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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenStandlautsprecher · Inklang Ceterra 70R Black Edition
Ungeahnte Höhen
Den Hamburger Hersteller Inklang kennt man von hochwertigen, bezahlbaren Lautsprechern in passiver und aktiver Ausführung, die optisch vielfältig an den persönlichen Geschmack angepasst werden können. Nun kommt ein neues Spitzenmodell, dessen limitierte Ausführung nicht nur nicht „customizable“ ist, sondern auch das Preisgefüge nach oben erweitert. Willkommen im High End.
Bei Inklangs neuer Ceterra 70R in der limitierten Black Edition (30 Paar!) muss man nehmen, was man bekommt. Aber was soll ich sagen, der Hersteller macht einem das erfreulich einfach. Wer aber aus Prinzip nur Lautsprecher in Ocker kauft, der muss auf die Serie warten, denn die Serienmodelle werden dann auch wieder konfigurierbar sein, wie man es kennt. Außerdem wird die Ceterra-Serie im Laufe des Jahres um zwei weitere Modelle ergänzt ... Derzeit jedoch gibt es nur die Black Edition in Mattschwarz/Walnuss, die, das muss man sagen, einfach ein echter Hingucker geworden ist. Und imposant ist sie: Mit 117 cm zwar nicht übertrieben groß, aber doch eine Erscheinung, die sehr elegant und gleichzeitig vertrauenerweckend ist.











Bässe und Mitten
Der Anspruch an den Klang der Ceterra war ein ganzes Stück höher als bei den ohnehin schon exzellenten Boxen der Ayers-Reihe, deren (passives) Top- Modell Ayers Five 5300 Euro pro Paar kostet. Und so ließ sich Geschäftsführer Thomas Carstensen nicht lumpen und packte ausschließlich sehr feine Chassis in das Gehäuse. Bei Bässen und Mitten setzt er auf Aluminiummembranen, aus der SEAS Custom-Fertigung. Die steifen Treiber haben eine optimierte Geometrie, die dafür sorgen soll, dass die Resonanzfrequenzen deutlich außerhalb des aktiven Übertragungsbereichs liegen. Auch die Antriebe sind hochwertig: Titan-Schwingspulenträger mit langer Kupferwicklung ermöglichen großen linearen Hub, die radial verstärkten Gummisicken der Tieftöner sind so konstruiert, dass es hier keine Aufbrüche und also Resonanzen gibt. Das ist wichtig, weil die Box eben nicht nur leise überzeugen soll, wo das Thema noch keine allzu große Rolle spielt. Aber von einer 3,5-Wege Box dieser Größe erwartet man, dass sie auch mal richtig Alarm machen kann, ohne dass es unangenehm wird. Impulstreue ist sehr wichtig, auch bei geringen Pegeln. Selbst bei den Magneten wurde nichts dem Zufall überlassen. Mittels Finite-Elemente- Methode wurden die Magnete mit Kupferteilen optimiert, gleiches gilt für den äußerst stabilen Metallspritzgusskorb. Man sollte nämlich nicht vergessen, wie wichtig ein homogenes, kräftiges Magnetfeld für den Antrieb ist. In etwa genau so wichtig wie ein Antrieb, der frei von Strömungsgeräuschen seiner Arbeit nachgehen kann. Sonst sind Unsauberkeiten die Folge.
Höhen
Für die Höhen sorgt ein 19 mm Ringradiator mit Phase-Plug.
Man ahnt es schon beim Anschauen der Ceterra: Es handelt sich um ein Dreieinhalb-Wege- System. Hier ist es jedoch nicht so, dass die beiden Basstreiber unterschiedliche Einsatzbereiche haben, sondern die Mitteltöner. Um vertikale Abstrahlfehler zu vermeiden, spielen die beiden 12-cm-Treiber mit leicht anderer Gewichtung. Während ein Mitteltöner von 200 bis 2200 Hz spielt, spielt der andere von 200 bis 2400 Hz. So soll es weniger störende Refl exionen an Boden und Decke geben. Dadurch klingt es am Ende entspannter, sauberer und auch die Abbildungsgenauigkeit kann dadurch verbessert werden.
Es ist eine Binsenweisheit, aber ein Lautsprecher klingt immer nur so gut, wie sein Gehäuse es ihm ermöglicht. Und darum besteht das Gehäuse aus HDF mit 38 mm Stärke. Die Dichte ist gegenüber MDF deutlich höher, das Gehäuse ist also deutlich schwieriger zum Schwingen zu bringe. Und schwingen soll es ja auch nicht, schließlich bedeuten Gehäuseschwingungen Verfärbungen und Energieverlust. Da überrascht es nicht, dass der innere Aufbau nicht von der einfachsten Art ist. Im Gegenteil gibt es hier eigene, luftdichte Kammern für Mitteltöner und Frequenzweichen. Und die internen Verstrebungen sind strömungsoptimiert. Dieser Aufwand dient dazu, eine gegenseitige Beeinflussung der Treiber zu unterbinden und auch die empfindlichen Bauteile der Weichen vor Störungen zu schützen, die insbesondere durch die Tieftöner verursacht werden. Man muss bedenken, dass im Innern eines Lautsprechers gerade bei großen Auslenkungen der Basstreiber enorme Druckveränderungen stattfinden. Und wer all diese Dinge beachtet, der achtet auch auf gute Kabel, auch wenn der Kunde diese nie zu Gesicht bekommt. Die verwendeten Kupferkabel haben einen Querschnitt von 2,5 mm², stammen aus deutscher Fertigung und sind auf der Weiche verlötet und an den Treibern über vergoldete Steckverbinder angeschlossen. Verluste bei der Signalübertragung oder Kontaktprobleme sind damit ausgeschlossen.
Hörtest
Spätestens wenn man die Ceterra an den Verstärker anschließt, fallen einem die Steckbrücken auf der Rückseite ins Auge.
Fazit
Meine Güte, was für ein Lautsprecher! Die Inklang Ceterra 70R holt aus jedem Album das Maximum raus, ist audiophil und trotzdem bereit, jederzeit den Rocker zu geben. Willkommen im Highend!Kategorie: Lautsprecher Stereo
Produkt: Inklang Ceterra 70R Black Edition
Preis: um 13000 Euro

Referenzklasse
Inklang Ceterra 70R Black Edition
Inklang Ceterra 70R Black Edition
| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis | 15% |
| Kategorie | Standlautsprecher |
| Preis (in Euro) | 13.000 Euro |
| Vertrieb: | Inklang |
| Telefon: | 0800 724238 8 (Freecall) |
| Internet | www.inklang.de |
| Ausstattung | |
| Ausführung | Schwarz/Walnuss |
| Abmessungen (B x H x T in mm) | 201/1170/445 |
| Gewicht (in Kg) | 36,5 kg |
| Prinzip | 3,5-Wege-Standlautsprecher |
| Garantie | 5 Jahre |
| + | sensationeller Klang |
| + | Verarbeitung auf Top-Niveau |
| +/- | + tolles Design |
| Klasse | Referenzklasse |
| Preis/Leistung | hervorragend |




