Kategorie: Plattenspieler

Lenco-Plattenspieler mit Phonostufe, USB und Bluetooth


Analog und modern

Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 1
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Lenco – in analogen Kreisen immer noch ein Name mit einer großen Tradition. Und so langsam schickt man sich wieder an, der großen Historie weitere Kapitel hinzuzufügen.

Eingeweihte erinnern sich gerne an den Traditionshersteller Lenco. Nach dem Ende der Schweizer Plattenspielermarke Ende der 70er Jahre war es zwischenzeitlich sehr still geworden um den Namen. Und doch: Klassiker wie der L75 werden immer noch von vielen Fans gehegt und gepflegt und genießen in Sammlerkreisen einen hervorragenden Ruf. Vor einigen Jahren ist Lenco dann wieder als Markenname aufgetaucht, allerdings in einem völlig anderen Marktsegment – man hat sich jetzt vor allem im Mainstream-Consumer-Markt etabliert und bietet Unterhaltungselektronik an, die durchaus auch in besser sortierten Supermärkten zu finden ist.  

Expertise Line

 
Seit Neuestem besinnt man sich wieder zurück auf die großen Zeiten und bietet eine qualitativ anspruchsvolle Serie namens „Expertise Line“ an. Diese glänzt sowohl mit einer vorzüglichen Verarbeitungsqualität, wie auch mit der Verwendung schöner Holzsorten bei den Gehäusen und Plattenspielerzargen.

Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 2Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 3Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 4Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 5Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 6Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 7
Außerdem hat man sich hier Gedanken gemacht, wie man die über 100 Jahre alte Gerätekategorie „Plattenspieler“ vollständig in eine moderne Anlagenumgebung integriert. Und zu guter Letzt ist der LBT-345WA auch als rein traditioneller Plattenspieler eine echte Ansage, denn er macht im Umfeld seiner rein analogen Konkurrenten einen guten Eindruck, wie auch seine anderen Mitspieler in Lencos Edelserie, die vornehmlich aus Plattenspielern besteht, die teilweise sogar als Komplettanlagen mit Verstärker und Lautsprechern ausgeführt sind. Lenco legt gerade hier großen Wert auf den Vertrieb über den gut sortierten Fachhandel mit entsprechend guter Beratung.  

Terchnik  


Bei unserem Testgerät wird die flache Brettspieleroptik durch die recht massiven Füße unter der Zarge klar aufgewertet. Die solide Acrylhaube macht ebenfalls einen guten Eindruck. Die Zarge ist in einem dunklen Walnuss-Finish gehalten, das eine hohe Wertigkeit ausstrahlt. Das Laufwerk selbst besteht aus einem Gleichstrommotor in der Zarge, der recht schnell dreht und ein dementsprechend kleines Metallpulley hat. Die Geschwindigkeitsregelung erfolgt über eine Feedbackschleife mit einem optischen Sensor, der die Drehzahl überwacht. Der Plattenteller selbst ist zwar eine recht flache Konstruktion, besteht aber aus einer doch einigermaßen soliden Aluminium-Legierung. Einen Subteller gibt es nicht, dafür aber einen „Innengrat“, auf dem der Flachriemen läuft. Bedämpft wird der Teller mit einer Filzmatte, so dass keine Resonanzen entstehen. In diesen Themenbereich gehört auch das Tellergewicht (oder Stabilisator, wie ihn Lenco nennt), mit dem die Platte plan auf den Teller gedrückt wird, was für noch mehr Ruhe beim Abspielen sorgt. Die Lagerung erfolgt klassisch mit einer Edelstahlachse in einer Buntmetall-Lagerhülse.

