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Lassen sich sprachgesteuerte Assistenten hacken? Lernen Sie wie man sich schützt

Smart Home Lassen sich sprachgesteuerte Assistenten hacken? Lernen Sie wie man sich schützt - News, Bild 1
12.05.2021 14:13 Uhr von Robert Glückshöfer

Sprachassistenten haben in den letzten paar Jahren einen Siegeszug durch die Küchen und Wohnzimmer der Welt gemacht. Systeme wie Alexa von Amazon und die Google Home Geräte stehen mittlerweile bei Millionen von Leuten, und werden in vielen Haushalten genauso selbstverständlich genutzt wie die Waschmaschine oder die Mikrowelle.

Dass sich diese neue Generation von Assistenten so durchgesetzt hat, hat viel mit ihren praktischen und zeitsparenden Funktionen zu tun. Das Wetter überprüfen, Kinokarten bestellen, Mails versenden - das alles können selbst die Einsteigergeräte heutzutage in windeseile erledigen, angeleitet durch ein paar simple Stimmkommandos. Wer auf dem Weg zu einer Verabredung noch eine schnelle Nachricht absenden möchte, oder wer mit feuchten Händen ein Rezept nachschlagen will, dem greifen die kleinen Helfer nahtlos unter die Arme. Natürlich bedeutet diese Integration in unseren Alltag und Familien auch die Öffnung einer potenziellen Sicherheitslücke. Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen sich Hacker Zugang zu Daten oder Funktionen von sprachgesteuerten Assistenten verschafft haben. Als unauffällige Spione belauschen die digitalen Assistenten zudem die Gespräche, die um sie herum stattfinden. Besonders berühmt ist ein Alexa System geworden, dass das gesamte Transkript eines Streits zwischen einem amerikanischen Paar an einen Handwerker versendet hat, weil es in der Auseinandersetzung unter anderem um Renovierungen ging. Auch durch die Fähigkeit, Käufe zu machen und Nachrichten zu versenden, können diese praktischen Helferlein ziemlich große Schäden anrichten, wenn sie nicht ausreichend gesichert sind. Deswegen haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie man die sprachgesteuerten Geräte am besten schützt.

1. Ein VPN benutzen

Ohne Frage gehört ein VPN heutzutage zu einem der wichtigsten Mittel zum Schutz der Privatsphäre im Netz. Was ist VPN? Diese Abkürzung steht für Virtual Private Network, und beschreibt im groben schon ganz gut, wofür dieses Werkzeug zuständig ist. VPNs ermöglichen nämlich ein anonymes Einloggen im Internet über eine fremde IP-Adresse. Somit sind die Aktivitäten von VPN-Nutzern für Internetanbieter, Hacker und andere Augenpaare sehr viel schwieriger zu beobachten. VPNs lassen sich auch direkt auf dem Router installieren, was bedeutet, dass sie automatisch alle Geräte abschirmen, die mit einem bestimmten Router verbunden sind. Eine einzige VPN-Lizenz kann also neben dem sprachgesteuerten Assistenten auch noch mehrere Handys und Computer schützen, ohne jedes mal neu konfiguriert zu werden.

2. Ausschalten

Natürlich ist der Umstand, dass Sprachassistenten immer “zuhören” um bereit für Anweisungen zu sein, einer ihrer größten Vorteile. In Bezug auf Sicherheit und Privatsphäre ist diese Eigenschaft von Sprachassistenten aber höchst problematisch, da die Lautsprecher nachweislich regelmäßig Protokolle ihrer Aufnahmen an ihre Hersteller zurücksenden. Ein vollkommen analoges Mittel gegen diese Art von Abhörungen ist der Aus-Knopf, der an jedem solchen Gerät zu finden ist. Auch wenn man dafür auf eine bestimmte Spontanität bei der Nutzung einbüßt, schützt man sich so besser gegen unerwünschte Mithörer.

3. Kaufoption ausschalten

Dass Sprachassistenten die Fähigkeit haben, auf Grund von verbalen Befehlen eigenständig Warenkäufe zu machen, macht sie für manche Nutzer ziemlich gefährlich. Die Verknüpfung vom entsprechenden Gerät zu Bezahlsystemen legt nicht nur für Hacker potenziell einiges an persönlicher Information offen, sondern kann auch für Kinder verlockend sein. Wer nicht aufpasst, könnte wegen einem ungeschützten Smart Speaker wohlmöglich eine große Lieferung Spielzeug und Süßigkeiten vorfinden, die niemand bestellt haben will. Zum Glück ist es möglich, in den Grundeinstellungen der meisten Sprachassistenten, die Befugnis über Zahlungen auszustellen.

4. Befehle löschen

Wie bereits erwähnt, speichern Sprachassistenten eine immense Menge von Audiodateien, auf welchen die Befehle aufgezeichnet sind, die ihnen erteilt werden. Die Lautsprecher nutzen diese Dateien, um ihr Textverständnis zu verbessern, senden diese aber auch regelmäßig an ihre Hersteller zurück. Clevere Hacker können sich mit ein wenig Geschick einen Zugang zu diesen Dateien verschaffen, und so an Passwörter oder andere Informationen gelangen. Bei den meisten Modellen von Sprachassistenten ist es möglich, diese Dateien zu löschen, was zwar den Lernprozess des Lautsprechers unterbricht, aber dafür die Sicherheit erheblich verbessert.

5. Nicht alles muss verbunden sein

Die Vorstellung von einem Heim das von oben bis unten vernetzt und verbunden ist reizt die Menschheit schon seit den ersten Star Trek Folgen. Zu verlockend ist die Vorstellung, alles von der Raumtemperatur bis zur Garzeit des Abendessens über ein paar simple Sprachbefehle zu kontrollieren. Auch wenn die längerfristige Entwicklung mit allen Fingern auf einen voll vernetzten Haushalt zeigt, befinden wir uns aktuell noch in einem Zwischenstadium, in dem viele Geräte in Sachen Sicherheit noch relativ rudimentär arbeiten. Auch die besten Sprachassistenten können wenig gegen einen Angriff tun, der über ein anderes, schlecht gesichertes Gerät im Haushalt läuft. Wer zum Beispiel viel sensiblen E-Mail Verkehr über seinen Alexa regelt, der sollte sich gut überlegen ob es wirklich notwendig ist den billigen neuen Toaster mit dem Lautsprecher zu verbinden.

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Datum 12.05.2021, 14:13 Uhr