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Kategorie: Tonabnehmer

Einzeltest: Benz Micro ACE SL


Evolution in Rot

Tonabnehmer Benz Micro ACE SL im Test, Bild 1
4220

Wenn es in der Redaktion einen Schwerarbeiter gibt, dann ist es dieser Tonabnehmer: Das Benz ACE L. Kein anderes System muss bei uns so oft ran wie der 590-Euro-Bestseller aus der Schweiz. Jetzt hat der Hersteller dem Universalgenie eine verbesserte Version zur Seite gestellt

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Plattenspieler:


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Tonarme:


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Lautsprecher:


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Zubehör:


Netzversorgung von PS Audio
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Lautsprecherkabel von Transparent


Gegenspieler



Tonabnehmer


Benz ACE L
Lyra Kleos
Denon DL-103R


Keine Sorge. Das ACE L wird’s auch weiterhin geben. Und es wird auch künftig die Messlatte sein, an der sich alle anderen Gerade-noch-bezahlbar-Abtaster orientieren müssen. Seit nunmehr zwei Jahren aber gibt’s Konkurrenz aus dem eigenen Haus: Die heißt ACE SL, kostet 700 Euro und sieht auf den ersten Blick praktisch genauso aus wie der Klassiker auch. Der rot-transparente Kunststoff-Body ist auch hier das Markenzeichen und die Kennzeichnung für die „L“-Version. Hüben wie drüben gibt’s auch noch zwei andere Modelle mit höherer Ausgangsspannung, die „M“ respektive „SM“-Variante kann etwas lauter und steckt in weiß-transparentem Kunststoff. Die beiden Varianten sieht man relativ selten, die High-Output-Versionen „H“ und „SH“ schon eher. Sie sind in stilvolles Dunkelblau gewandet und laufen ohne Probleme an klassischen MM-Eingängen.