Plattenspieler Lenco LBT-345WA im Test, Bild 6
Das Ortofon 2M Red ist ein hochwertiges MM-System, das den hohen Anspruch des Lenco LBT-345WA verdeutlicht
Der Tonarm ist für einen alten Analogfan ein Highlight des Geräts:  Das Armrohr des Tonarms ist gerade ausgeführt, die für eine verzerrungsfreie Abtastung erforderliche Kröpfung wird über das geknickte Headshell hergestellt. Die Lager machen einen guten Eindruck, sind weder zu schwergängig, noch haben sie Spiel. Traditionell gemacht ist die Einstellung der Antiskating-Kraft  mit Gewicht und Faden. Die Auflagekraft wird dagegen in klassischer Manier mit dem Gegengewicht eingestellt: Arm ausbalancieren, dann die Skala auf 0 stellen und dann das Gewicht so weit nach vorne drehen, bis die gewünschte Auflagekraft erreicht ist. Im Falle des präzise vormontierten Ortofon 2M Red sind das 1,8 Gramm, wobei ich das Red ganz gerne mit etwas über 2 Gramm betreibe, aber der Einsteiger sollte sich natürlich an die Empfehlung des Herstellers halten. Die Bedienungsanleitung des Lenco ist für all diese Einstellarbeiten einfach und  anfängerfreundlich und erklärt jeden Schritt ausführlich.  

In der Praxis  


Nun kann der Lenco wie jeder Plattenspieler an einer separaten Phonovorstufe oder einem entsprechenden Eingang am Verstärker betrieben werden. Steht ein solcher nicht zur Verfügung, schaltet man einfach die interne Phonovorstufe ein und kann den Spieler an einen analogen Hochpegeleingang anschließen, beispielsweise an einen AV-Receiver oder ein All-in-One-System. Für Aufnahmen auf dem PC oder Notebook lässt sich der Platinum per USB direkt an den Rechner anschließen und gibt auf diesem Wege Audiosignale mit 48kHz Samplingfrequenz und 16-Bit Auflösung aus. Außerdem: Den Lenco-Plattenspieler kann man auch mit einem Bluetooth-Empfänger koppeln und auf diese Art und Weise Musik hören. Die Minimalkonfiguration ist in diesem Fall der Plattenspieler und eine Bluetooth-Box oder ein Headset, wie man es fast überall in guter Qualität schon für unter 100 Euro kaufen kann.  

Analoge Soundqualität

 
Bleiben wir aber ruhig einmal in einem halbwegs traditionellen Hörraum, dann auch als reiner Plattenspieler hat der Lenco einiges zu bieten. Über einem stabilen Bassfundament macht er auch im Grundtonbereich einen stabilen und trockenen Eindruck. Dynamisches Material gibt er stoisch und präzise wieder und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Diese Stabilität setzt sich fort in der räumlichen Abbildung, die eine schöne Bühne in Breite wie Tiefe erzeugt und einzelne Schallquellen sauber voneinander trennt. Überhaupt spielt der Lenco erfreulich neutral, ein Eindruck, der auch über die interne Phonostufe aufrecht erhalten werden kann. Klar - hier muss man gegenüber einer externen Phonostufe, die mehr kostet als der ganze Plattenspieler, etwas Abstriche machen, aber sie macht ihren Job doch recht ordentlich. Und da auch die Bluetooth-Übertragung gut funktioniert und klingt, können wir dem Lenco LBT-345WA eine kräftige  Empfehlung aussprechen – als Universalwerkzeug für den (nicht nur) analogen Musikgenuß.

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Fazit

Der Lenco LBT-345WA ist ein gut klingender Plattenspieler, der mit seiner analogen und digitalen Anschlussvielfalt das Medium Schallplatte ins moderne Musikhören integriert.

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Kategorie: Plattenspieler

Produkt: Lenco LBT-345WA

Preis: um 429 Euro

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4/2024
4.5 von 5 Sternen

Spitzenklasse
Lenco LBT-345WA

4/2024

Lenco LBT-345WA
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Bewertung 
Klang 70%

4.5 von 5 Sternen

Labor 15%

4 von 5 Sternen

Praxis 15%

4.5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Kontakt Lenco 
E-Mail support@lenco.com 
Internet www.lenco.de 
Ausstattung
Abmessungen (B x H x T in mm) 420/120/360 
Gewicht (in Kg) 5,1 kg 
Ausführungen Walnuss 
Garantie (in Jahre): 2 Jahre 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 04.04.2024, 10:01 Uhr
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Topthema: Feurig
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High-End-Standbox mit ESS AMT

Mit diesen Chassis wollte ich schon immer mal etwas bauen. Dass ich sie allerdings jemals zusammen in einer Box haben würde, hätte ich dann doch wieder nicht erwartet – dass das Ganze so gut werden würde, dann schon eher.

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