Metz neuester Fernseher hört auf den schlichten Namen Primus, lateinisch für der Erste. Diese selbstbewusste Namensgebung weist bereits darauf hin, dass es sich um das Topmodell im Metz-TV-Programm handelt
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen
Mit der neuen 1610-Serie will Arendal die Tugenden der Top-Baureihen in bezahlbare Regionen bringen.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenKompaktlautsprecher · Wharfedale Diamond 12.1i
Dauerbrenner in Bestform
Kennen Sie Paul Voight? Peter Walker? Gilbert Briggs? Das ist das Dreigestirn der großen englischen Lautsprecherpioniere. Walker war Quad, Voight erfand u.a. das Traktrix Horn und arbeitete mit Lowther zusammen und Gilbert Briggs?
Gilbert Briggs gründete 1932 Wharfedale Wireless Works. Der Mann erfand unter anderem den Ferritmagneten, den Zwei-Wege- Lautsprecher und schrieb diverse Standardwerke zum Thema Lautsprecherbau. In den 50er Jahren tat er sich mit Peter Walker zusammen – Walker lieferte für Vorführungen zum Thema High-Fidelity die Elektronik, Briggs die Lautsprecher. So, und nun komme schon ich ins Spiel. 1982 saß ich im HiFi-Studio Matuschka und Rauch auf der Karlsruher Kaiserallee und wollte einen neuen Verstärker kaufen. Ich erinnere mich noch genau an die Palette unterschiedlichster Lautsprecher, die man an einem Board mithilfe von Drucktasten anwählen konnte.









Verliebt
... nun sitze ich wieder vor Wharfedale Diamonds, diesen echt hübschen kleinen Kistchen und bin verwirrt: dürfen die so klingen? Frisch aus dem Karton? Ich weiß es nicht und ich will jetzt auch nicht so tun, als ob das die weltbesten Lautsprecher seien. Aber Leute – wie kann es denn angehen, dass dieser Bass so locker rollt, dass die Höhen null nervig, einwandfrei eingebunden und die Mitten so sämig und direkt klingen, wie sie das tun? Schon das Auspacken und Aufstellen hat richtig Spaß gemacht, denn die recht schweren Kleinen haben einen handschmeichlerischen Soft-Touch-Lack, der sich wunderbar anfühlt. Auch sonst ist die Verarbeitung mit der angesetzten Front und den übereinander liegenden Buchsen auf der Rückseite schlicht perfekt. „Stärken bewahren, Details verfeinern.“ Das ist das Wharfedale-Credo und ich finde, so macht man das. Ich habe nie verstanden, warum man sich drängen lässt, alles ohne Not zu verändern. Nach meiner und offen sichtlich auch Wharfedales Überzeugung braucht Entwicklung keine zwanghafte Veränderung aus künstlich herbeigeführten Gründen.
Die Chassis
Alle Chassis sind Eigenentwicklungen und werden im eigenen Werk hergestellt.
Die Basis
Die Gehäuse des Diamond 12.1i werden aus unterschiedlich starken MDF-Platten aufgebaut, was ihre Eigenresonanz vermindern hilft und den Resonanzen im Inneren gut begegnen kann.
Platzierung und Paarung
Die Diamond 121i können auf einem Sideboard oder Schreibtisch, in einem Regal oder natürlich auf optionalen Ständern platziert werden – wie bei uns im Hörraum. Dass sie nicht für riesige Räume gedacht sind, versteht sich aufgrund ihrer Kompaktheit von selbst. Und doch haben sie in unserem sehr großen Hörraum eine hervorragende Figur gemacht. Selbstredend dürfen sie wegen ihres rückwärtigen Bassreflex-Ports nicht direkt an der Wand stehen. Und dann? Dann ist Staunen angesagt. Die vielleicht beste Verstärkerkombination war die mit einem zwar in jeder Hinsicht überdimensionierten, nichtsdestotrotz aber perfekt geeigneten Vollverstärker aus Duisburg: dem Symphonic Line RG 14 Edition MK5 S.