Tonabnehmer Benz Micro ACE SL im Test, Bild 2Tonabnehmer Benz Micro ACE SL im Test, Bild 3Tonabnehmer Benz Micro ACE SL im Test, Bild 4Tonabnehmer Benz Micro ACE SL im Test, Bild 5Tonabnehmer Benz Micro ACE SL im Test, Bild 6
Der Star zumindest der kleinen Baureihe jedoch war immer das leuchtend rote „L“-Modell, und wir nehmen es wegen seiner spektakulären Optik gerne als Fotomodell für alle möglichen Gelegenheiten. Im täglichen Testbetrieb zeichnet es sich vor allem durch sein unkritisches Handling aus: Es ist auf große Universalität getrimmt und funktioniert unter fast allen Bedingungen zu mindestens 90 Prozent. Okay, 95. Dafür gibt’s eine ganze Reihe von Gründen: Die mittlere Nadelnachgiebigkeit von rund 15 mm/N in Verbindung mit einem im Mittelfeld angesiedelten Gewicht von knapp neun Gramm funktioniert so ziemlich in jedem Tonarm, wenn’s nicht gerade ein ultraschwerer Prügel ist – aber die sind selten. Hinzu kommt, dass die Bauform des Abtasters ziemlich clever gewählt wurde: man sieht im Bereich des Nadelträgers alles recht gut, eine eindeutige scharfe Vorderkante am Systemkörper erlaubt die problemlose Justage auch unter nicht ganz optimalen Bedingungen. Ein ACE L und zum Beispiel eine Schön- Einstellschablone – das ist normalerweise in null Komma nichts auf den Punkt zu bringen. Wobei der „Punkt“ beim ACE L ein etwas relativerer Begriff ist als bei anderen Abtastern, auch als beim SL. Tatsächlich nämlich unterscheiden sich beide dem Vernehmen nach nur durch die Nadel, die am Ende des als Nadelträgers fungierenden Borstäbchens sitzt. Das ACE L hat im Laufe seiner Geschichte diesbezüglich ein paar Metamorphosen durchlaufen, und der letzte Stand der Dinge ist angeblich ein in Sachen Verrundung relativ gutmütiger Diamant des Schweizer Herstellers Synton. Das ist der Grund dafür, dass ein ACE L auch dann rockt, wenn es nicht optimal sitzt. Damit ist es optimal für Leute, denen stundenlanges „Schrauben lösen und noch ein winziges Stückchen weiter drehen“ ein Gräuel ist und die einfach schnell gute Ergebnisse erzielen wollen. Zu dieser Zielgruppe gehören unbedingt Tester, die „mal eben“ etwas ausprobieren wollen. Beim SL liegen die Dinge etwas anders. Bei seinem Erscheinen wurde es mit einem Gyger-S-Diamanten bestückt. Das hat Benz- Micro-Chef Albert Lukaschek seit Neuestem aufgegeben und kauft bei Namiki eine fertig montierte Einheit aus Nadelträger und kleinem Micro-Ridge-Diamanten. Das ist zwar merklich teurer, zeichnet sich dem Vernehmen nach aber durch minimale geometrische Toleranzen aus. Der Schliff des stark asymmetrischen Diamanten erlaubt geringere bewegte Massen und einen intensiveren Kontakt zur Abtastzone, will aber auch deutlich exakter justiert werden. Das haben wir hinbekommen und wunderten uns beim Hörtest über die recht deutlichen klanglichen Unterschiede der beiden Abtaster. Kaum ein anderer Tonabnehmer rumst so schön wie das ACE L, und deshalb musste auch das neue ACE SL erst einmal zeigen, was es „rumsmäßig“ so zu bieten hat. Dazu legen wir nach langer Zeit mal wieder Chuck Mangiones berühmten Soundtrack zu „Children of Sanchez“ auf und lassen uns die Bläsersätze nur so um die Ohren hauen. Das ACE L tut das in bekannt spektakulärer Manier: Überaus zackig, energiegeladen und wuchtig serviert es das Spektakel. Das ACE SL wirkt minimal weniger spektakulär, tut bei genauerem Hinhören aber einfach mehr: Ausschwingvorgänge bekommen mehr Bedeutung, Raumdimensionen werden nachvollziehbarer dargestellt. Tatsächlich macht’s auch nicht weniger Dynamik, sondern eher mehr: Impulse werden einfach präziser und weniger lang gezogen gezeichnet, das nimmt dem Klangbild etwas die Vordergründigkeit. Keine Frage – hier zahlt sich der innigere Kontakt des Diamanten zur Rille aus. Per Frauenstimme suchen wir nach weiteren Unterschieden: „Coolsville“ auf Rickie Lee Jones‘ unsterblichem Erstling ist ein brüchiger, schwierig abzutastender Stolperstein allererster Güte. Das ACE L nimmt die Hürde mit Bravour, Frau Jones knarzt und knödelt, dass es eine wahre Freude ist. Wiederum muss man beim ACE SL zweimal hinhören, um seine Überlegenheit zu entdecken: Es quengelt nicht ganz so energisch, produziert aber mehr Atemgeräusche und zeigt mehr Hall. Auch das Klavier profitiert von der Micro-Ridge-Nadel: der hart an der Grenze zur Unerträglichkeit aufgezeichnete Anschlag bekommt mehr Farbe, mehr Drive von unten heraus, verliert aber an Bedrohlichkeit. Je komplexer und dichter das abzutastende Geschehen ist, desto mehr spielt das ACE L seine Stärken aus. Kennen Sie das Phänomen, dass ein Raum hörbar wird, bevor die Musik überhaupt eingesetzt hat? Das kann das SL hervorragend. In dem Moment, in dem der Mann am Mischpult die Regler aufzieht, noch niemand einen Ton gespielt hat, diesen Moment macht das neue Benz zum Fest – merklich eher als der kleinere Bruder. Selbstverständlich kann man darüber diskutieren, warum der Einsatz eines noch viel winzigeren Diamanten das ACE SL gegenüber dem Klassiker deutlich verteuern muss, aber das ist müßig: Die Ohren geben da eine recht eindeutige Antwort.

Fazit

Ist das ACE SL das bessere ACE L? Definitiv. Es spielt weniger vordergründig, etwas gesitteter und reproduziert mehr Details als das Urmodell. Dafür nimmt man etwas mehr Sorgfalt bei der Justage gerne in Kauf.

Preis: um 700 Euro

Benz Micro ACE SL


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb High Fidelity Studio, Augsburg 
Telefon 0821 / 37250 
Internet www.benz-micro.de 
Garantie (in Jahre)
Unterm Strich... » Ist das ACE SL das bessere ACE L? Definitiv. Es spielt weniger vordergründig, etwas gesitteter und reproduziert mehr Details als das Urmodell. Dafür nimmt man etwas mehr Sorgfalt bei der Justage gerne in Kauf. 

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Autor Holger Barske
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Datum 10.06.2011, 12:10 Uhr
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Nach dem Erscheinen der U-Serie-AMTs war es natürlich nur noch eine Frage der Zeit, dass wir und andere Entwickler Bausätze damit realisieren würden. Dieses Mal waren die anderen Entwickler einen Hauch schneller, aber mit der MuViStar M sind wir jetzt dran.

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Es ist uns eine große Freude, Ihnen die EISA AWARDS 2021-2022 präsentieren zu dürfen. Zusammen mit den Kollegen von 60 Testmagazinen und -Websites aus Europa, Amerika, Asien und Australien kürt unsere Redaktion als exklusives deutsches Mitglied in der Home Theatre Audio Expert Group jedes Jahr die besten Geräte der Welt.
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Car Hifi 6/2021

Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
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Holger Barske
Ressort
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Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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