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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Sikora Initial Max mit Tonarm KV-12


Der große Kleine

Plattenspieler Sikora Initial Max mit Tonarm KV-12 im Test, Bild 1
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Manchmal ist es erstaunlich, wie ein Hersteller durch Tuning an entscheidenden Stellen aus einem Einsteigermodell Großes herausholt. Dies können wir aktuell am Beispiel des Sikora Initial Max bestaunen

Janusz Sikora war lange Zeit Mitinhaber und Konstrukteur einer Firma, die Röhrenverstärker baut, ist also schon immer durchaus HiFi-affin gewesen. Seit ein paar Jahren sind es Plattenspieler, die er mit ein paar ausgesuchten Mitstreitern fertigt. Und seit Anfang des Jahres gibt es nun endlich den lange erwarteten eigenen Tonarm, der nun in seiner finalen Version zur Verfügung steht. Für den Rahmen unseres Plattenspieler-Spezials hat sich Björn Kraayvanger vom deutschen Vertrieb Len- Hifi etwas ausgedacht und uns zum Tonarm sozusagen einen Plattenspieler aufgebaut, den wir eigentlich schon mal getestet haben, oder eigentlich auch nicht. Denn in Sachen Aussehen, Masse und Leistung trennen den Initial Max vom ursprünglichen Initial zwar nicht Welten, aber doch ein paar Gewichtsklassen. Die Devise heißt bei Sikora beim Laufwerk immer: Masse. Knapp 30 Kilogramm bringt schon der der Initial auf die Waage, nicht wenig davon wiegt die Zarge, die aus einem massiven Stück Aluminium besteht, das um das Tellerlager herum konzentrisch ausgefräst ist, um eventuelle Resonanzen vom Tellerlager in Richtung Tonarmbasis zu minimieren. Dazu kommt beim Initial Max noch eine massive Basis aus Aluminium, die fester Bestandteil des Konzepts ist. Basisplatte wie Zarge ruhen auf drei stumpfen Metallkegeln mit einer runden Aussparung, deren Gegenpart in einer Keramikkugel besteht. Die Kugeln legt man in die entsprechenden Unterlegscheiben. An der üblichen Stelle hinten rechts am Laufwerk findet sich die Tonarmbasis mit zwei stabilen Stahlstangen als seitliche Ausleger, die die eigentliche Basis tragen. In der Max- Version kommt dazu eine zweite Basis, die bei unserem Testplattenspieler unbesetzt geblieben ist, um den Fokus auf den eigentlichen Star des Ensembles zu richten: Den neuen Tonarm.