In eigener Sache
Ich beschäftige mich mit den Produkten, über die ich schreibe. Und nein, ich lese nicht zuvor jeden Bericht und schaue jedes Video. Da diese Version des Diamond 12.1i ohnehin brandneu ist, finden sich kaum aktuelle Reviews. Aber nachdem ich die Lautsprecher gehört hatte, wollte ich schon wissen, was gerade die britischen Kollegen zumindest von den Vorgängermodellen hielten. Und siehe da, auch die haben Preise abgeräumt, was mich nicht verwundert, denn ich finde, diese kleinen Schätze klingen mehr als preisverdächtig: flüssig, erwachsen und erstaunlich raumgreifend. Sie sind vielleicht keine vordergründigen Dynamikmonster, aber will ich das überhaupt und was soll das bedeuten? Oft wird so eine vordergründige Dynamik mithilfe eines eher nervösen, vermeintlich spritzigen, auch höhenbetonten Klangs generiert. Aus dem Alter bin ich raus. Denn sobald die erste Aufregung verflogen ist, wird einem die Braut lästig. Das Gegenteil ist mit dem 12.1i der Fall. Der lässt mich von Anfang an schmunzeln und dann lehne ich mich entspannt zurück und sage: „Ja.“ Das ist ein Lautsprecher für mich.
Klang
Ich schließe die Augen, als die Montgomery Brothers ihr wunderbares Album mit „Back To Back“ beginnen. Und ich sehe Wes Montgomery sprichwörtlich auf einem Stuhl sitzen, wie ich es von vielen Videos kenne. Als ich die Augen wieder öffne, muss ich lachen: Das kann doch nicht sein. Doch, und es geht so weiter. Ich lege von Emmylou Harris „Deeper Well“ auf, mein gemeines Stück sozusagen, weil das wirklich schwer abzubilden ist. Also eine total unfaire Sache und dann ist wirklich alles, alles da, auch die wirklich tiefen Schichten, nicht in ihrer kompletten Dimension, aber Entschuldigung, wer will das auch von diesem Lautsprecher verlangen? Speziell bei leiseren Lautstärken ist die gesamte Dimension dieses so komplexen Stückes vollkommen durchhörbar: wow. Zur Erholung höre ich Emmylous Version der Bob Dylan Ballade „Every grain of sand“ und das klingt sooo schön, ihre rauhe Stimme, diese spröden Höhen und die Wärme des Arrangements. Alle Details sind da, es ist wirklich faszinierend. Dann darf auch noch Tracy Chapman ran: „Things I do in the Dark“ von Let it rain. Da hören ich die schnarrenden Gitarrensaiten so deutlich, so präsent und so klar. Ohne die Abdeckungen klingt es übrigens noch besser. Tracys Stimme ist voll da, es fehlt hier wirklich nicht viel und wenn ich nicht vergleiche, folge ich einfach der Musik und darum geht es doch. Das ist ein geiler Lautsprecher, verzeihen Sie die Ausdrucksweise. Für das Geld sehe ich keine Konkurrenz.
Fazit
Lust auf mehr? Entdecke unser HiFi Test Abo!
Kategorie: Lautsprecher Stereo
Produkt: Wharfedale Diamond 12.1i
Preis: um 349 Euro Paarpreis, (optionale Ständer: 199 Euro)

Spitzenklasse
Wharfedale Diamond 12.1i
Wharfedale Diamond 12.1i
|
255-1481
hidden audio e.K. |
|
303-2040
Musikus Hifi |
|
306-2191
HiFi Center Liedmann |
Der jüngste Spross aus der TV-Familie von Loewes Subbrand We ist der We SEE 42 oled dc, ein OLED-Fernseher mit Twin-Tuner im kompakten 106-cm-Format.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen
Sofanellas hochwertige Kinosofas vereinen 4D-Technologie mit Premium-Komfort. Keine überfüllten Kinosäle mehr: Genießen Sie Blockbuster in Ihrem privaten Luxus-Kino.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis | 15% |
| Kategorie | Kompaktlautsprecher |
| Preis (in Euro) | 349 Euro (Paar) / (optionale Ständer: 199 Euro) |
| Vertrieb: | IAD, Korschenbroich |
| Telefon: | 02161 61783-0 |
| Internet | www.wharfedale.audio |
| Ausstattung | |
| Ausführung | Schwarz, Grau, Walnuss |
| Abmessungen (H x B x T in mm) | 180 x 312 x 250 |
| Gewicht (in Kg) | etwa 6,8 kg |
| Prinzip | 2-Wege-Passivlautsprecher |
| Frequenzgang | 65 Hz – 20 kHz |
| Bestückung | 1 x 130-mm-Tiefmitteltöner; 1 x 25-mm-Gewebekalotte |
| Empfindlichkeit | 88 dB |
| Nennimpedanz | 8 Ohm; Minimum: 4 Ohm |
| Garantie (in Jahren): | 2 Jahre (5 Jahre nach Registrierung) |
| + | toller Klang |
| + | sehr gute Verarbeitung |
| +/- | + edler Look |
| Klasse | Spitzenklasse |
| Preis/Leistung | hervorragend |




