenheit, dass man sich einfach denkt: „Guter Plattenspieler!“

Fazit

Einer der wenigen ernst zu nehmenden Plattenspieler, der in der Preisklasse unter 500 Euro überhaupt antritt, ein sehr guter noch dazu.

Preis: um 399 Euro

Edwards Audio Apprentice TT Lite


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb BT Vertrieb, Erkrath 
Telefon 02104 175660 
Internet www.bt-vertrieb.de 
B x H x T (in mm) 450/80/350 
Gewicht (in Kg) 4,9 kg 
Unterm Strich... Einer der wenigen ernst zu nehmenden Plattenspieler, der in der Preisklasse unter 500 Euro überhaupt antritt, ein sehr guter noch dazu. 
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 20.09.2018, 14:56 Uhr