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Dieser hört auf den schönen Namen KV-12 und kommt hier in der sozusagen zivilen Variante zum Einsatz. Was man dem schwarz lackierten Armrohr nicht ansieht, sind die Kevlarfasern, aus denen es gefertigt wird. Damit vertreten wir in diesem Test den etwas konservativeren Standpunkt – selbstverständlich kann man den KV-12 auch mit dem satten Gelb ordern, das man mit Kevlar gemeinhin verbindet – sozusagen passend zu älteren B&W-Boxen. Der KV-12, der Name verrät es ja schon, ist ein 12-Zoll-Tonarm. Das Bauprinzip ist Einpunkt-Tonarm und folgt damit den Kuzma-Tonarmen, die Sikora seit jeher sehr gerne auf seinen Laufwerken eingesetzt hat. Natürlich ist der Designrahmen, der für die Konstruktion eines Tonarms zur Verfügung steht, recht eng, aber der polnische Hersteller hat es geschafft, ein eigenes und dabei recht gefälliges Design zu schaffen, das man gerne ansieht und dem man auch einiges zutraut, so solide wirkt es. Zwei kleine Kritikpunkte sehe ich noch im Finish des Designs: Neben der eleganten Glocke der zentralen Lagereinheit sieht das Maschinengewinde des Gegengewichts noch etwas zu rustikal aus. Und: Die Führung des Antiskating- Fadens finde ich persönlich optisch etwas unglücklich gelöst. Zu den inneren Werten: Der KV- 12 ist ein Einpunkter, der durch ein Silikonbad gestützt wird und damit fast die Stabilität eines kardanischen Arms erreicht. Betrachtet man die Fotos, erkennt man auch gut, warum: Der Dorn des Einpunktlagers sitzt auf Höhe des Armrohrs, während der Arm am Masseschwerpunkt großflächig auf dem Silikonbad „schwimmt“. Hier gibt es noch die Möglichkeit, die Eintauchtiefe etwas zu variieren, ganz einfach durch eine mehr oder weniger großzügige Füllung der Ölwanne. Bis auf die erwähnten Punkte ist der Sikora-Tonarm wirklich makellos gefertigt und von einer wunderbaren Anfassqualität Der Preis von 4.500 Euro ist nach heutigen Maßstäben wohl angemessen – eine Vorrichtung zur Höhenverstellung „on the fly“ schlägt mit noch einmal 1.500 Euro zu Buche. Das wäre dann genauso viel wie der Sikora Initial in der Basisausführung – die hier nicht nur durch die zusätzliche Basis, sondern auch durch einen zweiten Motor aufgewertet wird, der der ersten Antriebseinheit genau gegenübersteht – klar: Somit neutralisieren sich die Zugkräfte der jeweils zwei Riemen, die pro Pulley die Antriebskraft auf den Teller übertragen. Die zweite Motordose steht übrigens nicht auf der Plattenspielerzarge, sondern auf ihrem eigenen Podest auf der Basisplatte. Versorgt werden beide DC-Motoren über eine separate Motorsteuerung in einem zur Zarge passend lackierten Stahlgehäuse. Komfortabel lässt sich hier für die beiden anwählbaren Geschwindigkeiten die Feinjustage durchführen. Dafür gibt es sogar ein einfaches Display. Der Teller des Initial wiegt satte 4 Kilogramm und besteht aus Delrin, einem Markennamen für Polyoxymethylen, kurz: POM. Dazu kommt in der Max-Variante eine zusätzliche Glasscheibe mit Stahl- Inlay. Der so effektiv auf Masse gebrachte und bedämpfte Teller dreht sich auf einem invertierten Tellerlager mit einem aus der Zarge ragenden Edelstahldorn mit einer Keramikkugel in der Spitze. In der Lagerbuchse im Teller findet sich das entsprechende Gegenstück in Form eines Lagerspiegels, ebenfalls aus POM, sodass ein komplett geräuschfreier und verschleißarmer Betrieb gewährleistet ist. Das Tellergewicht hat das außergewöhnliche „Skelettdesign“, das wir schon immer als sehr attraktiv empfunden haben. Das Massekozept Sikoras geht in jeden Fall auf: Das Bild großer Schwärze in leisen Passagen und spürbarem Raum zwischen Klangereignissen und Instrumenten zieht sich durch alle aufgelegten Musikrichtungen und strahlt große Ruhe und Souveränität aus. Dabei gibt es, soweit auf der Aufnahme vorhanden, auch Ecken und Kanten, selbst an den äußeren Rändern des hörbaren Frequenzbereichs. Bei Aufnahmen klassischer Musik ist der Sikora ganz klar in seinem Element und leuchtet die großen Dimensionen eines Konzertsaals wunderbar aus. Dynamische Spielweisen stellt das Laufwerk völlig nachvollziehbar und völlig unangestrengt dar – ganz klar das Verdienst der hohen Masse und der Verdoppelung des Antriebs. Bei Rockmusik hingegen gibt es durchaus auch „Schweißgeruch“ – immer vorausgesetzt, dass die entsprechende Produktion so etwas wie Dynamik auch vorgesehen hat. Doch, das macht eine Menge Spaß, wenn bei AC/DC das Schlagzeug, der Bass und die Rhythmusgitarre des seligen Malcolm Young durchmarschieren und das solide Brett bilden, auf dem sich die Sologitarre und der „Gesang“ entfalten können. Die Anführungszeichen sind übrigens nicht böse gemeint … Der Tonarm trägt seinen eigenen Part zur souveränen Darbietung bei, kann er doch mit seiner großen Länge, der geschickten Materialkombination und der gelungenen Dämpfungseinheit eine riesige, nahezu unbegrenzte Auswahl an Tonabnehmern souverän führen und das absolut prächtig: Dass es mit einem Ortofon-Tonabnehmer für 10.000 Euro gut klingen sollte, davon kann man als Kunde ausgehen. Dass aber ein 40-Euro-Audio-Technica in der vorliegenden Konstellation wie ein richtig edles System klingt, das überzeugt auch den größten Skeptiker von der Sikora-Kombination!

Fazit

 Der Vollausbau des kleinsten Laufwerks aus dem Hause Sikora ist schon eine Macht für sich. Kombiniert mit dem neuen Tonarm bleiben keine Wünsche mehr offen.

Preis: um 14000 Euro

Sikora Initial Max mit Tonarm KV-12


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Len-Hifi , Duisburg 
Telefon 02065 544 139 
Internet www.len-hifi .de 
E-Mail: info@lenhifi .de 
Garantie (in Jahre) 2 Jahre 
B x H x T (in mm) 600/250/390 
Gewicht (in Kg) ca. 40 kg 
Unterm Strich ... » Der Vollausbau des kleinsten Laufwerks aus dem Hause Sikora ist schon eine Macht für sich. Kombiniert mit dem neuen Tonarm bleiben keine Wünsche mehr offen. 

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